Formel1

Formel-1-Titel ist (noch) kein Thema Schumacher stapelt tief

Seine Comebacksaison in der Formel 1 war zum Vergessen, 2011 soll besser werden: Wieviel besser genau, das behält Michael Schumacher vorerst für sich. Der Formel-1-Rekordchampion will erst die offiziellen Tests abwarten. Für die Zukunft bringt er schon einmal Sebastian Vettel als seinen Nachfolger ins Gespräch.

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Michael Schumacher ist mit sieben Titeln Formel-1-Rekordweltmeister. Über acht wäre er aber auch nicht traurig.

(Foto: dpa)

Rekordweltmeister Michael Schumacher sieht sich unmittelbar vor dem Testauftakt nicht als Titelkandidat für die kommende Formel-1-Saison. "So weit sind wir meiner Meinung nach noch nicht", sagte der 42 Jahre alte Mercedes-Pilot der "Bild"-Zeitung. "Die Situation ist die: Wir bei Mercedes wissen zu diesem Zeitpunkt ziemlich genau, wo wir stehen. Allerdings wissen wir nicht, wo die anderen stehen." Erste Anhaltspunkte werden die Teams von diesem Dienstag an bekommen, wenn die offiziellen Tests in Valencia starten.

Die Tatsache, dass Ferrari-Rivale Fernando Alonso den Kerpener als ärgsten Rivalen ausgemacht hatte, kommentierte Schumacher allerdings so: "Fernando kann sich an fünf Fingern abzählen, dass es bei uns aufwärts geht." Muss es auch, nachdem MercedesGP in seinem ersten Jahr nach der Übernahme des Weltmeister-Teams BrawnGP keinen Sieg und Schumacher es nicht mal aufs Podest schaffte. Alonso wisse, "dass wir uns viel Zeit für das neue Auto genommen haben. Es ist realistisch von ihm, Mercedes mit auf die Rechnung zu nehmen".

Auch der siebenmalige Weltmeister und 91-fache Grand-Prix-Gewinner kann die ersten Fahrten im neuen Auto kaum erwarten. "Es kribbelt überall, Hände, Füße, Kopf. Die Unruhe wird immer schlimmer. Ich fühle mich wie ein Kind vor der Weihnachts-Bescherung", meinte Schumacher. Sein Teamkollege Nico Rosberg wird allerdings nach der Vorstellung am Dienstagmorgen auf dem Circuit Ricardo Tormo die Jungfernfahrt mit dem MGP W02 machen.

Vettel theoretisch ein Kandidat

Indirekt empfahl Schumacher seinem Arbeitgeber Mercedes noch, sich um Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel zu bemühen: "Rein hypothetisch gesehen, wäre es absolut unvernünftig, wenn Mercedes nicht versuchen würde, rauszufinden, ob der Sebastian in Zukunft bei uns fahren will."

"Es ist kein Geheimnis, dass Sebastian immer wieder mal bei uns ist. Wir feiern zusammen, essen gemeinsam zu Abend", erzählte Schumacher. Seine eigene Zukunft sei ja relativ berechenbar, meinte der siebenmalige Weltmeister, dessen Projekt bei den Silberpfeilen auf drei Jahre bis einschließlich 2012 ausgelegt ist. Schumacher betonte in Sachen Mercedes und Vettel: "Wohlgemerkt, ich rede theoretisch, ich sage nicht, dass es so ist."

Quelle: ntv.de, dpa