Fußball-EM

TV-Zensur für den schönen Schein Uefa-Regie zeigt Finalflitzer nicht

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Der Auftritt vom Flitzer dauerte nicht lang.

(Foto: imago/MIS)

Wieder rennt ein junger Fußballfan plötzlich über den Rasen – und das mitten im EM-Finale. Es ist nicht der erste Störenfried, mit dem es die Ordner bei diesem Turnier zu tun haben. Auffällig dabei ist: Die TV-Zuschauer bekommen ihn dank Uefa-Zensur nicht zu sehen.

Beim EM-Finale ist ein Flitzer auf das Spielfeld im Stade de France gelaufen. Es war bereits das dritte Mal, dass ein Fan bei diesem Turnier bei einem Spiel von Portugal den Rasen stürmte. Der Mann störte in der zweiten Halbzeit das Spiel. Laut Medienberichten machte der junge Mann Flickflacks auf dem Feld. Einem Spieler nahe kam er aber nicht.

Auf Fotos ist zu sehen, wie Ordner den jungen Mann zu Boden rangen und ihn anschließend abführten. Sein T-Shirt war danach zerrissen. Es handelte sich offenbar um einen Fan der französischen Mannschaft, er hatte sich die Farben der französischen Flagge ins Gesicht gemalt.

Fernsehzuschauer bekamen die Störaktion nicht zu sehen, die Uefa zeigte die Bilder nicht. Allerdings erwähnte der Kommentator Gerd Gottlob den Vorfall. Die Uefa war vorher bereits mehrfach dafür kritisiert worden, dass sie bestimmte Bilder nicht zeigte. Unter anderem war von den Ausschreitungen nach dem Spiel zwischen England und Russland im Stadion wenig zu sehen. Auch eine andere Flitzer-Aktion im Spiel Kroatien gegen die Türkei war schnell ausgeblendet worden.

Selfies mit Ronaldo

Die portugiesische Mannschaft scheint ein Magnet für Flitzer zu sein: Schon nach dem Gruppenspiel Portugal gegen Österreich hatte ein Mann den Platz gestürmt, um mit Cristiano Ronaldo ein Selfie zu machen. Der Weltstar sah es gelassen und machte in aller Seelenruhe ein Foto mit seinem Fan, der vor Aufregung sein Handy nicht richtig bedienen konnte. Ronaldo gab dazu den Ordnern ein Zeichen, sich zurückzuhalten.

Vor dem Halbfinale gegen Wales gelang es einem Fan sogar, sich auf das Mannschaftsfoto der Portugiesen zu mogeln. Der junge Mann stellte sich kurz vor dem Anpfiff einfach neben Ronaldo und ließ sich mit ablichten. Er gehörte zu den Kindern, die während der Nationalhymnen die Länderflaggen halten. Ein weiteres "Flaggenkind" stahl sich nach der Zeremonie davon, um mit Ronaldo ein Selfie zu machen.

Quelle: n-tv.de, hul

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