Formel1

Reifenplatzer kostet den Sieg Verstappen feuert nach Panne gegen Pirelli

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Sieht übel aus, endete zum Glück glimpflich.

(Foto: imago images/HochZwei)

Max Verstappen sieht schon wie der sichere Sieger aus, da crasht der Red-Bull-Pilot auf dem Formel-1-Kurs von Baku in Runde 47. Ein Reifenschaden verhindert seinen Triumph. Der Niederländer will anschließend nicht akzeptieren, dass Pirelli wohl keine Schuld trägt.

Was war das für ein verrücktes Rennen in Baku ... Dramen spielten sich ab. Um Lewis Hamilton. Und vor allem um WM-Leader Max Verstappen. Aus dem Nichts explodierte der Reifen des Red-Bull-Piloten. Wie bei Lance Stroll. Verstappen kostete es den Sieg. Im Kreuzfeuer der Kritik: Pirelli. Doch erste Untersuchungen nehmen den Reifenhersteller aus der Schusslinie. Auch, wenn andere Erklärungsansätze nicht jeder hören will.

"Am Ende wird Pirelli wieder sagen, dass da irgendein Teil vom anderen Crash war oder so", wetterte Red-Bull-Pilot Verstappen. "Das kann nicht immer so sein." Ist aber wohl so. Es deutet vieles darauf hin, dass die Reifenschäden bei Verstappen und Aston-Martin-Kollege Stroll durch Trümmerteile auf der Strecke verursacht worden sind. Kein Materialfehler.

"Der Reifenschaden trat bei Lance und Max ganz plötzlich auf, ohne Vorwarnung", betonte Pirelli-Manager Mario Isola. Und: Bei Lewis Hamilton entdeckte man später einen großen Schnitt im linken Hinterreifen: "Das war zum Zeitpunkt der roten Flagge, also im gleichen Stint wie der Unfall von Max. Zum Glück hat der Schnitt die Konstruktion nicht beschädigt. Darum hat er keinen Luftdruck verloren. Wir haben also Beweise eines anderen Reifens mit einem Cut."

"Ich bin auch besorgt"

Alle anderen Reifen seien nach dem Rennen untersucht worden, große strukturelle Schäden konnte man an keinem der Pneus entdecken, hieß es vonseiten Pirellis. In Mailand werde man die Reifen eingehend untersuchen. Im Sinne der Gesundheit und Sicherheit der Fahrer muss zweifelsfrei geklärt werden, welche Ursache hinter den Reifenplatzern steckt. "Ich verstehe, dass Fahrer, die bei einem solchen Tempo einen Unfall haben, besorgt sind. Ich bin auch besorgt", betonte Isola.

Und stellte klar: "Es ist fast unmöglich, einen Reifen zu designen, der jeder Art von Trümmern widerstehen kann. Aber wenn es doch keine Trümmer waren, dann müssen wir Maßnahmen in Erwägung ziehen." Bisher gebe es keine Anzeichen, "dass irgendetwas Seltsames am Auto, an der Aufhängung, an den Reifen oder an der Bremse war. Nichts hat auf irgendeinen Schaden hingedeutet. Wir möchten aber nichts ausschließen, denn wie Max gesagt hat: Solche Dinge dürfen nicht passieren."

Quelle: ntv.de, ara/rtl.de

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