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Kirchkrise spaltet die Bundesliga Vereine brauchen Geld

Der Vierjahresvertrag der Kirch-Media AG mit der Deutschen Fußballliga (DFL) in Milliardenhöhe könnte platzen: Die Kirch-Gruppe hat Insolvenz angemeldet. Die Reaktion der Vereine ist unterschiedlich. Große Vereine haben kaum etwas zu fürchten. Die Kleineren, besonders aus der 2. Bundesliga, haben Angst. Sie sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Ihre Saisonbudgets bestehen zu über 50 Prozent aus den ausgehandelten Kirchgeldern.

Wolfgang van Betteray, der neue Geschäftsführer der Kirch-Gruppe, garantiert für den Rest der der Fußballsaison und das nächste Fußballjahr die TV-Übertragung der Bundesliga. Die Preise sollen aber neu verhandelt werden.

Aber die Hälfte der 36 Profiklubs der DFL bestehen auf der Einhaltung der ausgehandelten Verträge – und wenn Kirch-Media die Gelder nicht mehr aufbringen kann, favorisieren die kleinen Klubs Verhandlungen mit anderen Fernsehsendern. Die Befürchtungen der finanzschwachen Vereine: Sie könnten in der kommenden Saison Pleite gehen oder zumindest die ausgehandelten Gehälter ihrer Spieler nicht mehr zahlen. Niedrigere Gagen für Profispieler seien nur bei Spitzenverdienern der 1. Bundesliga denkbar, äußerte ein Vertreter der kleineren Klubs.

Verhandlungen über Neuzugänge werden von den Profivereinen dennoch weitergeführt. Allerdings werden die seit 1995 stetig steigenden Gehälter nicht weiter anwachsen. Der FC Hansa Rostock setzt beispielsweise wieder auf den Nachwuchs und soll sich bereits mit dem 22-jährigen Uwe Möhrle einig sein, teurere Neuverpflichtungen sind vorerst offenbar nicht geplant.

Sollte die DFL die kompletten Fernsehrechte der Bundesliga von der KirchGruppe zurückerhalten, kann sie sie an andere Fernsehsender oder Interessenten verkaufen. Die Sender halten sich jedoch noch bedeckt - so kann der Preis gedrückt werden.

Quelle: n-tv.de