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Europa gewinnt 42. Ryder Cup Unbezwingbarer Italiener dominiert US-Golfer

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(Foto: imago/PanoramiC)

Der Ryder Cup ist zurück in Europa. Vor den Toren von Paris setzen sich die europäischen Golfstars vorzeitig gegen ihre US-Konkurrenten durch. Vor allem ein unbezwingbarer Italiener bringt seine Gegner reihenweise zur Verzweiflung.

Europas Golfprofis haben die klar favorisierten USA düpiert und den Ryder Cup nach zweijähriger Abstinenz zurück auf den Alten Kontinent geholt. Das Zwölferteam von Kapitän Thomas Björn setzte sich bei der 42. Austragung im Club Le National vor den Toren von Paris vorzeitig 14,5 zu 9,5 gegen die Amerikaner durch.

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Den entscheidenden Punkt für Europa holte British-Open-Champion Francesco Molinari mit seinem Sieg im Einzel gegen Phil Mickelson. Der Italiener gewann damit als erster Europäer überhaupt alle fünf möglichen Punkte bei einem Ryder Cup. "Ich kann nur den Hut ziehen vor den Europäern", sagte US-Kapitän Jim Furyk beeindruckt. Seine Mannschaft wurde in Frankreich aufgrund ihrer besseren Positionen in der Weltrangliste als deutlich stärker eingeschätzt.

Dabei hatte das europäische Team nach schwachem Start am Freitag schon 1:3 zurückgelegen. Angeführt vom "Team Moliwood" kämpfte es sich später zurück. Molinari und sein englischer Spielpartner Tommy Fleetwood gewannen gemeinsam ihre vier Team-Duelle. Dreimal gehörte US-Superstar Tiger Woods zu ihren Opfern.

"Team Moliwood" beeindruckt

"Was soll ich dazu sagen? Es war beeindruckend", sagte Thomas Björn über seine Musterschüler. Zur Krönung machte Molinari dann auch noch den Triumph perfekt.

Dagegen passten Woods und der Ryder Cup auch in diesem Jahr nicht zusammen. Der 14-malige Majorsieger war nach seiner dritten Niederlage entsprechend angefressen, konnte die Namen Molinari und Fleetwood nicht mehr hören und maulte: "Ich bin ziemlich angepisst, dass ich drei Matches verloren habe. Ich hatte dabei nicht einmal das Gefühl, schlecht gespielt zu haben."

Die USA hatten den Ryder Cup erst 2016 in Chaska/Minnesota gewonnen und damit die europäische Siegesserie beendet. In Europa waren die US-Golfer aber letztmals 1993 erfolgreich. Damals gewannen sie den Wettbewerb im englischen Sutton Coldfield mit 15:13.

Der 43. Ryder Cup findet 2020 auf dem Whistling Straits Golf Course in Kohler im US-Bundesstaat Wisconsin statt.

Quelle: n-tv.de, chr/sid

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