Formel1

Formel-1-Strafe in Montréal Ferrari kämpft weiter für sich und Vettel

39fbf8c032337ea63f8cacb5ee374781.jpg

Fassungslos in Montréal: Vettels Sebastian.

(Foto: dpa)

Nach der Zeitstrafe gegen den deutschen Piloten Sebastian Vettel beim Rennen in Montréal gibt Ferrari nicht auf. Der italienische Formel-1-Rennstall schöpft weitere Mittel aus - und will damit erreichen, dass die Situation neu bewertet wird, die den Sieg in Kanada kostete und Mercedes zum Sieg verhalf.

Ferrari geht nach dem Verzicht auf einen förmlichen Protest weiter gegen die Fünf-Sekunden-Strafe von Sebastian Vettel beim Formel-1-Rennen von Kanada vor. "Wir haben das Recht auf Überprüfung angefragt", teilte eine Sprecherin mit. Weitere Details gab die Scuderia nicht bekannt. Vettels Rennstall hatte von einem angekündigten Einspruch beim Motorsport-Weltverband Fia abgesehen. Stattdessen lautet der Plan, die Stewards mit frischen Beweisen zu einer Neubewertung der Situation zu bewegen.

Diese Möglichkeit ist in Artikel 14.1.1 der sportlichen Regeln festgehalten. Demnach könnte die Scuderia mit neuen Beweisen wie Videobildern oder Daten aus dem Auto erreichen, dass die Stewards ihr Urteil noch einmal überprüfen. Einen Schritt in diesem offiziellen Prozedere hat Ferrari nun gemacht. Die Rennkommissare hatten Vettel am Sonntag vor einer Woche wegen eines harten Manövers gegen Weltmeister Lewis Hamilton in Montréal mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt. Vettel überquerte die Ziellinie zwar als Erster, rutschte durch die Zeitstrafe aber hinter den Mercedes-Piloten auf Rang zwei.

Der deutsche Ferrari-Fahrer war in der 48. Runde des Rennens in Führung liegend nach einem Fehler mit seinem Wagen durchs Gras gefahren. Als Vettel zurück auf die Strecke gekommen war, hatte er den fünfmaligen Champion Hamilton nahe an eine Mauer gedrängt. Vettel betonte, nicht absichtlich so gefahren zu sein. Fia-Kreisen zufolge soll der Heppenheimer aber in einem Funkspruch ans Team gesagt haben, wenn er nicht nach rechts gelenkt hätte, wäre Hamilton vorbei gewesen. Dies würde eine Absicht belegen.

Die Rennkommissare ahndeten sein Manöver als "gefährliche Rückkehr auf die Strecke". Dabei hätte die Strafe sogar noch höher ausfallen können. Möglich wären auch zehn beziehungsweise 20 Sekunden oder eine sogenannte Stop-and-Go-Strafe gewesen, hatte der in Montréal zuständige FIA-Sportkommissar Hans-Gerd Ennser der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Dabei muss der Pilot in die Boxengasse fahren und für einige Sekunden vor der Teamgarage stehenbleiben.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

Mehr zum Thema