Formel1

Enzo Ferraris Tod vor 33 Jahren Die letzte emotionale Ehre für die Legende

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Enzo Ferrari 1983 an seinem Schreibtisch in der Ferrarifabrik in Maranello.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Ein Leben für den Motorsport: Enzo Ferrari stand Jahrzehnte an der Spitze, als seine Scuderia durch Höhen und Tiefen ging. Dann verstarb er ausgerechnet in der von ihm verhassten Sommerpause der Formel 1. Doch nur vier Wochen später folgte eine emotionale Überraschung beim Heim-GP in Monza.

Vor 33 Jahren fiel Italien und eine ganze Sportart in kollektive Trauer: Ferrari ist die Formel 1, die Formel 1 ist Ferrari - und irgendwie passte es ganz gut, dass an diesem 14. August 1988 die Motoren ruhten. Der große Enzo Ferrari starb an einem Sonntag im Alter von 90 Jahren. Ein Leben für den Motorsport endete ausgerechnet mitten in der Sommerpause der Königsklasse.

Ferrari mochte diese Zeit des Jahres nicht besonders, "er hasste sie" sogar, sagte sein Sohn Piero einmal: Der Ferragosto, die Sommerferien in Italien rund um den 15. August, bedeuteten für Enzo Ferrari vor allem Stillstand. Und der passte nicht in seine Welt.

1929 schon hatte der Sohn eines Schlossers aus der Emilia-Romagna die Scuderia gegründet, seine Firma wuchs, überlebte den Zweiten Weltkrieg. Auch Straßenwagen wurden in Maranello bald gebaut, der Ruhm wurde aber auf den Rennstrecken begründet.

Doppelsieg der Scuderia kurz nach dem Tod

Ferrari ging durch Höhen und Tiefen, an der Spitze über Jahrzehnte dieser Mann, der durch seine streitbare, unnahbare Art seinen Teil zum Mythos der Marke beitrug. Ausgerechnet in den letzten Jahren seines Lebens wurde es dann schwer für seinen Rennstall, ab dem Beginn der 1980er liefen die ungeliebten englischen Privatteams den Roten mal wieder den Rang ab.

An seinem Todestag war das Springende Pferd dann beinahe neun Jahre ohne Titel in der Fahrer-WM. Einen Sieg hatte Enzo Ferrari im Jahr 1988 nicht bejubeln dürfen, McLaren-Honda fuhr die Konkurrenz mit Ayrton Senna und Alain Prost in Grund und Boden.

Doch zumindest posthum hatte die Königsklasse einem ihrer Größten dann doch noch etwas zu bieten. Genau vier Wochen nach seinem Tod wurde es noch einmal emotional: Ausgerechnet beim Heimspiel in Monza feierte die Scuderia einen Doppelsieg, Gerhard Berger vor Michele Alboreto. Jedes andere Rennen in diesem Jahr ging an McLaren.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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