Profi wird nach Horror-Check gesperrt, Opfer verlässt Krankenhaus
Der Kanadier Yannick Veilleux ist nach seinem brutalen Check gegen den Mannheimer Luke Esposito für sechs Spiele der Deutschen Eishockey Liga gesperrt worden. Das teilte die DEL heute einen Tag nach dem Spiel zwischen Veilleux' Eisbären Berlin bei den Adlern (1:7) mit. Esposito war nach minutenlanger Behandlung liegend und fixiert vom Eis gebracht worden. Auf der Spielfläche waren Blutspuren zu sehen.
Heute gab sein Verein eine erste vorsichtige Entwarnung: "Wir sind sehr erleichtert, dass Luke Esposito heute Abend aus dem Krankenhaus entlassen wurde", teilten die Adler mit. Weitere Informationen zum Gesundheitszustand gab es zunächst nicht.
Der US-Amerikaner war am Freitag in die BG-Klinik in Ludwigshafen gebracht worden. "Die Anteilnahme unserer Fans am Wohlergehen von Luke hat uns sehr bewegt. Wir wünschen unserem Angreifer eine schnelle Genesung, der durch seine Frau Kelly liebevoll unterstützt wird", schrieb der Klub auf seiner Homepage.
In der Urteilsbegründung der Liga hieß es, Veilleux habe Esposito "rücksichtslos und ohne anderen Zweck" gecheckt. Außerdem habe der 32-Jährige, der als Wiederholungstäter eingestuft wurde, "übermäßige und überflüssige Kraft" aufgewendet und damit eine Verletzung seines Gegenspielers in Kauf genommen. Veilleux muss für seine Aktion, die als "Behinderung" gewertet wurde, auch eine Geldstrafe bezahlen.
FC Bayern droht der nächste prominente Ausfall
Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München muss in der Defensive den nächsten Ausfall befürchten. Beim souveränen 4:1-Erfolg bei der TSG Hoffenheim verletzte sich Innenverteidiger Minjae Kim an der Wade. Der Südkoreaner wurde nach 69 Minuten ausgewechselt und durch Dayot Upamecano ersetzt. Mehr Details gab es zunächst nicht.
"Die Diagnose haben wir noch nicht. Wir müssen einfach abwarten", sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem Erfolg. Trainer Vincent Kompany setzt in der Abwehrzentrale normalerweise auf Nationalspieler Jonathan Tah und Upamecano, rotierte nach kräftezehrenden Wochen zum Saisonstart aber am vierten Bundesliga-Spieltag bei der TSG.
Auch Stanisic verletzt
Schon das 3:1 gegen Club-Weltmeister FC Chelsea zog unter der Woche einen Ausfall nach sich. Josip Stanisic erlitt nach Angaben der Münchner eine Teilverletzung des Innenbands am rechten Kniegelenk.
"Sehr traurig": Böse Klatsche tut Sandro Wagner "sehr weh"
Augsburgs Trainer Sandro Wagner schüttelte fassungslos den Kopf und verschwand nach der bösen Klatsche gegen den FSV Mainz 05 mit finsterer Miene in der Kabine. Anstatt mit dem FCA den erhofften ersten Heimsieg zu landen, kassierte sein desolat auftretendes Team ein verdientes 1:4 (0:2) gegen den bis dahin noch sieglosen Conference-League-Starter.
"Wir haben uns viel vorgenommen. Es tut mir leid für die Zuschauer. Ich habe den Anspruch, den Zuschauern ein schönes Jahr zu bereiten. Und mit schönem Fußball den Fans schöne Nachmittage zu bereiten. Das ist uns nicht gelungen und tut wirklich weh. Ich bin sehr traurig", sagte Wagner nach der schmerzhaften Lektion restlos bedient.
Historischer Torhagel: FC Bayern feiert Rekord-Saisonstart
Vier Siege in vier Spielen, dazu schon 18 Tore - und nur drei Gegentreffer: Bayern München hat für einen weiteren Rekord gesorgt und den besten Saisonstart der Bundesliga-Geschichte hingelegt. Der deutsche Rekordmeister übertraf durch das 4:1 (1:0) bei der TSG Hoffenheim seine eigene Bestmarke aus der Vorsaison.
Zwölf Punkte nach vier Spieltagen bei einem Torverhältnis von 18:3 waren zuvor noch keinem Team gelungen, auch 18 Treffer in den ersten vier Bundesliga-Spielen sind Rekord. Borussia Mönchengladbach hatte in der Saison 1967/68 zu diesem Zeitpunkt 17 Tore erzielt. Schon in der ersten Spielzeit unter Trainer Vincent Kompany waren die Bayern perfekt gestartet (12 Punkte, 16:3 Tore).
Torjäger Harry Kane erzielte in Sinsheim einen Dreierpack (44./48./77.), darunter zwei Treffer vom Punkt. Damit hat Kane seine ersten 17 Elfmeter in der Bundesliga alle verwandelt.
Deutschland bei Vielseitigkeits-EM klar auf Goldkurs
Deutschland liegt bei der Europameisterschaft der Vielseitigkeitsreiter in Großbritannien klar auf Goldkurs in der Mannschaftswertung. Im Kampf um den siebten EM-Titel führt das Team um den viermaligen Olympiasieger Michael Jung nach der zweiten Teilprüfung im Gelände mit 113,7 Minuspunkten deutlich vor Irland (150,7) und der Schweiz (161,3).
Die Goldmedaille ist nach einem überzeugenden Auftritt auf der anspruchsvollen Geländestrecke rund um den Blenheim Palace in der britischen Grafschaft Oxfordshire vor dem abschließenden Springen am Sonntag (12.00 MESZ) zum Greifen nahe, das Doppel-Gold hat der dreimalige Einzel-Europameister Jung jedoch nicht mehr in der eigenen Hand: Der Führende nach der Dressur leistete sich mit seinem Hengst Chipmunk einige Zeitfehler zu viel (28,3) und fiel auf den zweiten Rang hinter die Britin Laura Collett zurück (26,6). Auf Rang drei liegt ihr Kollege Tom McEwen (33).
Team "aus Sicherheitsgründen" zurückgezogen: Schwere Verletzungen sorgen für Diskussionen
Die von mehreren schweren Stürzen überschattete Wettkampf-Premiere auf den umgebauten Olympiaschanzen von Predazzo hat zu einer Sicherheitsdebatte im Skispringen geführt. Nachdem sich am Freitag die kanadische Ex-Weltmeisterin Alexandria Loutitt wie zuvor schon die Österreicherin Eva Pinkelnig eine üble Knieverletzung zugezogen hatte, zog Österreichs Verband seine Springerinnen heute "aus Sicherheitsgründen" zurück.
Die Bedenken gelten dabei weniger den Schanzen im Val di Fiemme, die erst mit reichlich Verspätung zur Olympiasaison fertiggestellt wurden, als vielmehr den Sprunganzügen der Frauen, die Grund für die schweren Crashs sein sollen.
"Auch wenn wir immer für Gleichberechtigung kämpfen, finde ich, man sollte einen Schritt zurück machen, dass wir ein bisserl gebremst werden und wir harmonischer zur Landung kommen", sagte ÖSV-Springerin Chiara Kreuzer im ORF. Mathias Häfele, Materialchef im Weltverband FIS, sagte: "Man kann den Anzug vom Volumen größer machen und die Schrittlänge verändern. Das sind die beiden Faktoren, wo man am leichtesten ansetzen kann."
Loutitt, Lebensgefährtin von Österreichs Tourneesiegerin Daniel Tschofenig, hat sich ersten Erkenntnissen zufolge bei dem Mattenspringen einen Kreuzbandriss zugezogen.
Deutsche Zehnkampf-Stars sind voll dabei im Medaillenkampf
Zehnkampf-Star Leo Neugebauer ist bei der Leichtathletik-WM mittendrin im Rennen um die Medaillen - für Gold muss sich der Olympia-Zweite morgen aber gewaltig steigern. Zur Halbzeit liegt Neugebauer mit 4455 Punkten auf Rang vier, besser waren am ersten Tag nur der in Führung liegende US-Amerikaner Kyle Garland (4707), der ebenfalls starke Sander Skotheim (4543/Norwegen) und Ayden Owens-Delerme (4487/Puerto Rico).
Niklas Kaul (4167) präsentiert sich bisher auch in einer richtig guten Verfassung und hat sich zunächst auf Rang acht eingereiht, der Ex-Weltmeister hat seine großen Stärken am zweiten Wettkampftag und kann dann noch eine Aufholjagd in Richtung einer Top-Platzierung oder im besten Fall sogar dem Podium starten.
Fünf Neue, auch Jackson spielt: Beim FC Bayern wird kräftig rotiert
Gewaltige Rotation bei Bayern München: Drei Tage nach dem Sieg des deutschen Rekordmeisters in der Champions League gegen Klub-Weltmeister FC Chelsea (3:1) setzt Trainer Vincent Kompany am 4. Spieltag der Fußball-Bundesliga bei der TSG Hoffenheim in fast allen Mannschaftsteilen auf neues Personal.
Für Josip Stanisic (verletzt), Dayot Upamecano, Joshua Kimmich, Michael Olise und Serge Gnabry (alle Bank) beginnen Sacha Boey, Minjae Kim, Leon Goretzka, Lennart Karl und Nicolas Jackson. Der senegalesische Angreifer Jackson feiert sein Startelfdebüt im Trikot der Münchner.
Favorit verpatzt Wechsel, Deutschland jubelt
Die deutsche Sprintstaffel um Gina Lückenkemper ist bei der Leichtathletik-WM ins Finale (Sonntag, 14.06 Uhr MESZ/ARD und Eurosport) gestürmt. Das DLV-Quartett mit Sina Mayer, Rebekka Haase, Sophia Junk und Schlussläuferin Lückenkemper landete im zweiten Vorlauf nach ausgezeichneten 41,86 Sekunden auf Rang zwei und geht mit der insgesamt drittbesten Zeit in die Medaillen-Entscheidung.
Die USA liefen ohne die noch geschonte Doppel-Weltmeisterin Melissa Jefferson-Wooden in starken 41,60 Sekunden die Bestzeit. Jamaika, ebenfalls noch nicht in Bestbesetzung, gewann in 41,80 Sekunden den ersten Vorlauf.
Für die deutschen Männer reichte es erstmals seit 2015 in Peking (Platz vier) wieder für den Endlauf (Sonntag, 14.20 Uhr MESZ). Deniz Almas, Marvin Schulte, Owen Ansah und Lucas Ansah-Peprah kamen in starken 38,12 Sekunden auf Platz drei ihres Vorlaufs.
Das DLV-Quartett profitierte vom Patzer des Mitfavoriten Jamaika. Das Team um 100-m-Weltmeister Oblique Seville verpatzte den letzten Wechsel und kam nicht ins Ziel. Im zweiten Vorlauf erwischte es zudem die Briten und Südafrika.
Wildes Gerücht: FC Bayern baggert an Barcelona-Star
Mittelfeldstratege Frenkie de Jong vom FC Barcelona wird einmal mehr mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Gerüchte um ein Interesse des deutschen Rekordmeisters am 28 Jahre alten Niederländer sollen zuletzt wieder lauter geworden sein, schreibt das spanische Transfer-Portal "Fichajes.net". Kein Wunder, ist de Jong doch nach jetzigem Stand im kommenden Sommer ablösefrei zu haben, da sein Vertrag bei Barca ausläuft.
Dort bereitet man sich derzeit darauf vor, mit harten Bandagen um einen Verbleib des Leistungsträgers zu kämpfen. Trainer Hansi Flick soll bei der Vereinsführung seine große Wertschätzung für de Jong hinterlegt haben, genauso wie den Wunsch, die Verhandlungen über eine Verlängerung zu forcieren.
Der 60-malige Nationalspieler der Elftal selbst hatte zwar im Rahmen der Sommer-Vorbereitung einen Verbleib bei Barca angedeutet. Vollzug wurde seitdem aber nicht gemeldet. De Jong soll dem aktuellen Bericht zufolge vielmehr keinen Grund zu großer Eile bei seiner Zukunftsentscheidung sehen und wolle für den Fall eines Verbleibs von den Katalanen sowohl sportliche als auch finanzielle Garantien haben, heißt es. Gerade Letzteres dürfte für das klamme Barca eine größere Hürde darstellen. Auch in der Kabine des spanischen Doublesiegers soll die Causa de Jong ein Thema sein. Der Routinier wird dort dem Vernehmen nach nicht nur als sportliche Säule, sondern auch als stiller Anführer geschätzt.
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Drei Profis tot: Mordwelle erschüttert ecuadorianischen Fußball
Eine Serie tödlicher Angriffe erschüttert den ecuadorianischen Fußball: Am Freitag ist mit Jonathan González bereits der dritte Profi seit Anfang September getötet worden. Der 31 Jahre alte viermalige Nationalspieler vom Zweitligisten 22 de Julio FC erlag nach Polizeiangaben Schussverletzungen, die er bei einem Angriff in einem Wohnhaus in der Küstenprovinz Esmeraldas erlitten hatte. Ein weiteres, bislang nicht identifiziertes Opfer starb auf dem Weg ins Krankenhaus, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.
Bereits zu Beginn des Monats waren zwei Spieler des Zweitligisten Exapromo Costa FC bei einem bewaffneten Angriff ums Leben gekommen. Nach Angaben des Klubs wurden Maicol Valencia und Leandro Yepez Opfer einer Attacke, die eigentlich einem anderen Ziel gegolten habe. Ecuador liegt zwischen Kolumbien und Peru, den größten Kokainproduzenten der Welt, und hat sich zu einem Ausgangspunkt für rund 70 Prozent des globalen Kokainhandels entwickelt. Mit dem Erstarken rivalisierender Banden schnellte die Mordrate von sechs Tötungsdelikten pro 100.000 Einwohner im Jahr 2018 auf den Rekordwert von 47 im Jahr 2023, bevor sie im vergangenen Jahr auf 38 sank.
Jairus Birech stirbt mit nur 32 Jahren
Die Leichtathletik trauert um Jairus Birech. Der kenianische Hindernisläufer starb mit nur 32 Jahren, vermelden Medien in Kenia. Birech war Mitte der 2010er Jahre einer der weltweit stärksten Läufer über 3000 Meter Hindernis. Sowohl 2014 als auch 2015 lief er Weltjahresbestzeit. Er gewann zehn Rennen der Diamond League und 2014 das Finale der Diamond League. Seine persönliche Bestzeit von 7:58,41 Minuten zählt zu den zwölf schnellsten je gelaufenen Zeiten über 3000 Meter Hindernis. In den späteren Jahren seiner Karriere wechselte er von der Bahn auf die Straße.
MMA-Power gegen Absturz? Kloses Krisen-Fußballer holen sich Kampfsport-Hilfe
Die Zweitliga-Saison ist noch jung, doch für den Traditionsklub Nürnberg läuft schon jetzt der Abstiegskampf. Für den Kampf-Teil der Mission Klassenerhalt holt sich das Team um Coach Miroslav Klose Spezialisten-Hilfe: MMA-Kämpfer Jessin Ayari bringt die Fußballer ins Schwitzen.
Starke Schmerzen: Deutscher Zehnkämpfer muss bei WM aufgeben
Der deutsche Zehnkämpfer Till Steinforth muss bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio nach drei Disziplinen aufgeben. "Nach Rücksprache mit dem Trainer-Team, den Medizinern und meiner Familie muss ich schweren Herzens den WM-Zehnkampf vorzeitig beenden", erklärte Steinforth, der Schmerzen an der Leiste hat.
Der 23-Jährige hatte sich in diesem Sommer einer Operation an der Leiste unterziehen müssen. Anschließend konnte er sich nicht optimal auf die Titelkämpfe vorbereiten. "Es ging mir von Tag zu Tag besser, ich hatte immer weniger Schmerzen. Im Precamp habe ich mich richtig gut gefühlt", sagte Steinforth. Im Wettkampf habe er aber feststellen müssen, dass die "Schmerzen einfach zu groß" seien. Nach dem 100-Meter-Auftakt, dem Weitsprung und dem Kugelstoßen belegte er mit 2367 Punkten Platz 22 und blieb dabei unter seinen Möglichkeiten.
Während für Steinforth die WM beendet ist, unterstrich der Olympia-Zweite Leo Neugebauer in Abwesenheit eines weiteren Konkurrenten seine Medaillenambitionen. Nach den ersten drei Disziplinen belegt der 25-Jährige den insgesamt zweiten Platz. Im Kugelstoßen erreichte Neugebauer mit 16,70 Metern die insgesamt zweitbeste Weite. Zuvor hatte er im Weitsprung nach einem Fehlversuch kurz zittern müssen. Mit 2765 Zählern hat er 162 Punkte Rückstand auf den führenden Amerikaner Kyle Garland. "Ich bin gesund, mir geht es gut, geiler Kugel-Wettkampf. Ich habe Bock", sagte Neugebauer. Mit 2736 Punkten ist der Schweizer Simon Ehammer Dritter.
Deutsche Basketball-Ikone hat einen ganz, ganz großen Traum
Einst spielten Dennis Schröder und Daniel Theis in Braunschweig Seite an Seite Basketball, jetzt träumt der Nationalmannschaftskapitän von einer Wiedervereinigung der Welt- und Europameister. "Es wäre geil, wenn wir es schaffen, in einem NBA-Team zu spielen", sagte Schröder der Braunschweiger Zeitung. Theis, der im Februar nach acht NBA-Jahren zur AS Monaco gewechselt war, hatte am Rande der EM scherzhaft gesagt, er warte auf einen Anruf aus Sacramento. Dort spielt Schröder ab der neuen Saison für die Kings.
"Ich bin da dran", sagte Schröder, "ich hätte das machen sollen, bevor ich unterschrieben habe. Für mich wäre das alles, jemanden im Team zu haben, den man kennt. Dann fühlt man sich direkt wohl, es gibt nichts Besseres." Derzeit seien bei den Kaliforniern alle Kaderplätze besetzt, aber der Manager habe gesagt, "wenn sich was auftut, sagt er mir direkt Bescheid", so Schröder.
Der Point Guard schätzt "Big Man" Theis, mit dem er 2023 WM-Gold in Manila und in diesem Jahr EM-Gold in Riga geholt hatte, sehr. "Wenn ich mir eine Person aussuchen könnte, mit der ich auf dem Feld in einen Fight gehe, dann ist das Daniel", sagte Schröder: "Weil der einfach ganz genau weiß, wie ich ticke. Egal, was ich sage, egal, wie ich schreie, er weiß ganz genau, es kommt von einer guten Stelle, einfach um uns besser zu machen." "Mit Daniel von Braunschweig aus mit 13, 14 Jahren so durchgestartet zu sein und jetzt mit 32, 33 zu sehen, was wir geschafft haben", so Schröder, "ist verrückt und bedeutet uns sehr viel."
Wildes Gerücht: Supertrainer Hansi Flick will BVB-Lebensversicherung
Bedient sich der FC Barcelona im kommenden Sommer beim BVB? Geht es nach einem Bericht des Portals "fichajes.net" ist dies durchaus möglich. Dort heißt es, dass die Katalanen großes Interesse an einer Verpflichtung von Top-Torjäger Serhou Guirassy haben.
Dortmunds Mann mit eingebauter Tor-Garantie (43 Treffer in 55 Pflichtspielen für den BVB) stehe auf Barcas Einkaufsliste weit oben. Der 29-Jährige gelte bei Sportchef Deco und Co. als idealer Nachfolger für Robert Lewandowski, der in diesem Jahr seine letzte Saison für den spanischen Meister spielen könnte, schreibt "fichajes".
Insgesamt, so mutmaßt der Bericht, könnte ein Transfer in die Größenordnung von 100 Millionen Euro vorstoßen. Guirassy wechselte im Sommer 2024 vom VfB Stuttgart zum BVB und entwickelte sich schnell zum unverzichtbaren Leistungsträger. Dennoch gab es rund um den Nationalspieler Guineas in den letzten Wochen immer wieder Abschiedsgerüchte. Auch weil es diese Gerüchte gab, sollen sich die Dortmunder letztlich für die Verpflichtung von Fábio Silva entschieden haben, der Guirassy im Fall eines Abgangs als Nummer neun beerben könnte.
Mehr zum spektakulären Gerücht natürlich wie immer hier bei den Kollegen von sport.de
Jannik Sinner: Rapper Fedez entschuldigt sich für Hitler-Vergleich
Der Italo-Rapper Fedez hat sich wegen eines Vergleichs des Tennis-Weltranglistenzweiten Jannik Sinner mit Adolf Hitler entschuldigt. Bei einem Konzert in Mailand sagte der 35-Jährige, er habe mit einem neuen Lied ein "riesiges Durcheinander" angerichtet. "Das Einzige, was ich tun kann, ist, um Entschuldigung zu bitten." Der Rapper hatte Sinner, der aus Südtirol kommt, vorgehalten, Italienisch "mit einem Akzent wie Adolf Hitler" zu sprechen. Daraufhin brach in Italien eine Welle der Empörung über ihn herein.
In dem Song heißt es wörtlich: "Der Italiener hat ein neues Idol, das Jannik Sinner heißt. Reinblütiger Italiener mit einem Akzent wie Adolf Hitler." Der Tennisspieler ist in Sexten in Südtirol aufgewachsen. In Italiens nördlichster Region sprechen die meisten Einheimischen sowohl Deutsch als auch Italienisch. Fedez - eigentlich Federico Leonardo Lucia - ließ offen, ob er sich bei Sinner auch persönlich entschuldigt hat. Der Tennisspieler reagierte bislang nicht auf das Lied.
Erneutes Eiskunstlauf-Fiasko kündigt sich an
Dem deutschen Eiskunstlauf-Team drohen im kommenden Jahr Olympische Winterspiele ohne Startplatz in den Einzelkonkurrenzen. Bei der Olympia-Qualifikation in Peking kam der erst 17-jährige Genrikh Gartung im Kurzprogramm bei einer Pirouette zu Fall. Vor der Kür am Sonntag (7.45 Uhr) belegt Gartung mit 69,51 Punkten den neunten Rang. In der chinesischen Millionenmetropole werden bei den Männern die letzten fünf Quotenplätze für die Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo vergeben. Rang fünf ist mit 4,05 Punkten Rückstand noch in Reichweite für Gartung.
Bei der Olympia-Quali sind unter Auflagen auch Sportlerinnen und Sportler aus Russland startberechtigt. Der Eislauf-Weltverband Isu kommt damit der Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nach, russische und belarussische Sportlerinnen und Sportler unter neutraler Flagge starten zu lassen. Es ist für sie die einzige Chance, sich für die Spiele zu qualifizieren.
Der in Russland geborene Gartung gilt als große deutsche Nachwuchshoffnung. Für Olympia wäre der Vierfachspringer derzeit aber nicht startberechtigt, da er noch keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. In Peking werden auch in den anderen Disziplinen Olympia-Tickets vergeben. Während die Deutsche Eislauf-Union im Paarlauf zwei und im Eistanz einen Startplatz für die Spiele in Italien sicher hat, wird definitiv keine Frau im Einzelwettbewerb vertreten sein. Die Deutsche Eislauf-Union verzichtete darauf, eine deutsche Läuferin für die Qualifikation zu melden.
"Sind keine Kinder": Vincent Kompany hat volles Vertrauen, trotz Oktoberfest
Trainer Vincent Kompany will den Profis des FC Bayern während der Oktoberfest-Zeit keine Fesseln anlegen. "Ob jetzt Wiesn ist oder nicht, wir müssen unser Leben leben wie normal, damit wir immer die Leistungen bringen", sagte der Belgier einen Tag vor Beginn des Oktoberfests am Samstag: "Ich meine, das sind keine Kinder. Die haben auch Kinder zu Hause. Die wissen, was richtig ist, was falsch ist."
Der Rekordmeister plant seinen traditionellen Oktoberfest-Besuch wohl für den 5. Oktober, den Tag nach dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt - die Spieler gehen ab und zu jedoch auch privat auf die Wiesn. Er werde in den kommenden zwei Wochen "auch ganz genau auf euch schauen", scherzte Kompany in Richtung der anwesenden Journalisten. "Es gibt natürlich ein besonderes Gefühl in München in dieser Zeit", sagte der 39-Jährige: "Das spüren wir alle."
Sorgen, dass seine Spieler über die Stränge schlagen könnten, hat Kompany jedoch nicht. Er habe in diesem Fall wie auch sonst "Vertrauen" in seine Mannschaft: "Und wenn was passiert, dann lösen wir das zusammen. Ich bin Trainer, ich weiß, dass das dazu gehört."
Doch noch Gold für Deutschland? Olympiasiegerin Ogunleye erreicht WM-Finale
Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye hat in der Qualifikation bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio kurzen Prozess gemacht und greift heute (12.54 Uhr) nach einer Medaille. Die 26-Jährige katapultierte die Kugel in ihrem ersten Versuch auf 19,65 Meter und übertraf als Beste die notwendige Qualifikationsweite von 19,20 Metern zum Einzug ins Finale locker.
"Jeder Stoß, den man sparen kann, bedeutet mehr Kraft für den Abend", sagte Ogunleye. Nach ihrem Gold-Coup bei den Sommerspielen in Paris im vergangenen Jahr zählt die Deutsche in Tokio zum Kreis der Medaillenkandidatinnen. Favoritinnen auf Gold sind aber angesichts der Vorleistungen in diesem Jahr andere. Auch bei den Olympischen Spielen hatte Ogunleye nicht zu den Favoritinnen gezählt. Ogunleye ist nicht die einzige Deutsche im Finale. Auch ihre Teamkolleginnen Katharina Maisch (18,82 Meter) als Zehnte und Alina Kenzel (18,56 Meter) als Elfte stehen im Endkampf, zählen dort aber zu den Außenseiterinnen.
Nächster Trainer vor Rauswurf: Manchester United ist ein Trümmerhaufen
Vier Punkte nach vier Spielen und jetzt kommt Chelsea. Manchester United befindet sich in der englischen Premier League auch in der neuen Saison weiter im freien Fall. Der vormals größte Klub der Welt gleicht eineem Scherbenhaufen. United steht nach dem schlechtesten Saisonstart seit 33 Jahren wohl unmittelbar vor einem erneuten Trainerwechsel.
Ruben Amorim, erst im vergangenen Herbst verpflichtet, steht laut englischen Medienberichten vor dem Aus. Weil er keine Resultate liefert und weil er weiter auf seine Dreierkette in der Abwehr besteht. Unter der Woche soll Co-Eigentümer Sir Jim Ratcliffe einen Systemwechsel eingefordert haben. Daran aber denkt der Portugiese auf der United-Bank nicht.
"Nein, nein, nein. Niemand. Nicht einmal der Papst" könne ihn zu einem Systemwechsel zwingen, sagte Amorim vor dem Chelsea-Spiel: "Es ist meine Aufgabe, es ist meine Verantwortung, es ist mein Leben. Es wird eine Evolution geben, aber wir müssen die richtigen Schritte machen." Falsche Schritte dürften den 40-Jährigen bereits an diesem Wochenende aus dem Amt spülen.
Formel-1-Legende denkt an Karriereende
Der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso hofft im kommenden Jahr auf einen deutlichen Aufschwung seines Aston-Martin-Teams in der Formel 1 - damit er anschließend in Ruhe seine Karriere beenden kann. "Wenn das Auto gut ist, dann ist 2026 wahrscheinlich mein letztes Jahr", sagte der 44-Jährige im Interview mit der spanischen Zeitung AS: "Wenn das Auto nicht gut ist, dann kann es sein, dass ich ein weiteres Jahr bleibe, um mit einem guten Gefühl abzutreten."
Alonso, Weltmeister von 2005 und 2006, fährt mit Aston Martin in diesem Jahr meist hinterher, liegt nur auf Rang zwölf der Fahrer-WM. Die Saison 2026 könnte allerdings große Veränderungen im Feld bringen, weil dann für Antrieb und Autos neue Reglements gelten. Aston Martin bereitet diese Phase mit großem finanziellen Aufwand vor, hat unter anderem den Star-Designer Adrian Newey verpflichtet, dessen Autos in der Formel 1 bereits 14 Fahrer- und zwölf Teamtitel eingefahren haben.
Auch Alonso zeigt sich angesichts dieser Veränderungen "sehr motiviert" für das kommende Jahr, "weil ich weiß, dass es meine letzte Chance ist." Es sei "die letzte Reglementänderung, die ich erleben werde, und die letzte Chance, einen weiteren Grand Prix zu gewinnen, gute Dinge zu genießen, auf das Podium zu steigen und um eine Meisterschaft zu kämpfen". Einfach sei die Wahl des richtiges Zeitpunkts für das Karriere-Ende nicht. Er gehe davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit für Erfolge bei Aston Martin mit den Jahren steige. "Im ersten Jahr könnten sie die Dinge gut hinbekommen", sagte er, "aber im zweiten und dritten Jahr ist es garantiert, dass sie die Dinge gut hinbekommen."
Dennis Diekmeier spricht emotional über Krebserkrankung der 14-jährigen Tochter
Der ehemalige Bundesliga-Profi Dennis Diekmeier hat mit emotionalen Worten über die Krebserkrankung seiner Tochter Delani gesprochen. "Wir müssen viele Entscheidungen treffen - über Therapien, über Alternativen. Das alles einzuordnen, ist nicht leicht", sagte der 35-Jährige im Sport1-Interview: "Aber wir halten zusammen, und auch unsere Freunde und Familie stützen uns enorm. Der Zusammenhalt ist riesig, und wir glauben alle fest an ein Wunder."
Zu Beginn des Jahres hatte die Familie des langjährigen Spielers des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV die Schockdiagnose erhalten. "Da ist alles zusammengebrochen. Wir saßen mit dem Arzt zusammen und er sagte: Überlebenschance fünf bis zehn Prozent. Wenn nicht, dann maximal ein bis fünf Jahre", sagte Diekmeier, der seine aktive Karriere im Sommer 2024 beim heutigen Regionalligisten SV Sandhausen beendet hatte. "Du sitzt da, fix und fertig - und deine Tochter sagt nur: 'Ich schaffe das. Ich bin eine der wenigen, die das schaffen'", so Diekmeier, für den Delani "eine unglaubliche Kämpferin" sei. "Mein größter Respekt, wie meine Kleine mit der ganzen Situation umgeht."
Damit Diekmeier seinen Fokus komplett auf seine Tochter legen kann, pausiert er derzeit seine Tätigkeit als Co-Trainer in Sandhausen. "Es war die absolut richtige Entscheidung. Jetzt bei meiner Tochter zu sein, ihr viele Glücksmomente zu schenken - das fühlt sich richtig an", sagte der ehemalige Verteidiger: "Ich habe viele Menschen kennengelernt - Spieler, Trainer, Manager. Aber dass ein 14-jähriges Mädchen so positiv und kämpferisch ist, ist für mich das Allergrößte."