Formel1

Hält der Fluch bei Hamilton an? Leclerc führt, crasht schon wieder raus - und wütet

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Leclercs Ferrari wird nach seinem Unfall abtransportiert.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Ein gebrauchter Tag für Ferrari beim Formel-1-GP in Frankreich: Nachdem alle Zeichen auf einen Sieg von Charles Leclerc crasht der Pilot in einen Reifenstapel. Leclerc übersteht den Unfall unbeschadet, aber schreit seine Wut heraus. Derweil erreicht Lewis Hamilton einen gefährlichen Meilenstein.

Ferrari-Pilot Charles Leclerc ist beim Formel-1-Rennen von Frankreich vorzeitig ausgefallen. Der Monegasse drehte sich in Führung liegend und crashte in die Reifenstapel. Die genaue Ursache für den Unfall in der 18. Runde war zunächst nicht bekannt. Kurz zuvor war Verfolger Max Verstappen im Red Bull zum Reifenwechsel an die Box gekommen, Leclerc hingegen blieb zunächst auf dem Asphalt in Le Castellet. Der 24-Jährige klagte keuchend nach seinem Aus in Kurve elf über Probleme mit dem Gaspedal, das ihn schon beim GP in Spielberg ärgerte, und schrie über Boxenfunk seine Wut hinaus. Das Safety Car kam auf die Strecke.

Für den bisherigen WM-Zweiten Leclerc war es schon das dritte Aus in dieser Saison, frustriert stapfte er ins Fahrerlager. Er hatte gute Chancen auf den Sieg, die ihm der Unfall nahm. Anschließend bekam auch noch Rennstall-Kollege Carlos Sainz von der Rennleitung eine Fünf-Sekunden-Strafe wegen einer Unsafe Release. Ein gebrauchter Tag für Ferrari.

Hamiltons Meilenstein - und ein Fluch?

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton hat derweil in Frankreich seinen 300. Grand Prix bestritten. Der Mercedes-Pilot aus England ging Nachmittag von Position vier ins Rennen. Hamilton ist erst der sechste Pilot insgesamt, der die 300er Marke geknackt hat. Keiner der bisherigen Fahrer hat jedoch nach dem Erreichen dieses Meilensteins je wieder einen Grand-Prix-Sieg feiern können.

Rekordhalter ist der Finne Kimi Räikkönen, der nach 349 Starts Ende der vergangenen Saison bei Alfa Romeo zurückgetreten war. Der Spanier Fernando Alonso (345), Rubens Barrichello aus Brasilien (322), Michael Schumacher und der Engländer Jenson Button (beide 306) gehören außerdem zu diesem exklusiven Club. Alonso vom Rennstall Alpine ist neben Hamilton der einzige noch aktive Fahrer.

Sebastian Vettel (Aston Martin) liegt nach Rechnung des Motorsport-Weltverbandes Fia aktuell bei 289 Rennen. Hamilton fährt seit 2007 in der Motorsport-Königsklasse. Seitdem hat er 103 Rennsiege und 103 Poles errungen. Der 37-Jährige wurde insgesamt siebenmal Weltmeister - genauso oft wie Legende Michael Schumacher.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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