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Darts-WM in London Van Gerwen zieht ins Finale ein

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"Ich fühle mich phänomenal": Michael van Gerwen.

(Foto: dpa)

Die Entscheidung im zweiten Halbfinale bei der Darts-WM ist gefallen: Michael van Gerwen, der Titelverteidiger, setzt sich im Londoner Alexandra Palace deutlich gegen Nathan Aspinall durch. Am Neujahrstag trifft der Schotte Peter Wright damit auf einen altbekannten Angstgegner.

Darts-Fans können sich auf einen Klassiker freuen: Vorjahressieger Michael van Gerwen greift bei der Darts-Weltmeisterschaft in London nach seinem vierten WM-Titel. Dem 30 Jahre alte Niederländer gelang durch ein klares 6:3 gegen Nathan Aspinall aus England der zweite Finaleinzug in Folge. Am Neujahrstag trifft der Weltranglistenerste in der Neuauflage des Finals von 2014 im Alexandra Palace auf Peter Wright aus Schottland.

"Ich fühle mich phänomenal. Mit meiner Performance bin ich zwar nicht zufrieden, aber ich habe gewonnen. Ich stehe im Finale, darum ging es", sagte van Gerwen bei Sky Sports. Zum bevorstehenden Duell mit Wright ergänzte er: "Ich muss ein gutes Match spielen, um da durchzukommen." Wright hatte im ersten Halbfinale des Abends zum zweiten Mal in seiner Karriere den Sprung ins WM-Finale geschafft. Der 49-Jährige setzte sich gegen den Waliser Gerwyn Price mit 6:3 durch. Im Endspiel vor sechs Jahren hatte Wright mit 4:7 gegen van Gerwen verloren.

Das Endspiel an Neujahr (ab 21 Uhr auf Dazn und Sport1) wird im Format Best-of-13-Sets ausgetragen. Die beiden Spitzenspieler van Gerwen und der fast 20 Jahre ältere Wright kennen sich bestens: "Mighty Mike" und "Snakebite" traten unter anderem bei der Weltmeisterschaft der Jahre 2010, 2013 und im WM-Finale 2014 gegeneinander an - dabei setzte sich jeweils der niederländische Dreifach-Weltmeister durch, der bereits seit sechs Jahre an der Spitze der Rangliste steht. Insgesamt gab es 78 Duelle zwischen den beiden Darts-Größen, von denen van Gerwen 59 gewann und 17 verlor. Nur zwei endeten mit einem Remis.

Blanke Nerven in der Arena

"Snakebite" und "The Iceman" Price hatten sich zum Start in den Abend im ausverkauften Alexandra Palace im Norden Londons ein hochklassiges und emotionales Duell geliefert. Schon nach zwei gespielten Sätzen gerieten die beiden Profis beinahe aneinander, weil Price provokant mit einer durchgeschwungenen Faust in Wrights Richtung jubelte. Nach dem Spiel blieb der obligatorische Handschlag aus.

Für den Schotten ist es der zweite WM-Finaleinzug nach 2014, Price stand zum ersten Mal in der Vorschlussrunde beim wichtigsten Darts-Turnier der Welt. Auch das Duell zwischen Champion van Gerwen und dem aufstrebenden Engländer Aspinall fiel qualitativ nicht ab. Der 28-Jährige, der im Turnierverlauf unter anderem Schottlands Gary Anderson und den Belgier Dimitri van den Bergh besiegt hatte, verlangte "Mighty Mike" alles ab und verkürzte durch den siebten Set noch einmal auf 3:4.

Danach zog van Gerwen an und sicherte sich den dritten WM-Finaleinzug in vier Jahren. "Ich denke, die anderen müssen sich mehr Sorgen über mich machen als ich über mich selbst", hatte er zuvor schon selbstbewusst angekündigt. Im Finale ist er klarer Favorit.

Quelle: ntv.de, mmo/dpa/sid