Formel1

Größere Probleme am neuen Auto?Traditionsrennstall muss Formel-1-Tests kurzfristig absagen

23.01.2026, 16:10 Uhr
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Ein Williams bei den Tests im Dezember in Abu Dhabi. (Foto: IMAGO/MAXPPP)

Die Formel 1 steht vor großer Ungewissheit, zur Saison 2026 gibt es neue Autos, neue Regeln, neue Chancen. Williams entgeht davon jedoch Entscheidendes: Der traditionsreiche Rennstall wird bei den ersten Tests fehlen.

Das Formel-1-Team Williams erlebt einen Fehlstart in die neue Saison. Der britische Traditionsrennstall muss für die privat organisierten Tests in Barcelona in der kommenden Woche absagen. Es sei "zu Verzögerungen im FW48-Programm gekommen", teilte Williams mit, während man weiter daran arbeite, "die maximale Leistung des Autos" herauszuholen. FW48 ist das Kürzel für den neuen Wagen von Williams.

Der Rennstall aus Grove um Teamchef James Vowles werde nun nächste Woche "eine Reihe von Tests durchführen", darunter auch ein sogenanntes VTT (Virtual Test Track)-Programm, bei dem das Auto in einem Prüfstand gecheckt wird. Auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya finden vom 26. bis zum 30. Januar von den Teams privat organisierte Tests unter Ausschluss der Medien statt. Gefahren werden darf aber nur an drei von fünf Tagen. In der Wüste von Bahrain wird dann noch vom 11. bis zum 13. sowie vom 18. bis zum 20. Februar getestet. Dann will auch Williams wieder dabei sein. Am 8. März findet in Melbourne der erste Grand Prix des Jahres statt.

Die Formel 1 erlebt in dieser Saison den größten Reglementeinschnitt ihrer jüngeren Grand-Prix-Geschichte mit neuen Motoren sowie kürzeren und schmaleren Autos. Deswegen sind die Testzeiten so wichtig. Die neue Rennwagengeneration ist 30 Kilogramm leichter, 20 Zentimeter kürzer (Radstand von 3,6 Meter auf 3,4 Meter) und 10 Zentimeter schmaler (von 2,0 Meter auf 1,9 Meter).

Die 1,6-Liter-V6-Turbomotoren bleiben. Sie brachten bislang rund 1000 PS Leistung, verteilt auf 800 PS vom Verbrennungsmotor und 200 PS vom Hybridsystem. Künftig liefert die Batterie aber sogar fast 50 Prozent der gesamten Leistung. Das Hybrid-Hilfsmittel MGU-H, das Abgaswärme zurückgewann, gehört der Vergangenheit an. Angetrieben werden die Verbrennungsmotoren vollständig von synthetischem Kraftstoff.

Die Aerodynamik ändert sich ebenfalls grundlegend. Die bislang speziell geformten Unterböden werden wieder flach. Der sogenannte Bodeneffekt, der die Autos auf den Asphalt prallen ließ, verschwindet. Die Überholhilfe DRS hat in ihrer bisherigen Form ausgedient.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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