Formel1

F1-Zukunft bis 2025 gesichert Red Bull baut seine Rennmotoren bald selbst

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Die Formel-1-Zukunft der Red-Bull-Teams ist erstmal gesichert.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Eine Formel 1 ohne die Red-Bull-Teams? Nach dem Rückzug des Lieferanten Honda hätten Red Bull und Alpha Tauri beinahe ohne Motoren dagestanden. Dank einer richtungsweisenden Entscheidung können die Rennställe des Dosenimperiums das Problem ab 2022 selbst in die Hand nehmen.

Das Red-Bull-Team kümmert sich ab dem kommenden Jahr wie erwartet selbst um den Bau der Motoren für seine Formel-1-Autos. Der ehemalige Weltmeister-Rennstall gründete eine neue Firma namens "Red Bull Powertrains Limited". Diese wird auf die Technologie des aktuellen Motorenpartners Honda zurückgreifen. Die Japaner steigen nach der kommenden Saison aus, sie beliefern Red Bull und auch Alpha Tauri, das zweite Team des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz.

Möglich wurde diese von Red Bull angestrebte Lösung vor allem auch durch einen Beschluss des Motorsport-Weltrats des Internationalen Automobilverbandes, demzufolge die Motorenentwicklung in der Formel 1 von 2022 bis zur Saison 2025 eingefroren wird. Die Entscheidung nannte Red-Bull-Berater Helmut Marko gegenüber RTL/ntv als einen "Tag der Vernunft und einen guten Tag für die Formel 1". Noch im Januar bezeichnete Marko die Entscheidung als "logisch". So seien die Motorenkosten das einzige gewesen, was noch "unlimitiert" war.

Durch den angekündigten Rückzug von Honda Ende des Jahres wäre der F1-Rennstall ohne Motorlieferanten dagestanden. Deshalb wirkten die Teams des Dosenkonzerns auf einen Motor-Freeze hin. Mit der Entscheidung können Red Bull und Alpha Tauri somit nun praktisch in Eigenregie weitere drei Jahre die Antriebstechnologie der Japaner nutzen, ohne weitere teure Entwicklungsarbeit leisten zu müssen. Zum Zweck der Weiterentwicklung der Honda-Aggregate entsteht derzeit in Milton Keynes auf halber Strecke zwischen London und Birmingham eine neue Firma mit dem Namen Red Bull Powertrains. Ab 2025 rechnet Marko "höchstwahrscheinlich" mit einem neuen Motoren-Reglement.

Quelle: ntv.de, ses/dpa