Formel1

Pleiten, Pech und F1-Pannen Vettels Ferrari-Albtraum will nicht enden

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Ausgebremst vom eigenen Auto: Sebastian Vettel in Spielberg.

(Foto: imago images / LaPresse)

Beim Großen Preis in Österreich soll endlich der erste Saisonsieg für Sebastian Vettel her, der Formel-1-Kurs in Spielberg liegt seinem Ferrari. Doch während Teamkollege Charles Leclerc zur Pole rast, setzt es für Vettel den nächsten Rückschlag in einer verkorksten Saison.

Sebastian Vettel saß machtlos in seinem Ferrari, als diese Saison voller Pleiten und Pech endgültig bizarre Züge annahm. In Spielberg ist sein SF90 endlich mal wieder ein Sieger-Auto, doch die Hoffnung auf den ersten Saisonerfolg am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und n-tv.de Liveticker) musste Vettel schon vor Ende des Qualifyings fast begraben.

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Als um die Pole in Spielberg gefahren wurde, stand Sebastian Vettels defekter Ferrari längst in der Box.

(Foto: imago images / LaPresse)

Wegen eines technischen Problems konnte er in der entscheidenden Phase nicht in den Kampf um die Pole eingreifen und wird nur von Rang neun ins Rennen gehen - der erste Startplatz war seinem Teamkollegen Charles Leclerc damit nicht zu nehmen. Denn Ferrari konnte seine Stärken auf den langen Geraden des Red-Bull-Rings wie erwartet deutlich besser ausspielen als zuletzt.

"Ist natürlich bitter"

"Das ist natürlich bitter, aber da kann man nichts machen", sagte Vettel bei Sky: "Immerhin ist das andere Auto gut gelaufen. Meines hatte sich bis dahin sehr gut angefühlt und wurde immer besser. Für morgen ist es jetzt schwierig, etwas vorauszusagen, die Geschwindigkeit ist auf jeden Fall da." Wie Ferrari mitteilte, wurde Vettel von einem beschädigten Luftdruckschlauch zum Motor ausgebremst.

Für Vettel ist es der nächste Rückschlag in einem bislang verkorksten Jahr. Alle Siege in den acht Saisonrennen gingen an Mercedes, nur in Bahrain und Kanada hatte Ferrari echte Möglichkeiten. In Bahrain warf Vettel seine Chance mit einem frühen Dreher weg, den Sieg von Leclerc verhinderte später ein technischer Defekt.

In Kanada kam Vettel gar als Erster ins Ziel, rutschte wegen einer Fünf-Sekunden-Strafe aber noch auf Rang zwei hinter Hamilton ab - nach einem Fahrfehler war er auf gefährliche Weise unmittelbar vor dem Engländer auf die Strecke zurückgekehrt und wurde dafür sanktioniert.

Kein Tiefschlag aus dem Nichts

Der Tiefschlag von Österreich kam nun nicht unbedingt aus dem Nichts, das Wochenende hatte schon holprig begonnen für Vettel. Im ersten Training am Freitag stand sein Ferrari lange für Umbauarbeiten in der Garage, der Deutsche verpasste weite Teile der Session. Am Nachmittag stand er sich dann selbst im Weg: Vettel verlor die Kontrolle über sein Auto und rutschte in den Kies, auf die Jagd nach schnellen Runden konnte er sich im zweiten Training damit nicht mehr machen.

Dennoch startete Ferrari als Favorit ins Qualifying und machte auch gleich einen starken Eindruck. Mercedes hatte bei der Zeitenjagd dagegen überraschend Probleme mit Verstappen im Red Bull, Bottas landete lediglich hinter dem Niederländer. Nico Hülkenberg im Renault beendete das Qualifying als Zwölfter, wegen des Wechsels seines Verbrennungsmotors geht er nun von Rang 15 ins Rennen.

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Quelle: n-tv.de, Thomas Weitekamp, sid

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