"Keiner hat Selbstvertrauen": Dresden kassiert nächste üble Klatsche
Auch nach sieben Wochen sind die Dresdner Eislöwen noch immer nicht in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) angekommen. Der Aufsteiger war beim 1:5 (0:1, 0:4, 1:0) gegen die Nürnberg Ice Tigers einmal mehr chancenlos, das Team von Trainer Niklas Sundblad kassierte die zwölfte Niederlage nacheinander. Der Neuling hat erst einen Sieg auf dem Konto. "Keiner hat Selbstvertrauen. Wir arbeiten dafür, aber das Glück ist auch nicht auf unserer Seite", sagte Verteidiger Oliver Granz bei MagentaSport. Das Publikum in Dresden sei derzeit "leider das einzige, das erstklassig ist".
Ende September hatten die Eislöwen klar in Nürnberg verloren (2:8), beim Wiedersehen war erneut nichts zu holen. Beim Stand von 2:0 für die Ice Tigers nach den Treffern durch Justus Böttner (16.) und Charlie Gerard (24.) sorgten Tyler Spezia (31.), Greg Meireles (34.) sowie Owen Headrick (35.) in gut vier Minuten für klare Verhältnisse. Im letzten Drittel verkürzte Andrew LeBlanc (44.).
PSG-Schock vor Duell mit FC Bayern
Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain bangt vor dem Königsklassen-Duell mit Bayern München um Youngster Desiré Doué. Der Offensivspieler musste am Mittwoch beim 1:1 (0:0) im Ligue-1-Spiel beim FC Lorient in der zweiten Hälfte aufgrund einer Oberschenkelblessur vom Platz getragen werden.
Erst vor Kurzem war der 20-Jährige, einer der Finalhelden beim Pariser CL-Triumph im Frühjahr, nach einer Verletzung aus dem September zurückgekehrt. Beim 7:2 bei Bayer Leverkusen präsentierte er sich in der Vorwoche mit zwei Treffern aber wieder in starker Form. Ein Einsatz im Ligaphasen-Duell mit den Münchnern am kommenden Mittwoch (21 Uhr/Prime Video und im Liveticker bei ntv.de) ist nun ungewiss.
Traditionsverein beendet siebenwöchige Horrorserie
Zwei Tage nach der Entlassung von Trainer Igor Tudor hat Italiens Rekordmeister Juventus Turin einen ersten Schritt aus der Krise gemacht. Unter Interimscoach Massimiliano Brambilla feierte der Traditionsklub am Abend ein 3:1 (1:1) über Udinese Calcio, damit endete eine fast sieben Wochen andauernde Negativserie mit acht Spielen ohne Sieg.
Starstürmer Dusan Vlahovic traf früh per Elfmeter für die Alte Dame (5.), zuvor war der Serbe gefoult worden. Das vermeintliche 2:0, erneut durch Vlahovic, wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt (16.). Nicoló Zaniolo (45.+1) glich kurz vor der Pause aus, Federico Gatti (67.) und Kenan Yildiz (90.+6) per Foulelfmeter sorgten für den hochverdienten Erfolg.
Nach zuletzt vier Spielen ohne Torerfolg und drei aufeinanderfolgenden Pflichtspiel-Niederlagen hatte Turin am Montag den früheren Juve-Profi Tudor entlassen. Der Kroate war nur sieben Monate im Amt. Als Nachfolger ist der frühere italienische Nationaltrainer Luciano Spalletti im Gespräch. Der 66-Jährige soll laut Medienberichten zunächst bis zum Saisonende übernehmen.
Flick muss auf "Unverzichtbaren" verzichten
Der FC Barcelona muss vorerst auf Mittelfeldspieler Pedri verzichten. Der Spanier hat eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel erlitten, teilten die Katalanen mit, ohne eine Ausfallzeit zu definieren. Diese hänge vom Heilungsverlauf ab.
Bei Trainer Hansi Flick ist Pedri gesetzt. Seit der frühere Bundestrainer bei Barcelona arbeitet, hat der 22-Jährige 72 von insgesamt 73 Partien absolviert. "Pedri ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Mannschaft und stand in allen 13 Saisonspielen in der Startelf", heißt es in der Mitteilung des Klubs.
NFL-Star sichert sich gewaltige Prämie
Zahltag für Aidan Hutchinson: Die Detroit Lions aus der Football-Profiliga NFL haben sich mit Defensive End auf einen neuen Vierjahresvertrag geeinigt. Das gab Mike McCartney, Agent des 25-Jährigen, bei X bekannt. Hutchinson, Teamkollege des deutsch-amerikanischen Wide Receivers Amon-Ra St. Brown, soll für seine Unterschrift bis zu 180 Millionen US-Dollar erhalten - 141 sind angeblich garantiert. Das berichten ESPN und NFL-Insider Ian Rapoport.
Hutchinson, der einen Großteil der vergangenen Saison wegen eines Schien- und Wadenbeinbruchs verpasst hatte, war im Draft 2022 an zweiter Stelle von den Lions ausgewählt worden. In der laufenden Spielzeit hat Hutchinson in sieben Spielen sechs Sacks und vier erzwungene Fumbles verbucht. Vor dem Schlüsselspieler der Lions hatten in dieser Saison bereits die prominenten Defensive Ends Micah Parsons (Green Bay Packers), T.J. Watt (Pittsburgh Steelers), Myles Garrett (Cleveland Browns), Danielle Hunter (Houston Texans) und Maxx Crosby (Las Vegas Raiders) ihre Verträge verlängert.
Darum gibt es im DFB-Pokal noch keinen VAR
Strittige Elfmeter, mögliche Abseitsstellungen und fragwürdige Handspiele: Im DFB-Pokal sorgt der Verzicht auf die Videoschiedsrichter in den frühen Runden für hitzige Diskussionen. Ohne VAR häufen sich die Fehlentscheidungen - und die Kritik wächst. Der DFB verweist auf organisatorische Gründe.
Zverev knackt harte Nuss in Paris
Mit großem Aufwand zum Auftaktsieg: Alexander Zverev ist erfolgreich in seine Mission Titelverteidigung in Paris gestartet. Der 28 Jahre alte Weltranglistendritte aus Hamburg setzte sich beim Masters in der französischen Hauptstadt mühevoll mit 6:7 (5:7), 6:1, 7:5 gegen den Argentinier Camilo Ugo Carabelli durch.
Für Zverev, der nach einer "unglaublich positiven Woche" mit Finalteilnahme in Wien angereist war, geht es in Frankreich um das Festigen seiner Position im ATP-Ranking. Der US-Amerikaner Taylor Fritz sitzt Zverev im Nacken, der im Saisonendspurt auch noch bei den ATP Finals in Turin und bei der Endrunde des Davis Cup in Bologna im November an den Start geht.
In Paris konnte er zunächst aber nicht direkt an den starken Auftritt anknüpfen und hatte Probleme mit dem anfangs hoch soliden Ugo Carabelli. Im zweiten Satz gelang Zverev dann das ersehnte Break und der Favorit kam ins Rollen. Der dreimalige Majorfinalist spielte nun seine Power aus und fand häufiger erfolgreich den Weg ans Netz. Im Entscheidungssatz überstand er schließlich auch einen Wackler zu Beginn - trotz eines frühen Breaks seines Kontrahenten kämpfte Zverev sich mit einer Energieleistung zum Sieg.
Der Hamburger profitierte dabei allerdings auch von der Nervenschwäche Ugo Carabellis, der in der entscheidenden Phase zwei Doppelfehler produzierte und zahlreiche falsche Entscheidungen traf. Nach 2:35 Stunden verwandelte Zverev seinen ersten Matchball und reckte erleichtert die Arme in die Luft.
Mainz-Star trifft per Elfmeter - Jubel entfacht Fan-Wut
Nach seinem Elfmetertor gegen den VfB Stuttgart jubelt Mainz-Profi Nadiem Amiri provokant vor dem Gästeblock - ausgerechnet in dem Moment, in dem die Fans aus Solidarität zu einem medizinischen Notfall auf der Tribüne weitgehend geschwiegen hatten. Der Auftritt sorgt für Unmut, Amiri entschuldigt sich später.
Kölns Sportchef sendet deutliche Wunderkind-Signale
Sportdirektor Thomas Kessler sieht die Zukunft von Top-Talent Said El Mala vorerst beim 1. FC Köln. "Er kann das mit seinem Umfeld sehr ordentlich einschätzen. Und wir werden ihn dabei begleiten, dass er sich bei uns Schritt für Schritt weiterentwickelt. Er ist noch nicht am Ende", sagte Kessler vor dem Zweitrundenspiel des DFB-Pokals am Abend (20.45 Uhr/ARD, Sky und natürlich im Liveticker bei ntv.de) gegen den deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München im Sport1-Interview.
Der 19-jährige El Mala hatte mit seinen starken Auftritten in den vergangenen Wochen Begehrlichkeiten bei einigen Topklubs geweckt. Mit der Vertragsverlängerung mit dem U21-Nationalspieler bis 2030 habe der FC "ein klares Statement gesetzt, dass wir mit ihm die Zukunft sehen und sind sehr froh darüber, dass Said bei uns ist", sagte Kessler und fügte an: "Die Erwartungshaltung in Köln kann immens groß werden, auch durch das mediale Umfeld. Wir tun alle gut daran, vernünftig mit ihm zu arbeiten." Trainer Lukas Kwasniok räumte zuletzt sein, dass man wisse, dass der Offensivspieler "wahrscheinlich nicht die nächsten 15 Jahre hier spielt". Irgendwann werde man El Mala "unfassbar teuer abgeben müssen".
"Keine positive Entwicklung": Nationalteam muss Ausfall verkraften
Die deutschen Handballer müssen in den beiden EM-Testspielen gegen Island auf Justus Fischer verzichten. Der erkrankte Kreisläufer vom Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf fällt für die Partien am Donnerstag (19.30 Uhr/ZDF Livestream) in Nürnberg und Sonntag in München aus, teilte Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton mit. "Bei Justus gibt es keine positive Entwicklung. Es geht ihm weiterhin nicht gut, weshalb wir in Rücksprache mit seinem Klub die Entscheidung getroffen haben, dass es besser ist, wenn er nicht anreisen wird. Der Krankheitsverlauf wird absehbar nicht besser. Deshalb verzichten wir darauf, ihn nach München zu holen", sagte Chatton.
Fischer hatte sich im Bundesligaspiel gegen den SC Magdeburg am vergangenen Sonntag zu Beginn der zweiten Halbzeit auf dem Parkett übergeben müssen und die Partie danach nicht mehr fortsetzen können. Bundestrainer Alfred Gislason verzichtet vorerst auf eine Nachnominierung und werde laut Chatton nur für den Fall weiterer Ausfälle personell reagieren.
Deutscher Bahnrad-Olympiasieger ist tot
Bahnrad-Olympiasieger Günter Haritz ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Das teilte der deutsche Radsport-Verband German Cycling unter Berufung aus dem direkten Umfeld des gebürtigen Heidelbergers mit. Demnach erlag Haritz in der Nacht einem Krebsleiden.
Haritz gehörte in den 1970er Jahren dem Gold-Vierer von Bundestrainer Gustav Kilian an. Höhepunkt war der Olympia-Triumph von München zusammen mit Jürgen Colombo, Udo Hempel und Günther Schumacher. Dazu gewann der Blitz aus Leimen genannte Haritz in der Mannschaftsverfolgung auch 1970 und 1973 den WM-Titel. Er bestritt 83 Sechstagerennen, von denen er elf gewann. Nach seiner aktiven Karriere betrieb er in seiner Heimatstadt Leimen ein Fahrradgeschäft und wurde zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.
Medien: Bayern-Star strich tüchtig Handgeld ein
53 Millionen Euro ließ sich der FC Bayern den Transfer von Michael Olise kosten. Jetzt kommt heraus: Auch der Offensivspieler kassierte ordentlich ab. Wie die "Sport Bild" berichtet, strich Olise bei seinem Wechsel von Crystal Palace zum FC Bayern im Sommer 2024 zehn Millionen Euro Handgeld ein. Eine noch höhere Summe haben die Münchner Alphonso Davies bei seiner Vertragsverlängerung Anfang des Jahres ausgezahlt. Für die Unterschrift unter dem neuen Arbeitspapier soll der Kanadier satte 16 Millionen Euro kassiert haben. Bei Olise hatten sich die Münchner auch gegen namhafte Konkurrenz wie den FC Liverpool durchgesetzt. An der Säbener Straße schlug Olise voll ein. In 68 Pflichtspielen für den deutschen Rekordmeister erzielte er 26 Tore und bereitete 30 weitere Treffer vor. Vertraglich ist Olise noch bis 2029 an den FC Bayern gebunden. Gerüchte über eine Ausstiegsklausel dementierte Sportvorstand Max Eberl zuletzt.
Mehr dazu hier bei sport.de
Exzentriker Vinicius Junior reagiert auf seinen eigenen Wutanfall
Real Madrids Starangreifer Vinicius Junior hat sich für seinen Wutausbruch im Clásico gegen den FC Barcelona (2:1) entschuldigt. Der Brasilianer nahm in einem Statement in den Sozialen Medien Stellung zu seinem Verhalten am vergangenen Sonntag und gab sich reumütig. "Heute möchte ich mich bei allen Fans von Real Madrid für meine Verhaltensweise bei meiner Auswechslung entschuldigen", leitete Vinicius sein Statement ein. Er habe dies während des Trainings bereits persönlich getan, wolle sich auf diesem Wege aber noch einmal auch bei seinen Teamkollegen, dem Verein und dem Präsidenten entschuldigen.
"Manchmal überkommt mich meine Leidenschaft, weil ich immer gewinnen und meiner Mannschaft helfen möchte. Mein Ehrgeiz beruht auf meiner Liebe zu diesem Verein und allem, wofür er steht", sagte der 25-Jährige. Er wolle weiterhin jede Sekunde für das Wohl von Real Madrid kämpfen, "so wie ich es seit dem ersten Tag getan habe." Vinicius war bei seiner Auswechslung (72.) durch Trainer Xabi Alonso wutentbrannt direkt in die Kabine gestürmt, erst einige Minuten später kehrte er auf die Bank zurück.
Mehr zu Vinicius Junior in weiteren Einträgen im heutigen Sport-Tag.
Super in Paris: Altmaier schlägt Top-Ten-Spieler
Überraschung in Paris: Daniel Altmaier hat beim ATP-Masters in der französischen Hauptstadt den Weltranglistenneunten Casper Ruud aus dem Turnier genommen. Der 27 Jahre alte Tennisprofi aus Kempen setzte sich am Mittwoch bei dem Hartplatz-Event mit 6:3, 7:5 durch. Seinen Achtelfinalgegner ermitteln der Kanadier Felix Auger-Aliassime und der Franzose Alexandre Müller.
Bei dem Turnier, in das der deutsche Topspieler Alexander Zverev als Titelverteidiger startet, erwischte Altmaier einen starken Start. Er bereitete Ruud bei dessen zweitem Aufschlag echte Probleme und schnappte sich den ersten Durchgang. Im zweiten Satz blieb der Davis-Cup-Spieler konzentriert und servierte zum Matchgewinn - musste dann aber noch einmal ein Break hinnehmen. Doch Altmaier blieb cool, zeigte eine starke Reaktion und brüllte nach dem Matchgewinn seine große Freude heraus.
Wildes Gerücht: Tormonster soll Vinicius Junior aus Madrid vertreiben
Die Seifenoper um den brasilianischen Exzentriker Vinicius Junior und Real Madrid nimmt weiter Fahrt auf. Weltweit hält sie Millionen von Fußballfans in Atem. Recap: Real Madrid besiegte am vergangenen Wochenende Barcelona im Clasico. Der neue Klub des Leverkusener Meistertrainers Xabi Alonso konnte damit den Vorsprung auf Supertrainer Hansi Flick an der Spitze in La Liga auf fünf Punkte ausbauen - komfortabel für diese frühe Phase der Saison.
Hernach aber war nicht mehr der Sieg, sondern der Wutanfall von Vinicius Junior das Thema. Der war "beispiellos", beschieden die spanischen Medien. Der Angreifer, für den Real Madrid 2024 sogar den Ballon d'Or boykottiert hatte, war nach seiner Auswechslung in die Kabine gestürmt, hatte Alonso ignoriert. Später fand er sich in Badelatschen auf der Ersatzbank ein, gerade rechtzeitig für ein kleines Handgemenge aller Beteiligten zum Abschluss des Spiels.
Sein Wutanfall blieb das Thema und die Medien hielten auf die gigantischen Risse zwischen Alonso und dem Brasilianer (Der Sport-Tag berichtete). Jetzt geht es weiter. Gerüchte um einen Abgang halten sich hartnäckig und ein möglicher Ersatz soll auch bereits feststehen: kein anderer als das norwegische Tormonster Erling Haaland. Der steht zwar noch bis 2034 (!) unter Vertrag bei Manchester City, könnte aber für Real Madrid alles stehen und liegen lassen. Das zumindest vermutet "Sport" in Spanien. Wäre natürlich eine Sensation. Wir bleiben dran.
Hier ist der Beweis: DFB-Frauen beliebter als der DFB-Pokal
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat in der Gunst der TV-Zuschauer den DFB-Pokal-Hit zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund geschlagen. 5,17 Millionen Fans sahen am Dienstagabend im ZDF das 2:2 zwischen Frankreich und Deutschland im Halbfinal-Rückspiel der Nations League. Den Sieg des BVB im Elfmeterschießen hatten zuvor ebenfalls im ZDF 4,91 Millionen Fans verfolgt. Auch beim Marktanteil lagen die DFB-Frauen, deren Partie um 21.10 Uhr begann, mit 26,0 Prozent klar vor dem Pokalspiel (21,6 Prozent/Anstoß 18.30 Uhr). Beim Hinspiel gegen Frankreich (1:0) am Freitag in Düsseldorf hatten in der ARD "nur" 2,53 Millionen Menschen eingeschaltet.
Trainer der deutschen Skisprung-Adler vor Abschied vom DSV
Skisprung-Bundestrainer Stefan Horngacher hört nach der kommenden Olympia-Saison auf. Das bestätigte der Deutsche Skiverband (DSV) am heutigen Mittwoch in Nürnberg. Der Österreicher hatte das Amt 2019 als Nachfolger seines Landsmannes Werner Schuster angetreten. Höhepunkte in Horngachers Amtszeit waren bislang das Team-Gold bei der Heim-WM 2021 in Oberstdorf und der Einzel-Titel von Karl Geiger bei der Skiflug-WM 2020 in Planica. Der erhoffte Sieg bei der Vierschanzentournee ist den deutschen Skispringern aber auch unter Horngacher bislang nicht gelungen. Der 56 Jahre alte Wahl-Schwarzwälder war vor seinem Wechsel zum DSV polnischer Chefcoach und als Springer selbst Weltmeister.
Duell der Wunderkinder: 1. FC Köln fordert den FC Bayern heraus
Said El Mala ist erst 19 Jahre alt, Lennart Karl sogar erst 17 - doch schon jetzt wecken die Bundesliga-Youngster große Hoffnungen für die Zukunft des deutschen Fußballs. Beim 1. FC Köln und beim FC Bayern sorgen die Teenager mit traumhaften Dribblings und sensationellen Toren für Furore - und bald auch beim DFB?
"Furchtbar, sieht nicht gut aus": England sorgt sich um EM-Shootingstar
Bei der Fußball-Europameisterschaft die gefeierte Heldin, jetzt das Sorgenkind: Michelle Agyemang hat sich beim 3:0-Sieg ihrer Engländerinnen gegen Australien wohl schwer am Knie verletzt. Die 19-Jährige ging in der 73. - nur zehn Minuten nach ihrer Einwechslung - zu Boden, krümmte sich vor Schmerzen und musste nach der Behandlung mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Das Stadion verließ die Stürmerin, die derzeit vom FC Arsenal an Brighton and Hove Albion ausgeliehen ist, auf Krücken.
"Furchtbar", nannte Nationaltrainerin Sarina Wiegman die Situation. "Es sieht nicht gut aus. Wir kennen das Ausmaß der Verletzung noch nicht, sie muss untersucht werden, aber ich bin nicht sehr zuversichtlich." Agyemang war im April dieses Jahres bei ihrem Debüt im England-Trikot direkt voll eingeschlagen: 41 Sekunden nach ihrer Einwechslung erzielte sie ihr erstes Tor gegen Belgien. Bei der EM erzielte sie im Viertelfinale gegen Schweden den Ausgleich, der ihr Team in die Verlängerung brachte, im Halbfinale gegen Italien gelang ihr dies erneut. Nach dem EM-Sieg wurde die 19-Jährige zur Nachwuchsspielerin des Turniers gewählt.
Polanski sorgt für historischen Moment in Gladbach
Als es endlich 3:1 stand, traute sich Eugen Polanski doch noch und sorgte mit der Einwechslung von Wael Mohya für einen historischen Moment. "Wir mussten wegen der Uhrzeit und dem Jugendschutzgesetz aufpassen. Bei einer Verlängerung wäre es schwierig geworden", sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach über das Debüt des erst 16 Jahre alten Mohya, der am Dienstag zum jüngsten Spieler in der langen Historie des Vereins wurde.
Weil Gladbach gegen den KSC aber in der 89. Minute erhöht hatte, war das Risiko einer Verlängerung gering. Und so kam Mohya mit 16 Jahren, neun Monaten und 27 Tagen zu seinem Debüt bei den Profis. Damit löste er Karlheinz Pflipsen ab, der 1988 mit 17 Jahren ebenfalls im Pokal debütiert hatte.
"Ich bin ein Freund davon, dass man Erfahrung sammelt. Ob er jetzt 16, 17 oder 18 ist - die Leistung bestimmt. Der Junge ist gut, er ist sehr professionell. Er ist einer der Ersten, die da sind, und einer der Letzten, die fahren", sagte Polanski, ehe er mit einem Lächeln anfügte: "Natürlich auch, weil er keinen Führerschein hat. Er muss immer abgeholt werden."
Mittelfeldspieler Mohya war vergangene Saison mit Gladbachs U17 deutscher Meister geworden. Seit Sommer gehört er zum Profikader, hatte sich aber in der Vorbereitung verletzt. "Ich hoffe, dass diese paar Minuten ihn auf die nächste Stufe bringen. Er hat noch sehr viel zu lernen", sagte Polanski. Der nächste Rekord dürfte aber schon bald fallen, denn der jüngste Gladbacher mit einem Bundesliga-Einsatz ist noch immer Marko Marin. Der spätere Nationalspieler war bei seinem Gladbach-Debüt im März 2007 18 Jahre und 18 Tage alt. Lange halten dürfte diese Marke nicht.
Kölns Trainer legt sich Bayern-Coach Kompany zu Füßen
Trainer Lukas Kwasniok vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln hat Bayern-Coach Vincent Kompany vor dem Duell im DFB-Pokal in den höchsten Tönen gelobt. "Wenn ich alle positiven Dinge über ihn aufzähle, könnte es ein langer Monolog werden", sagte Kwasniok vor dem Zweitrundenspiel am Mittwochabend (20.45 Uhr/ARD und Sky sowie im Liveticker bei ntv.de) in Köln: "Vincent hat Weltstars davon überzeugt, dass sein Weg der richtige ist und das ist eine unglaubliche Qualität."
Auch menschlich könnte er nur von dem Belgier auf der Bank der Münchner "schwärmen", so Kwasniok: "Er ist unfassbar sympathisch." Sportlich habe Kompany "eine Gier auf Titel in die Mannschaft getragen. Er hat eine Identität in der Arbeit gegen den Ball und eine brutale Sprintbereitschaft geschaffen."
Chancenlos sieht der Coach sein Team gegen den Rekordpokalsieger aber nicht. "Wir werden nicht die weiße Fahne schon vor dem Spiel hissen. Wir wollen die Bayern natürlich ärgern", sagte Kwasniok.
Real Madrid reagiert auf "beispiellosen" Vinicius-Eklat
Die Nachwirkungen des Clasico-Eklats um den brasilianischen Exzentriker Vinicius Junior bleiben eines der großen Themen in Spanien. Der Angreifer soll für sein Verhalten nach seiner Auswechslung beim 2:1 gegen Barcelona von Real Madrid keine Strafe erhalten, berichtet unter anderem "The Athletic". Die Sache ist damit nicht ausgestanden.
Denn Real Madrid hat die Verantwortung nur auf Trainer Xabi Alonso geschoben. Der herausragend in sein erstes Jahr bei den Königlichen gestartete ehemalige Leverkusener soll sich der Sache am Mittwoch annehmen. Dann treffen die Real-Spieler wieder auf dem Trainingsgelände ein. Auf der Tagesordnung steht eine Aussprache zwischen dem Brasilianer und Alonso. Dem hat der Klub es freigestellt, eigene "technische Entscheidungen" zu treffen, wie es der US-Sportsender ESPN ausdrückt.
Vinicius Junior hatte sich nach seiner Auswechslung ungehobelt gezeigt. Er war wutschnaubend vom Platz in die Kabine gestürmt und hatte Alonso keines Blickes gewürdigt. Erst Minuten später kam er auf die Bank zurück. Die spanischen Medien sprachen später von einem "beispiellosen" Ausraster, der sogar für Vinicius' Verhältnisse gewaltig gewesen sei. Die Beziehung zwischen Trainer und Spieler soll schweren Schaden genommen haben.
BVB-Keeper Kobel wird "halb blind" zum Pokalhelden
Ohne Spickzettel zum Matchwinner: Torwart Gregor Kobel hat für das Elfmeterschießen auf das ganz große Gegnerstudium verzichtet - mit Erfolg. "Ich bin nicht überzeugt, wie ausschlaggebend das wirklich ist", sagte der Keeper von Borussia Dortmund nach dem 4:2-Erfolg im Elfmeterschießen in der zweiten DFB-Pokalrunde gegen Eintracht Frankfurt auf die Frage, ob er die Schützen vorher analysiert hätte.
Im der Vorbereitung seien "sowieso nur zwei Schützen im Video drin" gewesen, er hatte "keine andere Wahl", als sich auf seinen Instinkt zu verlassen: "Deswegen bin ich so halb blind ins Elfmeterschießen gegangen." Farès Chaibi, dessen Elfmeter Kobel entscheidend hielt, sei nicht unter den angeschauten Schützen gewesen, verriet er.
Der Matchwinner, der mit einigen Paraden schon in den 120 Minuten geglänzt hatte, zeigte sich bescheiden. "Ich rede nicht gerne über mich selber", sagte Kobel, "deswegen will ich erstmal sagen, dass es ein schweres Spiel war und unsere Elfmeterschützen einen extrem guten Job gemacht haben."
Alles in allem sei es "ein sehr geiler Abend" gewesen, nicht nur wegen des Erfolges gegen einen leicht überlegenen Gegner: "Es war die zweite Runde im Pokal, aber hat sich auf jeden Fall nach mehr angefühlt. Es war eine richtig geile Stimmung und dann macht so ein Spiel einfach Bock."
Leipzigs Ole Werner ist völlig aus dem Häuschen
Ole Werner versammelte die Spieler von RB Leipzig im Kreis und war voll des Lobes. An einem mental komplizierten Pokalabend, an dem der Tod eines RB-Fans den 4:1 (3:0)-Sieg im Zweitrundenmatch bei Drittligist Energie Cottbus trübte, hatten die Sachsen einen sportlich reifen Auftritt hingelegt. Die Gefahr eines überraschenden Patzers des formstarken Bundesliga-Zweiten kam in der Lausitz nie auf.
Für Werner war das nicht überraschend. "Die Gruppe hat sich gefunden, auf dem Platz und neben dem Platz. Einer arbeitet für den anderen", sagte Werner am Sky-Mikrofon. Das habe der Mannschaft in den vergangenen Wochen immer wieder geholfen, auch enge Spiele zu gewinnen: "Und so entsteht dann eben ein Teamgeist. Du siehst wenig beziehungsweise keinen Egoismus auf dem Platz. Das muss so weitergehen."
Johan Bakayoko (13.), Doppel-Torschütze Christoph Baumgartner (28., 37.) und Ezechiel Banzuzi (59.) hatten den Pokalsieger von 2022 und 2023 am Dienstagabend ins Achtelfinale des DFB-Pokals geschossen. In der Bundesliga ist RB nach der Auftaktpleite bei Bayern München (0:6) seit sieben Spielen ohne Niederlage. Am kommenden Samstag gastiert der VfB Stuttgart zum Top-Spiel in der Red-Bull-Arena (15.30 Uhr/Sky).
"Ich glaube, wir sind noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung. Es gibt noch genug Dinge, die wir verbessern können", sagte Werner: "Aber wir sind auf einem sehr guten Weg."
Hartenstein ringt Schröder im deutschen NBA-Duell nieder
Basketball-Profi Isaiah Hartenstein hat das deutsche Duell mit Dennis Schröder gewonnen und bleibt mit Oklahoma City Thunder in der NBA weiter unbesiegt. Der amtierende Champion bezwang die Sacramento Kings um Welt -und Europameister Schröder in der Nacht zu Mittwoch mit 107:101. Der Titelverteidiger steht damit bei fünf Siegen aus fünf Spielen, die Kings haben nur einen Erfolg und drei Niederlagen auf dem Konto.
Hartenstein kam für OKC auf vier Punkte und 14 Rebounds, Schröder legte für die Gäste acht Zähler und fünf Rebounds auf. Bester Werfer der Partie war Oklahomas Starspieler Shai Gilgeous-Alexander, MVP der Vorsaison, mit 31 Punkten. Beim Titelfavoriten fehlten unter anderem die Starter Chet Holmgren (Rückenprobleme) und Jalen Williams (Handgelenksverletzung).
Ariel Hukporti und die New York Knicks verloren indessen bei den Milwaukee Bucks mit 111:121 und kassierten die zweite Pleite in Folge. Der deutsche Center griff in zwölf Minuten Spielzeit drei Rebounds, erzielte jedoch keine Punkte. Dominanter Akteur war Bucks-Superstar Giannis Antetokounmpo mit 37 Zählern, bei den Knicks reichten 36 Punkte von Spielmacher Jalen Brunson nicht zum Sieg. New York, einer der Favoriten im Osten, kommt aktuell auf zwei Siege und zwei Niederlagen.
Robert Andrich: Ich habe Joshua Kimmich früher gehasst
Dass Robert Andrich mal mit Joshua Kimmich und dessen Familie in den Urlaub fahren würde, hätte der Fußball-Nationalspieler noch vor wenigen Jahren selbst nicht erwartet. "Ich habe zu Joshua mal gesagt: Ich weiß nicht, warum - aber ich habe dich gehasst", berichtete der Bundesliga-Profi von Bayer Leverkusen der "Sport Bild". "Viele Freunde fragen mich auch heute noch, wie es sein kann, dass wir uns so gut verstehen."
Andrich erzählte, er habe den Bayern-Profi nach dem zweiten oder dritten Mal bei der Nationalmannschaft besser kennengelernt. "Oft ist es so, dass man sich bereits ein Bild macht, bevor man die Person wirklich kennenlernt. Bei Josh war das so, da hatte ich Vorurteile - nicht gut. Das ist ein passendes Beispiel dafür, dass wir Fußballer häufig auf dem Platz als Person ein anderes Bild abgeben als im richtigen Leben."
Früher habe er sich an Kimmichs Verhalten auf dem Platz gestört. "Wir beide sind Typen, die im Spiel sehr verbissen aussehen, gelacht wird da weniger. Es hat mich an ihm gestört, dass er auf dem Platz schnell so negativ wirkt, wenn ihm etwas nicht passt", sagte Andrich. "Das mag halt nicht jeder, mir hat es anfangs gar nicht gefallen."