Beach-Duo verpasst nächsten Titel haarscharf
Die Beachvolleyball-Europameisterinnen Svenja Müller und Cinja Tillmann haben nur knapp ihren nächsten Turniersieg verpasst. Gut eine Woche nach dem EM-Triumph in den Niederlanden verlor das deutsche Duo beim Elite16-Turnier am Hamburger Rothenbaum erst im Finale gegen Schweizerinnen Tanja Hüberli und Nina Brunner 1:2 (18:21, 21:18, 16:18).
Erst am vergangenen Wochenende hatten sich Müller/Tillmann die europäische Krone aufgesetzt und damit ihren größten Karriereerfolg gefeiert. Auch beim Heimspiel präsentierten sich die deutschen Meisterinnen stark und blieben in den Spielen vor dem Finale ohne Satzverlust. Im Endspiel erarbeitete sich das Duo nach starker Aufholjagd sogar zwei Matchbälle, mussten sich am Ende aber geschlagen geben.
"Viel darf nicht mehr passieren": Bayern überdenkt Transfer
Fünf Tage vor dem Ende der Transferfrist schließt der FC Bayern München eine weitere Verstärkung für die Abwehr nicht mehr aus. Sportdirektor Christoph Freund sagte nach dem 3:2-Sieg am ersten Bundesliga-Spieltag in Wolfsburg: "Wir haben schon gesagt, dass wir sehr zufrieden sind mit dem Kader. Aber wir haben jetzt zwei Verletzte. Das müssen wir registrieren und das haben wir auch registriert. Viel darf hinten nicht mehr passieren. Es ist nicht unser Plan, aber das Transferfenster ist noch fünf Tage offen."
Hintergrund der Aussage sind die Verletzungen der beiden Abwehrspieler Josip Stanisic und Hiroko Ito. Innenverteidiger Min-Jae Kim leistete sich zudem in Wolfsburg einen schweren Fehler, der zum zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand führte. Die Bayern waren in diesem Sommer lange Zeit an dem Nationalspieler Jonathan Tah von Bayer Leverkusen interessiert. Ein Transfer kam jedoch nicht zustande.
"Komplett Friedhof": Trainer beschwert sich über eigene Fans
Trainer Ralph Hasenhüttl vom VfL Wolfsburg hat nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München am ersten Bundesliga-Spieltag die eigenen Zuschauer kritisiert. "Mir ist es manchmal ein bisschen zu ruhig gewesen", sagte der Österreicher kurz nach dem Abpfiff in einem Interview mit dem Internet-Sportsender DAZN. "Wenn wir uns in jeden Zweikampf werfen und wenn wir ein Spiel drehen, dann war mal kurz Stimmung. Aber dann kriegst du das zweite Tor, und dann ist wieder komplett Friedhof. Das kann nicht sein."
Später in der Pressekonferenz erklärte Hasenhüttl seine Kritik noch einmal. "Ich weiß: Wir wollen gerne in Vorleistung gehen und wollen gerne zuerst etwas liefern und dann etwas fordern. Aber ich kenne es aus der Premier League: Da geht das ganze Stadion ab, nur weil wir uns einen Einwurf geholt haben", sagte er. "Da müssen wir in solchen Momenten noch mehr Unterstützung kriegen. So kann das in Zukunft so sein, dass hier alles zusammenwächst. Das wollen wir alle haben. Und das habe ich heute manchmal vermisst."
Weltrekord hielt nur 20 Tage: Duplantis setzt wieder einen drauf
Nur 20 Tage nach Olympia-Gold mit Weltrekord hat Stabhochsprung-Star Armand Duplantis erneut seine Bestmarke gesteigert. Der 24 Jahre alte Schwede überquerte in Chorzow 6,26 Meter und sprang damit einen Zentimeter höher als am 5. August im Stade de France bei Paris.
Nach dem gelungenen zweiten Versuch stürmte der nur "Mondo" genannte Duplantis beim Diamond-League-Meeting in Polen über die Laufbahn und feierte mit Kollegen und Fans. Es war der insgesamt zehnte Weltrekord in der Karriere des Welt- und Europameisters und schon sein dritter in dieser Saison.
Der Olympia-Zweite Sam Kendricks aus den USA mit 6,06 Metern und der Grieche Emmanouil Karalis mit 6,00 Metern überquerten in einer hochklassigen Konkurrenz ebenfalls die prestigeträchtige Sechs-Meter-Marke.
Jackie Chan wird große Ehre bei Paralympics zuteil
Schauspieler Jackie Chan und weitere Prominente werden das Paralympische Feuer am Mittwoch, dem Tag der Eröffnungsfeier, durch Paris tragen. Dies gab das Organisationskomitee der Spiele bekannt. Der 70-jährige Chan übernimmt das Feuer um 17.27 Uhr, die Eröffnungszeremonie der Paralympics beginnt um 20.00 Uhr. Wer die letzten Fackelträger sein werden, ist wie immer unter Verschluss. Die Spiele in Frankreichs Hauptstadt dauern bis zum 8. September.
Die Flamme wurde gestern im britischen Stoke Mandeville, der Wiege der Paralympischen Spiele, entzündet.
Lauf-Star pulverisiert Uralt-Weltrekord
Norwegens Lauf-Star Jakob Ingebrigtsen hat einen Uralt-Weltrekord der Leichtathletik klar verbessert. Der 5000-Meter-Olympiasieger lief über die nicht olympischen 3000 Meter in Chorzow 7:17,55 Minuten. Damit war der 23-Jährige beim Diamond-League-Meeting in Polen gut drei Sekunden schneller als Daniel Komen am 1. September 1996 in Rieti. Der Kenianer lief damals 7:20,67 Minuten.
"Wir wären ja naiv": Eberl macht Goretzka Hoffnung
Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl hat Leon Goretzka neue Hoffnungen auf eine Rückkehr auf den Platz gemacht. "Wir wären ja naiv, einen Spieler, den wir bezahlen, auf die Bank oder Tribüne zu setzen, wenn er besser ist als andere, die auf dem Platz stehen", sagte Eberl bei DAZN.
Nachdem Goretzka von Neu-Trainer Vincent Kompany für das DFB-Pokalspiel beim SSV Ulm (4:0) den Mittelfeldspieler nicht berücksichtigt worden war, stand der 29-Jährige beim ersten Saisonspiel wieder im Kader der Münchner. "Wenn Spieler sich entscheiden, bleiben zu wollen, dann sind sie 100-prozentiges Mitglied", sagte Eberl weiter.
Goretzka sei "damit hochprofessionell umgegangen, hat das akzeptiert. Er hat im Training sehr gute Leistungen gezeigt. Deswegen ist er auch heute im Kader", sagte Eberl, der aber auch hinzufügte: "Was über die Saison passiert, das wird man dann sehen."
"Bedeutet mir extrem viel": Terzic dankt BVB-Fans
Edin Terzic hat emotional auf die Grußbotschaft der organisierten Fan-Szene des BVB um die Ultra-Gruppierung "The Unity" reagiert: "Vielen, vielen Dank! Das bedeutet mir extrem viel", schrieb der Ex-Trainer unter einen Instagram-Post, in dem er ein entsprechendes Foto von der Südtribüne teilte.
Zum Saisonauftakt war dort ein Banner für den Mann, der in zwei Amtszeiten insgesamt zweieinhalb Jahre lang Cheftrainer bei den Westfalen war, ausgerollt worden: "Danke für alles Edin - Für immer Borusse!"
Vor seiner Zeit als Cheftrainer hatte der gebürtige Mendener bereits über zehn Jahre lang als Scout, Analyst, Jugendtrainer und Assistenztrainer beim BVB gewirkt.
Corona-Infektion bremst Weltmeister vor WM-Finale aus
Der mehrfache Kanu-Weltmeister Conrad Scheibner hat seine Medaillen-Mission bei der Weltmeisterschaft im usbekischen Samarkand abbrechen müssen. Der 28 Jahre alte Berliner, der bei den Olympischen Spielen in Paris nur Ersatzfahrer war, wurde von einem positiven Corona-Test ausgebremst. "Schon mit Übelkeit gekämpft. Kopfschmerzen und Gliederschmerzen gestern. Heute habe ich die Bestätigung erhalten", postete der Canadier-Spezialist vom SC Berlin-Grünau auf Instagram.
Über die olympische Distanz von 1000 Meter hatte Scheibner das interne Duell um das Paris-Ticket gegen den dreimaligen Olympiasieger Sebastian Brendel knapp verloren. Nun wollte sich der Berliner bei der WM auf der nicht-olympischen Distanz über 500 Meter mit den Medaillengewinnern aus Paris auf Augenhöhe messen. Er reagierte enttäuscht auf das WM-Aus: "Ich habe Schwierigkeiten, Worte zu finden, um zu beschreiben, wie ich mich gerade fühle."
Gellendes Pfeifkonzert: 1860 versemmelt Saisonstart komplett
Der Fehlstart von 1860 München in die neue Saison der 3. Fußball-Liga ist perfekt. Die Mannschaft von Trainer Argirios Giannikis verlor auch ihr drittes Spiel, nach dem 1:3 (0:1) gegen Viktoria Köln ließen die Sechzig-Fans ihrem Unmut freien Lauf. Schon zur Halbzeit gab es ein gellendes Pfeifkonzert, nach dem Schlusspfiff wurde es noch lauter.
Bryan Henning (26.) und der 17-jährige Said El Mala (49.) brachten die Domstädter in Führung. Raphael Ott (69.) verkürzte zwischenzeitlich für die Münchner, zum Ausgleich kamen die Gastgeber aber nicht mehr. Stattdessen stellte Serhat Güler (81.) den alten Vorsprung wieder her.
Nach dem dritten Spieltag stecken die Löwen noch ohne Punkt schon zu Saisonbeginn im Tabellenkeller fest. Auch in der Offensive hapert es, lediglich zwei Treffer stehen auf der Habenseite.
Eintracht gibt Flügelspieler erneut ab
Faride Alidou verlässt Eintracht Frankfurt und wechselt für die laufende Saison auf Leihbasis zum italienischen Erstligisten Hellas Verona. Der Klub besitze zudem eine Kaufoption für den 23 Jahre alten Flügelspieler, teilte der Fußball-Bundesligist mit.
"Für Faride ist es aktuell sehr wichtig, regelmäßig Spielzeit zu erhalten und sich im Wettbewerb zu messen. Bei Hellas Verona kann er in einer starken und spannenden Liga weitere Erfahrungen sammeln", sagte Eintracht-Sportdirektor Timmo Hardung laut Mitteilung. Alidou war im Sommer 2022 vom Hamburger SV nach Frankfurt gekommen. In der vergangenen Saison spielt er leihweise für den 1. FC Köln.
"Wortwahl total daneben": Zorniger bereut harsche Torhüter-Kritik
Einen Tag nach seiner schonungslosen Kritik an Torhüter Nahuel Noll hat sich Trainer Alexander Zorniger vom Fußball-Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth öffentlich entschuldigt. Er habe in der "Wortwahl total daneben gelegen", sagte er in einem in den Sozialen Medien veröffentlichten Video des Klubs. "Mir sind die Emotionen total durchgegangen", ergänzte Zorniger und betonte: "Das war überhaupt nicht notwendig, ich bin weit über das Maß hinausgegangen, was mir als Trainer zusteht."
Noll hatte am Samstag in der 81. Minute den Ausgleich zum Endstand von 1:1 gegen den SC Paderborn verschuldet - was seinen Trainer auf die Palme brachte. Noll solle so einen Fehler nicht nochmal machen, "sonst kann sein Berater gern bei mir anrufen, warum er nicht spielt."
"Ich habe mich bei Nahuel entschuldigt, ich habe mich bei der Mannschaft entschuldigt", berichtete Zorniger und bekannte: "Ich bin sehr oft an der Grenze dran im Willen, einen Spieler weiterzubringen, das ist mir in der Situation nicht gelungen."
Klub-Rücktritt? Neuer will vom "Tschüss" nichts hören
Der Rücktritt von Deutschlands Rekordtorwart Manuel Neuer aus der Fußball-Nationalmannschaft hat für ihn keine Auswirkungen auf die weitere Zukunft beim FC Bayern München. Der Vertrag des 38 Jahre alten Kapitäns beim deutschen Rekordmeister läuft im Sommer 2025 aus. "Aber ich gehe jetzt nicht mit dem Gedanken in die Saison, um danach Tschüss zu sagen", sagte Neuer dem "Kicker".
"Wenn wir die Saison mit dem neuen Trainerteam und mit neuem Schwung erfolgreich bestreiten, bedeutet das ja auch für mich, dass es Spaß macht", erklärte Neuer, der mit den Bayern und Neu-Coach Vincent Kompany auswärts gegen den VfL Wolfsburg in die neue Bundesliga-Spielzeit startet (15.30 Uhr/DAZN und im ntv.de-Liveticker).
"Und wenn der Spaß da ist, dann geht's für mich auf jeden Fall weiter", sagte Neuer zur Fortsetzung seiner Karriere über den kommenden Sommer hinaus. Ausschließen wolle er im Fußball aber generell nichts, weil "man bekanntlich nie weiß, was passiert".
Einstiger Sport-Punk fühlt sich "zu alt" für neue Tattoos
Während seiner aktiven Karriere war Ex-Handballer Stefan Kretzschmar auch für seine vielen, auffälligen Tattoos bekannt. Weitere Körperkunst wird beim mittlerweile 51 Jahre alten Funktionär aber wohl nicht dazukommen. "Ich bin zu alt", sagte der Vorstand Sport von Bundesligist Füchse Berlin der "Bild am Sonntag".
"Früher ließ ich mich auch tätowieren, um das Ergebnis oberkörperfrei zur Schau zu stellen. Heute sieht das nicht mehr so gut aus, wenn ich mein T-Shirt ausziehe", erklärte Kretzschmar mit einem Grinsen. "Meine Eitelkeit ist nicht weniger geworden. Aber der Körper veränderte sich. Leider."
Zu Beginn seiner Karriere seien viele Fans von seinem Aussehen - neben Tattoos auch Piercings und auffällige Frisuren - irritiert gewesen. Doch Kretzschmar nutzte die Aufmerksamkeit für sich. "Die Medien waren von mir fasziniert. Also bediente ich dieses Bild, war laut, frech und merkte, dass ich damit erfolgreich war."
Nolls Berater reagiert auf Zornigers gewaltigen Wut-Anfall
Der Berater von Torwart Nahuel Noll hat auf die ungewöhnlich scharfe öffentliche Kritik von Fürths Trainer Alexander Zorniger an seinem Klienten reagiert. Gerhard Poschner war dabei bemüht, keine weitere Konfrontation aufzubauen. "Alles halb so wild. Eine berechtigte Kritik von Alex, mit viel Emotion dabei, was unmittelbar nach dem Spiel eben auch passieren kann. Fußball ist eben auch Emotion", sagte Ex-Profi Poschner von der Agentur Vida 11 bei "skysport.de".
Zornigers Zorn nach dem 1:1 (0:0) im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen den SC Paderborn hatte sich mit deutlichen Worten und sogar einem Schuss Polemik vor der Sky-Kamera entladen. Der 21 Jahre alte Noll hatte mit einem schweren Fehler den Paderborner Ausgleich durch Adriana Grimaldi zum Endstand ermöglicht.
"Den Fehler sollte er nicht noch einmal machen, sonst kann sein Berater gern bei mir anrufen und fragen, warum er nicht spielt", sagte Zorniger unter anderem. "Nahuel hat einen Fehler gemacht und wird daraus definitiv lernen. Ein Spieler muss auch mit emotionaler Kritik umgehen können, vor allem wenn sie inhaltlich berechtigt ist und von seinem eigenen Trainer kommt", äußerte Poschner. Der von der TSG Hoffenheim ausgeliehene Noll sei "kein Weichei und kann damit sehr gut umgehen. Damit ist das Thema auch erledigt", meinte Poschner.
Völlig verzweifelte Augsburger verstehen die Regeln nicht mehr
Für Jess Thorup war die Sache klar. "Er", schimpfte der Trainer des FC Augsburg, "hat uns zwei Punkte genommen." Bei "er" handelte es sich um den Schiedsrichter, um Sascha Stegemann aus Niederkassel, der den Gastgebern 13 Minuten vor dem Ende des Spiels gegen Werder Bremen trotz Videostudiums einen Handelfmeter verweigerte. "Das war ein klarer Handelfmeter. Punkt. Ende", erboste sich Augsburgs Geschäftsführer Michael Ströll. Bremens Trainer Ole Werner wollte sich nach dem 2:2 (2:1) nicht an der "Detektivarbeit" in der Causa beteiligen, die Augsburger verstanden derweil die Welt nicht mehr, nachdem Werders Anthony Jung den Ball nach einer Flanke an den weit ausgestreckten linken Arm bekommen hatte. Stegemann, sagte Ströll, habe dies als "natürliche Handbewegung" gesehen. Kapitän Jeff Gouweleeuw ergänzte, der Schiedsrichter habe ihm gesagt, es sei "kein klares Handspiel" gewesen.
Was die Augsburger so erregte: Vier Tage vor dem Spiel hatten sie eine Regelschulung von Schiedsrichter Felix Brych bekommen - dabei "wurde uns ganz klar gesagt, dass die Schiedsrichter bei einer derartig abgespreizten Armhaltung Elfmeter pfeifen", berichtete Thorup. "Da brauchst du keine Regelschulung. Die Schiedsrichter sind mittlerweile völlig überfordert", moserte Gouweleeuw, und Thorup fragte: "Was soll ich jetzt meinen Spielern sagen?"
Bernhardsson schreibt Bundesliga-Geschichte und ist traurig
So richtig freuen konnte sich Alexander Bernhardsson nicht. Obwohl der Schwede als erster Torschütze des Neulings Holstein Kiel in der Fußball-Bundesliga gerade Geschichte geschrieben hatte, trauerte er dem verpassten Erfolgserlebnis mit dem 58. Bundesligisten der Historie hinterher. "Das erste Tor für Kiel in der Bundesliga bedeutet mir jetzt für den Moment nicht so viel. Es überwiegt die Trauer wegen der Niederlage", sagte Bernhardsson nach dem unglücklichen 2:3 (0:2) der Störche am ersten Spieltag bei der TSG Hoffenheim: "Aber es macht Spaß, mit Holstein in der Bundesliga zu sein. Wir haben jede Menge Kampfgeist in der Mannschaft. Wir geben so schnell nicht auf."
Tatsächlich waren die Kieler trotz eines Zwei-Tore-Rückstands zur Pause nahe an einem Punktgewinn in Sinsheim. Doch die Tore von Bernhardsson (63.) und Shuto Machino (89.) reichten nicht - TSG-Dreierpacker Andrej Kramaric ließ den Traum vom ersten Zähler im ersten Spiel platzen. Auch die Gelb-Rote Karte (82.) des eingewechselten Andu Kelati half nicht gerade weiter.
Uli Hoeneß reagiert auf den Tod von Christoph Daum
Der deutsche Fußball trauert um Christoph Daum. "Christoph Daum hat den deutschen Fußball maßgeblich geprägt", sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf. "Er war ein Pionier des modernen Spiels und in Sachen Fußball bis zuletzt streitbar und leidenschaftlich." Der langjährige Bundesligatrainer habe "den Fußball mit jeder Faser seines Körpers gelebt. Christoph Daum genoss im In- und Ausland einen enormen Respekt."
Daum war am Samstag nach einem langen Kampf gegen den Krebs gestorben, er wurde 70 Jahre alt. Er war über viele Jahre einer der schillerndsten Trainer im Profifußball. "Christoph Daum ist sein ganzes Leben keinem Disput aus dem Weg gegangen, aber wir beide haben vor langer Zeit unseren Frieden gemacht, und die Nachricht von seinem Tod macht auch mich sehr betroffen", sagte Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern. Daum habe "tapfer gegen seine Krankheit gekämpft und dabei mit seinem offenen Umgang mit dem Thema auch vielen betroffenen Menschen Mut gemacht".
Mick Schumacher winkt offenbar Blitz-Comeback in Formel 1
Mick Schumacher gilt angeblich als Kandidat beim Formel-1-Team Williams für den Fall einer vorzeitigen Trennung vom US-Piloten Logan Sargeant. Dies berichtet das Fachmagazin "Auto, Motor und Sport" am Rande des Grand Prix der Niederlande in Zandvoort. Sargeant muss Williams ohnehin zum Ende dieser Saison verlassen, um Platz für Carlos Sainz von Ferrari zu machen. Doch nach dem Crash des 23-Jährigen im Abschlusstraining von Zandvoort, als der Wagen so demoliert wurde, dass dieser nicht mehr rechtzeitig für die Qualifikation repariert werden konnte, gilt auch eine vorzeitige Trennung von Sargeant als nicht ausgeschlossen.
"Da haben hundert Leute wochenlang an unserem großen Upgrade gearbeitet und sich die Finger wund geschuftet, dass wir zwei Autos mit den neuen Teilen einsetzen können. Und dann liegt alles innerhalb einer Sekunde in Trümmern. Es war ein unnötiger Unfall", sagte Williams-Teamchef James Vowles. "Auto, Motor und Sport" zufolge bietet sich das Rennen kommende Woche in Monza für einen Fahrertausch an. Anschließend sind die Grand Prix in Baku und Singapur, auf den engen Stadtkursen ist das Risiko für einen Unfall aber erheblich größer. Williams bezieht Motoren von Mercedes, weshalb eine Absprache in Sachen Mick Schumacher nicht schwer wäre. Er ist Ersatzpilot bei den Silberpfeilen und will endlich wieder ein Stammcockpit in der Formel 1.
Meister, Kämpfer, Trainer-Legende: Nachruf auf Christoph Daum
Humormensch, Meistermacher, Trainer-Legende: Christoph Daum gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Nach seinem Drogenskandal im Jahr 2000 kämpft er sich auf die Trainerbank zurück, ist zuletzt Nationaltrainer der rumänischen Nationalmannschaft. Nun ist Daum nach langem Kampf gegen den Krebs gestorben.
Bayern-Torwart knöpft sich wütenden Zweitliga-Coach vor
Beim 1:1 zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem SC Paderborn ebnete ein dicker Patzer von Fürth-Keeper Nahuel Noll den Gästen den Weg zum Ausgleich. Anstatt Rückendeckung erfuhr der 21-Jährige anschließend eine heftige und öffentliche Schelte seines Trainers Alexander Zorniger. Ein Umstand, der Torwart-Routinier Sven Ulreich vom FC Bayern auf die Palme bringt.
"Den Fehler sollte er nicht noch einmal machen, sonst kann sein Berater gern bei mir anrufen und fragen, warum er nicht spielt", wütete Zorniger hernach bei "Sky" in Richtung seines Schlussmannes. Harte Worte, die Sven Ulreich vom FC Bayern so nicht stehen lassen wollte. "Unfassbar, solch eine Aussage von einem Trainer in der Öffentlichkeit", kommentierte der 36-Jährige, der in München als Stellvertreter von Manuel Neuer fungiert, unter einen Post auf Instagram, der Zorniger Ausfall im Video zeigt. Noll hatte mit einem schweren Patzer den Ausgleich gegen den SC Paderborn eingeleitet. Der deutsche Junioren-Nationalspieler, der erst seine dritte Partie auf Profiebene bestritt, spielte den Ball auf Höhe der Strafraumkante in die Füße vom SCP-Angreifer Adriano Grimaldi, der das unerwartete Geschenk in der 81. Minute dankbar annahm.
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Marco Reus feiert Traumeinstand in der Stadt der Engel
Marco Reus hat nach seinem Wechsel in die USA einen Traumeinstand für Los Angeles Galaxy hingelegt. Der ehemalige Dortmunder bereitete 14 Minuten nach seiner Einwechslung das 1:0 von Riqui Puig (76. Minute) vor und traf selbst zum 2:0-Endstand (84.) gegen Atlanta United in der Major League Soccer. Sein erstes Tor im Trikot des ehemaligen Klubs von David Beckham und Zlatan Ibrahimović feierte Reus mit einer für die Westküstenstadt bedeutsamen Geste: Er formte mit beiden Händen die Buchstaben L und A. Reus hatte in der vergangenen Woche einen Zweieinhalbjahresvertrag bei Los Angeles Galaxy unterschrieben. Er spielt erstmals in seiner Karriere im Ausland. Sein Vertrag bei Borussia Dortmund war nach zwölf Jahren ausgelaufen.
Nach Bayer-Drama: Gladbach-Fans starten Petition zur Abschaffung des VAR
Der FPMG Supporters Club des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hat nach den wilden Diskussionen rund um das Eröffnungsspiel gegen Bayer Leverkusen (2:3) eine Petition zur Abschaffung des Video-Assistenten gestartet. "Der VAR schadet dem Fußball mehr, als er ihm nützlich ist", heißt es unter anderem in der Begründung. Das FPMG gehört mit rund 7000 Mitgliedern zu den größten Fanvertretungen in Deutschland. "Die gewünschte Gerechtigkeit wird nicht erreicht und der Fußball verliert zusätzlich seine Attraktivität. Die Basis für Leidenschaft im Fußball wird durch den VAR zerstört", heißt es in der Petition des FPMG-Vorsitzenden Thomas Ludwig, die seit Samstagabend auf der Plattform change.org unterzeichnet werden kann: "Der Fußball ist am Ende der Verlierer."
Im Heimspiel der Borussia gegen Leverkusen hatte der "Kölner Keller" mehrfach eingegriffen. Vor allem der späte Elfmeterpfiff für Leverkusen sorgte für Diskussionen. Selbst nach Ansicht der TV-Bilder war strittig, ob Gladbachs Abwehrspieler Ko Itakura gegen Amine Adli auch den Ball oder nur den Gegenspieler traf. Schiedsrichter Robert Schröder hatte die Szene zunächst laufen lassen, ehe der VAR eingriff.
Trainersensation Hürzeler wird von Emotionen übermannt
Der Last-Minute-Sieg gegen den englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United hat bei Fabian Hürzeler für große Gefühle gesorgt. "Es war sehr emotional", berichtete der Teammanager von Brighton & Hove Albion nach dem 2:1 (1:0) gegen die Red Devils. "Deshalb liebe ich diesen Job. Diese Emotionen kann man nicht kaufen, und man bekommt sie auch nirgendwo anders." Mit zwei Siegen aus zwei Spielen legte der abgewanderte Aufstiegstrainer des FC St. Pauli einen Traumstart auf der Insel hin. Am Samstag sorgte bei Hürzelers Heim-Debüt Siegtorschütze Joao Pedro (90.+5) per Kopf für Riesenjubel im Falmer Stadium, nachdem Amad Diallo (60.) die Führung von Danny Welbeck (32.) ausgeglichen hatte.
Hürzeler, der mit 31 Jahren jüngste Coach der englischen Top-Liga, war aus Hamburg auf die Insel gewechselt. In der Vorwoche hatte er durch ein 3:0 beim FC Everton einen Traumeinstand gefeiert. Verwundert ist der Nachfolger von Roberto de Zerbi über die gute Frühform seines Teams nicht. "Das ist keine Überraschung. Es gibt hier einige großartige Persönlichkeiten. Es ist eine Gemeinschaft und wie eine Familie. Jeder ist dabei", schwärmte Hürzeler, der aber keineswegs abhebt: "Ich bin realistisch, niemals euphorisch, denn wenn man euphorisch ist, verliert man den Fokus auf die realistischen Dinge."
Zwei Tore in fünf Minuten: In Leipzig reift ein neuer Haaland
Ein gewisser Erling Haaland war sogar noch eine Minute schneller. Als der norwegische Wunderstürmer im Januar 2020 für den BVB debütierte, traf er in der 59. Minute erstmals in der Fußball-Bundesliga - nur drei Minuten nach seiner Einwechslung. Sein Landsmann Antonio Nusa schoss am Samstag ebenfalls in der 59. Minute sein erstes Tor in Deutschlands Elite-Liga. Beim 1:0 von RB Leipzig war der 19-Jährige in der 55. Minute eingewechselt worden.
"Er ist ein toller Junge", sagte RB-Trainer Marco Rose. "Als er reinkam, ist gleich irgendwie etwas passiert. Eine Eins-gegen-Eins-Situation, Freistoß gezogen, gute Dynamik, gutes Spielverständnis. Er ist trotzdem erst 19 Jahre und hat das Tor gemacht." Es war sogar jenes entscheidende, das einen fast schon üblichen sieglosen Leipziger Saison-Start verhinderte. Schon im Pokal bei Rot-Weiss Essen hatte Nusa gezeigt, dass er keinen langen Anlauf braucht. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung traf der für 21 Millionen Euro vom FC Brügge verpflichtete Offensivspieler beim Drittligisten. Insgesamt brauchte Nusa somit für zwei Tore nur fünf Minuten.
Die Quote ähnelt der seines Nationalmannschaftskollegen Haaland, doch da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Nusa agiert nicht in vorderster Reihe, kommt mit seinem Tempo lieber aus der Tiefe und über die Außenbahn. Zudem liegt in Bereichen, die zu Haalands großen Stärken zählen, noch Arbeit vor ihm. "Ich glaube, Wettkampfhärte, Körperlichkeit sind Dinge, die wir bei ihm weiterentwickeln können", sagte Rose.