Der Sport-TagDeutsche Dopingfahnder testen massiv - und finden nichts
Die Nationale Anti-Doping-Agentur (Nada) hat die deutschen Olympia-Teilnehmer vor den Winterspielen einem intensiven Testprogramm unterzogen. Seit April 2017 wurden demnach 1049 Proben bei 657 Kontrollen genommen.
Besonders umfangreich wurden aus dem deutschen Olympia-Team 53 Sportler aus Hochrisiko-Sportarten wie Biathlon, Eisschnelllauf, Shorttrack oder Ski-Langlauf bei 313 Kontrollen mit 644 Proben kontrolliert; einzelne Athleten bis zu zehnmal.
Insgesamt standen 415 potenzielle Olympia-Kandidaten auf der sogenannten Longlist, die zu 1111 Kontrollen mit 1719 Proben gebeten wurden.
"Keine der Proben war positiv", sagt die Nada-Vorstandsvorsitzende Andrea Gotzmann.
Alle Proben des vorolympischen Testprogramms werden eingefroren, um später nachgetestet werden zu können. "Das ist das Pfand, das wir haben", meint Gotzmann.
Bei Nachkontrollen des Internationalen Olympischen Komitees von Doping-Proben der Spiele seit 2008 sind 111 Athleten, darunter 61 Medaillengewinner, nachträglich des Dopings überführt worden.