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Zustand nach Horror-Crash stabil Zanardis zäher Kampf zurück ins Leben

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Zanardi macht offenbar "beträchtliche Fortschritte" und reagiert positiv auf die Therapien.

(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Der ehemalige Formel-1-Fahrer Alex Zanardi kämpft sich weiter zurück ins Leben: Fünf Monate nach seinem fatalen Unfall mit einem Lastwagen wird der Handbiker in eine Klinik nahe seines Zuhauses verlegt. Zanardi habe eine "generelle physische Stabilität erreicht", teilt sein Krankenhaus mit.

Der im Juni mit dem Handbike schwer verunglückte frühere Formel-1-Fahrer Alex Zanardi hat einen weiteren kleinen Schritt zurück ins Leben gemacht. Weil sich die Konstitution des 54-Jährige weiter stabilisiert hat, wurde der Italiener vom Krankenhaus in Mailand in eine Klinik nach Padua und damit in die Nähe seiner Heimat verlegt.

Wie das Hospital San Raffaele in Mailand mitteilte, habe Zanardi eine "generelle physische und neurologische Stabilität erreicht, die ihm die Verlegung in ein anderes Krankenhaus erlaubt und damit eine weitere Annäherung an den Wohnort seiner Familie". In den vergangenen zwei Monaten habe Zanardi "den Pfad physischer und kognitiver Rehabilitation beschritten", hieß es weiter.

Im September erneut operiert

Der viermalige Paralympics-Sieger hatte bei dem Unfall in der Toskana am 19. Juni die Kontrolle über sein Handbike verloren und war mit einem Lastwagen kollidiert. Er erlitt dabei schwerste Kopf- und Gesichtsverletzungen. 2001 hatte der Italiener bei einem Champ-Car-Unfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren.

Im Herbst war es länger ruhig geworden um Zanardi. Zwei Monate nach seinem Unfall hatte er Ende August die Intensivstation verlassen können. Doch wurde im September bekannt: Zanardi musste erneut operiert werden. Der Eingriff in der Mailänder Klinik San Raffaele sei notwendig gewesen, um den Gesichtsschädel weiter zu rekonstruieren und zu stabilisieren, hieß es von offizieller Seite. Mindestens eine weitere Operation werde folgen, hieß es damals.

Die Ärzte teilten aber auch schon damals mit, Zanardi mache "beträchtliche Fortschritte" und reagiere positiv auf die Therapien. Der 53-Jährige zeigte im September "erste Anzeichen einer Interaktion mit der Umgebung" und unterziehe sich "kognitiven und motorischen Rehabilitationssitzungen", hieß es in einem Statement laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Nun ist die Stabilität so weit fortgeschritten, dass Zanardi sich in einer Klinik nahe seines Zuhauses ins Leben zurückkämpfen kann.

Quelle: ntv.de, dbe/sid