Formel1

Formel-1-Posse geht weiter Insolvenzverwalter übernimmt bei Caterham

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Ob die Fans Kamui Kobayashi und seinen Caterham nochmal auf der Strecke sehen, ist fraglich.

(Foto: Reuters)

Nächste Eskalationsstufe im Streit um Caterham: Ein Insolvenzverwalter hat nun das Sagen beim Formel-1-Rennstall. Er lässt das Werk schließen. Ob Caterham beim nächsten Grand Prix antritt, ist unklar. Und noch ein weiteres Team steht vor dem Aus.

Die Investorengruppe Engavest hat im Streit um den Formel-1-Rennstall Caterham das Management an einen Insolvenzverwalter abgegeben. Das teilte das Team mit. Man sei damit einer Aufforderung des neuen Verwalters der insolventen "Caterham Sports Limited" und den Anwälten von Vorbesitzer Tony Fernandes nachgekommen.

Das Management des Rennstalls obliege nun Insolvenzverwalter Finbarr O'Connell, damit das Team wieder seine Arbeit fortsetzen und sich auf die nächsten Events vorbereiten könne. Ob damit ein Start des Rennstalls beim Großen Preis der USA in einer Woche gewährleistet ist, bleibt jedoch mehr als fraglich.

Im Streit um die Besitzverhältnisse hatte der Insolvenzverwalter zunächst die Tore zum Werk verschlossen, zudem war Teamchef Manfredi Ravetto zurückgetreten. Wer sportlich das Sagen hat, ist ungeklärt. Die schweizerisch-arabische Investorengruppe, über die ansonsten praktisch nichts bekannt ist, warf Fernandes vor, seine Anteile trotz entsprechenden Vertrages von Ende Juni nicht übertragen zu haben. Fernandes seinerseits wehrte sich und erklärte dies damit, dass Engavest die vereinbarten Vertragsinhalte bis dato nicht erfüllt habe.

Schieflage bei Marussia

Im schlechtesten Falle geht der nächste Grand Prix in Austin Anfang November nur mit 9 Teams und 18 Fahrern über die Runden. Einem Bericht des Fachmagazins "Auto, Motor und Sport" zufolge ist auch der Auftritt von Marussia gefährdet. Der Rennstall lebe seit dem Großen Preis von Belgien Ende August "von der Hand in den Mund", schrieb das Magazin auf seiner Homepage.

"Unter der Hand erzählt man sich, dass jetzt wieder eine Geldeinlage nötig ist, damit das Team die Reise nach Austin und São Paulo antreten kann", hieß es in dem Bericht. Marussia belegt mit zwei Punkten den neunten Rang in der Konstrukteurswertung vor dem Schweizer Privatrennstall Sauber und Caterham.

Quelle: ntv.de, cba/dpa

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