Formel1

Nach Disqualifikation in Suzuka Renault verzichtet auf Einspruch und mault

imago43382643h.jpg

Big in Japan: Nico Hülkenberg.

(Foto: imago images/HochZwei)

Der Renault-Rennstall um den deutschen Piloten Nico Hülkenberg sieht nach der nachträglichen Disqualifikation beider Boliden beim Großen Preis von Japan von einem Einspruch ab. Allerdings versteht Renault nicht, warum ein unter technologischen Gesichtspunkten legales Bremssystems sanktioniert wird.

Das Renault-Team verzichtet auf einen Einspruch gegen den nachträglichen Ausschluss vom Formel-1-Rennen in Japan. Da der Rennstall keine neuen Beweise in der Sache vorlegen kann, will er "keine weitere Zeit und Mühe" für eine Berufung verwenden, wie das Werksteam mitteilte. Zuvor hatte der Weltverband Fia die Fahrer Hülkenberg und Daniel Ricciardo wegen des Einsatzes eines irregulären Bremssystems aus den Ergebnislisten des Grand Prix in Suzuka vom 13. Oktober gestrichen.

Der Deutsche Hülkenberg verliert damit einen WM-Punkt, den er durch Platz zehn ergattert hatte. Sein australischer Teamkollege Ricciardo muss seinen sechsten Rang abgeben. Den Protest hatte der Rennstall Racing Point eingelegt. Die Rennkommissare stellten deshalb in Japan Kontrolleinheiten und Lenkräder aus den Autos von Hülkenberg und Ricciardo sicher, um Daten auszuwerten. In einer Telefonkonferenz am Mittwoch urteilten die Verbandsrichter, dass das eingesetzte System eine unerlaubte technische Hilfe für die Fahrer darstellt.

imago43385425h.jpg

Der eine Punkt ist futsch.

(Foto: imago images/Action Plus)

Die Strafe stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen, den die Technik für die Fahrer habe, "insbesondere wenn sie im Rahmen eines Systems eingesetzt werden, das als vollständig legal und innovativ bestätigt wurde", beteuerte Renault. Zudem sei die Sanktion nicht im Einklang mit früheren Urteilen in ähnlichen Fällen. Die Formel 1 werde "immer ein Schauplatz für die unermüdliche Suche nach den geringstmöglichen Wettbewerbsvorteilen sein. Das haben wir immer getan und werden es auch weiterhin tun", schloss Renault sein Statement.

Durch die Disqualifikation der Renault-Piloten rückt Sebastian Vettels Ferrari-Kollege Charles Leclerc auf Rang sechs vor. Dahinter folgen nun der Franzose Pierre Gasly von Toro Rosso, der Mexikaner Sergio Perez und der Kanadier Lance Stroll, die für Racing Point fahren, sowie der Russe Daniil Kwjat (Toro Rosso) auf den Punkterängen sieben bis zehn.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

Mehr zum Thema