Formel1

Haas-Rennstall sagt ab Nico Hülkenbergs Formel-1-Aus rückt näher

Nico Hülkenberg gehen die Optionen aus. Nach dem Aus bei Renault sagt jetzt auch der Haas-Rennstall dem deutschen Formel-1-Piloten ab. Für die Saison 2020 sind die meisten Cockpits vergeben.

Nico Hülkenberg muss allmählich um seine Zukunft in der Formel 1 zittern. Der Haas-Rennstall gab am Donnerstag am Rande des Großen Preises von Singapur (Sonntag, 14.10 Uhr/RTL und im Liveticker bei n-tv.de) bekannt, auch in der Saison 2020 auf die Fahrerpaarung Kevin Magnussen und Romain Grosjean zu setzen.

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Zuletzt war Hülkenberg als heißer Kandidat bei dem US-Rennstall gehandelt worden, Teamchef Günther Steiner sprach in der Vorwoche von einer "Entscheidung zwischen Nico und Romain" und lobte den Deutschen als "sehr guten Fahrer und sehr guten Typen", während er in der Vergangenheit immer wieder öffentlich Grosjeans Inkonstanz kritisiert hatte. Hülkenberg selbst erklärte am Montag bei n-tv.de: "Wenn ich möchte, kriege ich einen Rennsitz." Dabei sprach der 32-Jährige von "Interesse und Optionen, die wir natürlich gerade ausarbeiten".

Hülkenberg, der bei Renault nach drei Jahren keinen neuen Vertrag erhält, gehen allerdings allmählich die Optionen in der Motorsport-Königsklasse aus. Lediglich Alfa Romeo (Antonio Giovinazzi), Red Bull (Alex Albon) und Toro Rosso (Daniil Kwjat, Pierre Gasly) halten sich mit ihrer Personalplanung noch bedeckt. Hülkenberg bestritt seit 2010 in der Formel 1 bislang 170 Rennen für Williams, Sauber, Force India und Renault und ist noch ohne Podestplatz. Auch eine Rückkehr zu Williams könnte ein Thema werden, nachdem Robert Kubica seinen Abschied nach der laufenden Saison bekanntgab. Ein Wechsel in die elektrische Formel E kommt für ihn nicht infrage.

2020 nur ein deutscher Fahrer in der Formel 1?

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Grosjean ist seit dem Formel-1-Einstieg von Haas zur Saison 2016 für das Team tätig, Magnussen stieß ein Jahr später zum Rennstall. Während Magnussens Vertrag ohnehin über die aktuelle Saison lief, war Grosjean wegen inkonstanter Leistungen in die Kritik geraten. Da die beiden Haas-Fahrer zudem wiederholt auf der Strecke im direkten Duell aneinander gerieten, schien ein Wechsel nicht unwahrscheinlich.

Damit könnte die Formel-1-Saison 2020 mit nur noch einem deutschen Fahrer über die Bühne gehen. Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel durchlebt bei Ferrari zwar gerade eine schwierige Phase, sein Vertrag läuft aber noch bis zum Ende der kommenden Saison. 2010 waren es noch sieben deutsche Piloten gewesen - damals standen neben Vettel und Hülkenberg auch Nico Rosberg, Nick Heidfeld, Adrian Sutil, Timo Glock und Michael Schumacher in der Startaufstellung.

Für Ferrari-Nachwuchspilot Mick Schumacher käme der Sprung in die Königsklasse wohl noch zu früh. Der 20 Jahre alte Sohn des Rekordweltmeisters fährt derzeit seine erste Saison in der Formel 2, dort gelang ihm Anfang August sein erster Rennsieg. Im Interview mit n-tv.de erklärte Hülkenberg, dass er Schumacher "spätestens in zwei Jahren in der Formel 1" sieht.

Quelle: n-tv.de, tsi/sid

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