Formel1

Regelwerk kollabiert bei 18 Fahrern Formel 1 erlebt Quali-Wirrwarr in den USA

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Noch-Weltmeister Sebastian Vettel will im Qualifying von Austin nicht Gas geben.

(Foto: dpa)

Drei K.o.-Runden sieht das Formel-1-Qualifying vor, wie viele Fahrer jeweils ausscheiden ist klar geregelt. Eigentlich. Nach dem Rückzug von Caterham und Marussia steht die Formel 1 in Austin vor einem Regelrätsel. Sebastian Vettel könnte es noch verschärfen.

Zum Großen Preis der USA an diesem Wochenende in Austin treten nur noch neun Teams an. Das bedeutet, es werden nur noch maximal 18 Fahrer im Qualifying die Startplatzierungen ausfahren. Für die Verantwortlichen der Formel 1 ist das ein Horror-Szenario und schlecht fürs Image. Schlimmer ist aber noch: Für die Verantwortlichen des Internationalen Automobilverbandes Fia war dieses Szenario bei der Verabschiedung des Regelwerks offenbar unvorstellbar.

Fakt ist: Eine Qualifikation mit nur 18 Autos ist im Reglement nicht vorgesehen. Dort ist das Ausscheidungsfahren mit zwei K.o.-Runden und einem Finale konkret nur für 26, 24, 22 und 20 Fahrzeuge geregelt: Bei 26 Fahrern scheiden zwei Mal acht aus, bei 24 zwei Mal sieben, und so weiter. Wie bei 18 Autos zu verfahren ist, dazu gibt es keine konkrete Vorgaben.

Im Paragraf 33.1 des Sportgesetzes heißt es lediglich, dass bei einer Startzahl unter 20 die Sportkommissare entscheiden sollen, nach welchem Modus im Qualfiying gefahren werden soll. Fia-Rennkommissar Charlie Whiting hat im Vorfeld des USA-Rennens angedeutet, dass dieser Passus des Reglements zur Anwendung kommen wird.

Zwei K.o.-Runden überhaupt sinnvoll?

Doch wie werden die vier Sportkommissare Fary Connelly, Silvia Bellot, Tim Mayer und Derek Warwick in Austin entscheiden? Folgen sie der Logik des Reglements, dann müssten pro K.o.-Durchgang vier Fahrer ausscheiden, damit am Ende wieder zehn Fahrer im Finale um die Pole kämpfen.

Andererseits: Macht Sebastian Vettel seine Ankündigung wahr und tritt im Qualifying erst gar nicht an, würden sogar nur 17 Fahrer in der Austin-Qualifikation starten. So viele wie bislang in Q2. Die Frage lautet dann: Macht es da überhaupt noch Sinn, zwei K.o.-Runden auszufahren? Eine Antwort darauf wollen die Rennkommissare im Lauf des Tages geben.

Quelle: ntv.de, sport.de

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