Formel1

Reaktion auf KriegFormel 1 macht "schwierige Entscheidung" offiziell

15.03.2026, 07:53 Uhr
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Auf dem Bahrain International Circuit wird 2026 nicht gefahren.

Die Formel-1-Saison 2026 hat gerade erst begonnen, da kommt sie schon wieder für Wochen zum Stillstand: Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten werden zwei Rennen ersatzlos gestrichen.

Die Formel 1 hat wegen großer Sicherheitsbedenken durch den Iran-Krieg die Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) abgesagt. Dies teilte die Königsklasse am späten Samstagabend mit. Somit gibt es nach dem dritten Saisonrennen am 29. März in Japan eine fünfwöchige Rennpause: Erst am 3. Mai geht es in Miami weiter. Der Kalender schrumpft von 24 auf 22 WM-Läufe. Über die Absage hatte ntv bereits am Freitag berichtet, nun ist sie offiziell.

Man sei "nach sorgfältiger Prüfung und aufgrund der anhaltenden Lage im Nahen Osten" zu der Entscheidung gekommen, dass die Grand Prix in Bahrain und Saudi-Arabien im April nicht stattfinden werden, hieß es in einer Mitteilung.

Stefano Domenicali, Chef der Königsklasse, sprach von einer "schwierigen" Entscheidung, die "angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten zum jetzigen Zeitpunkt leider die richtige" sei. Mohammed bin Sulayem, Präsident des Automobil-Weltverbands FIA, betonte, dass "die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Community und unserer Kollegen stets an erster Stelle stehen".

Teure Entscheidung

Bahrain und Saudi-Arabien sind die ersten Absagen seit drei Jahren. In der Saison 2023 hatte der Große Preis der Emilia-Romagna in Imola wegen schwerer Regenfälle in der Region nicht stattfinden können. Noch im Februar hatte die Formel 1 Testfahrten auf dem Bahrain International Circuit durchgeführt.

Das Rennen in Bahrain war schon 2011 wegen schwerer politischer Unruhen abgesagt worden. 2022 beschossen Huthi-Rebellen eine Raffinerie in der Nähe der Rennstrecke im saudi-arabischen Dschidda. Damals entschieden sich die Verantwortlichen zur Fortsetzung des Rennwochenendes.

"Der Hintergrund für die Absage sind die großen Sicherheitsbedenken der Teams", sagte RTL/ntv-Formel-1-Experte Felix Görner zu der Entscheidung. "Im Sinne der Sicherheit der vielen Tausend Menschen, die für die Formel 1 arbeiten, ist die Absage alternativlos." Die Formel 1 verzichte mit ihrer Entscheidung auf viel, viel Geld. "Alleine die Ausrichtung des Rennens in Bahrain bringt der Formel 1 mindestens 40 Millionen US-Dollar, der Grand Prix in Saudi-Arabien sogar 60 Millionen Dollar."

Die USA und Israel hatten Ende Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Betroffen waren unter anderem auch Saudi-Arabien sowie die bahrainische Hauptstadt Manama.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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