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Darts-WM: Auch Cross ist raus Van Barneveld beendet Karriere mit Pleite

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Ein letztes Mal im "Ally Pally": Raymond van Barneveld

(Foto: dpa)

Der Auftakt der Darts-WM in London wird für den fünfmaligen Weltmeister Raymond van Barneveld zu einem bitteren Moment. Der Niederländer kassiert überraschend eine Niederlage gegen den US-Amerikaner Young - und beendet seine Karriere. Auch Ex-Weltmeister Rob Cross ist raus.

Darts-Ikone Raymond van Barneveld hat mit einer bitteren Auftaktniederlage bei der Darts-WM in London seine Karriere beendet. Und auch Ex-Weltmeister Rob Cross ist bereits ausgeschieden. Der Niederländer van Barneveld musste sich bereits in der ersten Runde im Londoner Alexandra Palace dem stark aufspielenden Außenseiter Darin Young aus den USA völlig überraschend mit 1:3 geschlagen geben. Für den fünfmaligen Weltmeister war die WM das letzte Turnier seiner beeindruckenden Laufbahn.

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Dabei galt er als Anwärter auf den Titel: Rob Cross.

(Foto: dpa)

"Dieses desaströse Jahr 2019 werde ich mir niemals verzeihen. Nie im Leben", sagte ein enttäuschter van Barneveld am Sky-Mikrofon: "Ich habe richtig schlecht gespielt. Darin war wirklich gut, das war's." Ähnlich erging es dem Engländer Cross, der im WM-Finale von 2018 Superstar Phil Taylor besiegt hatte. Diesmal jedoch klappte kaum etwas - der 29-Jährige unterlag in seinem Auftaktspiel dem Belgier Kim Huybrechts mit 0:3. Cross, der wieder als Titelanwärter galt, hatte in der ersten Runde ein Freilos.

Die "Barney Army" im legendären "Ally Pally" stärkte van Barneveld zwar lautstark den Rücken, der 52-Jährige geriet gegen Young aber schnell in Rückstand. Der Favorit wies am Ende ein deutlich besseres Average auf, doch Young hatte in den entscheidenden Momenten die besseren Nerven und verwandelte seinen ersten Match Dart.

Young, der zuvor in seiner Karriere bei neun WM-Teilnahmen insgesamt acht Erstrunden-Niederlagen hinnehmen musste, sorgte damit für die bisher größte Überraschung des Turniers. "Big Daddy", der zuvor nur 2010 in die zweite Runde gekommen war, bekommt es am Dienstag mit dem Niederländer Jeffrey de Zwaan zu tun. "Ich genieße absolut gar nichts, es ist das schlimmste Jahr meines Lebens", hatte van Barneveld im Sommer noch gesagt. Sein letzter Turniersieg liegt bereits über fünf Jahre zurück, statt Titel und Trophäen bestimmten zuletzt nur noch Formtiefs, Motivationsprobleme und private Rückschläge die Karriere des Niederländers.

Quelle: ntv.de, mba/sid