Formel1

Grosjean über den Horrorcrash "Ich sah den Tod kommen"

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Grosjean entkam nur knapp dem Feuertod.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Zwei Tage nachdem der Formel-1-Pilot Romain Grosjean dem Tod nach seinem Horrorcrash nur knapp entkommt, äußert sich der Franzose erstmals zu seinem Feuer-Unfall. Er habe dreimal verzweifelt versucht, den Flammen im Auto zu entkommen - und nur eine einzige Möglichkeit vor Augen gehabt.

Formel-1-Pilot Romain Grosjean hat sich erstmals selbst zu seinem Feuer-Unfall von Bahrain geäußert und dramatische Szenen im Cockpit beschrieben. Der Haas-Pilot schilderte den französischen TV-Sendern TF1 und LCI, dass er dreimal versucht habe, aus dem in Flammen stehenden Auto-Wrack zu entkommen, bis er sich schließlich befreien konnte. "Nach diesem Unfall bin ich glücklich, am Leben zu sein", sagte er.

Grosjean habe während seines Überlebenskampfes am Sonntag beim Grand Prix in Sakhir auch an Niki Laudas Feuer-Unfall von 1976 denken müssen. "Ich hatte am meisten Angst für meine Angehörigen, für meine Kinder in erster Linie, aber auch für meinen Vater und meine Mutter, ich hatte wirklich nicht Angst um mich. Ich habe den Tod kommen sehen, ich hatte keine andere Möglichkeit, als da rauszukommen", erzählte Grosjean, der von dem schrecklichen Crash nur Verbrennungen an den Handrücken davontrug.

Grosjean setzt mindestens ein Rennen aus

Der Formel-1-Pilot kann das Militärkrankenhaus in Bahrain voraussichtlich am Mittwoch wieder verlassen. Die Behandlung der Verbrennungen verlaufe gut. Im vorletzten Saisonrennen am kommenden Sonntag (18.10 Uhr MEZ/RTL und im Liveticker auf ntv.de) wird der Franzose allerdings nicht mitwirken. Haas nominierte seinen brasilianischen Ersatzfahrer Pietro Fittipaldi (24), Enkel des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson Fittipaldi. "Nachdem entschieden wurde, dass es das Beste für Romain ist, mindestens ein Rennen auszulassen, war die Entscheidung, Pietro ins Auto zu setzen, ziemlich einfach", wurde Haas-Teamchef Günther Steiner zitiert.

Steiner hatte zunächst gehofft, Grosjean einsetzen zu können, wie er noch am Sonntag in einer virtuellen Medienrunde erklärte: "Für mich wird Romain fahren, aber wir müssen abwarten, wie das Urteil der Ärzte ausfallen wird, und ob er es will. Es ist seine Entscheidung, ich werde mich nicht einmischen."

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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