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Was wird aus Beierlorzer? 1. FC Köln verliert fatal, Veh ist weg

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Was soll er denn machen? Kölns Trainer Achim Beierlorzer nach dem Schlusspfiff.

(Foto: dpa)

Was ist da los in Köln? Der 1. FC verliert gegen Hoffenheim in der Nachspielzeit. Durch einen Elfmeter. Nach Videobeweis. Und dann gibt der Fußball-Bundesligist bekannt, dass Sportchef Armin Veh geht. Bleibt die Frage, was aus Trainer Achim Beierlorzer wird. Seine Chefs sprachen von einem Endspiel.

Was wird aus Achim Beierlorzer? Vor der Partie hatten seine Chefs von einem Endspiel gesprochen, und dann erleidet der 1. FC Köln gegen die TSG Hoffenheim einem Last-Minute-K.-o. Und so muss der im Sommer verpflichtete Trainer des Fußball-Bundesligisten nach dem 1:2 (1:0) mehr denn je um seinen Job bangen. Nachdem Jhon Cordoba in der 34. Minute vor 49.100 Zuschauern in Müngersdorf das Führungstor erzielt hatte, besiegelten Sargis Adamyan (48.) und Jürgen Locadia per Foulelfmeter (90.+8) zum Auftakt des elften Spieltags die achte Niederlage der Kölner in dieser Saison.

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Er ist dann mal weg: Armin Veh.

(Foto: imago images/ActionPictures)

Die gaben unmittelbar nach dem Schlusspfiff bekannt, dass der Klub den eigentlich noch bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag mit Sportchef Armin Veh mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Die Entscheidung sei, wie es hieß, "einvernehmlich" und "unabhängig" vom Ergebnis des Spiels getroffen worden. Die sportliche Leitung des abstiegsbedrohten Aufsteigers übernimmt zunächst der bisherige Leiter des Lizenzbereichs, Frank Aehlig. Dass der Sportchef seinen Vertrag im Sommer nicht verlängert und den Verein eh verlassen hätte, war Ende Oktober kommuniziert worden.

"Armin Veh hat den Mut gehabt, seine Aufgabe beim FC in einer schwierigen Situation zu übernehmen. Er hat die gesetzten Ziele unter anderem durch den Wiederaufstieg 2019 mit dem FC erreicht", sagte Klub-Präsident Werner Wolf, der betonte, dass er sich "eine längerfristige Zusammenarbeit" mit Veh hätte vorstellen können. Es sei eine "für alle Seiten faire Lösung" gefunden worden. Und was ist mit Beierlorzers beruflicher Zukunft in Köln? "Damit beschäftige ich mich nicht, weil es nicht in meiner Macht steht", hatte der 51 Jahre alte Coach vor der Partie gesagt. Und hinterher, nach dieser möglicherweise auch für ihn fatalen Niederlage, sagte er beim Bezahlstream Dazn, dass es völlig unerheblich sei, was für ein Gefühl er habe. "Ich bin jetzt sehr enttäuscht, weil die Mannschaft alles gegeben hat und ein wirklich gutes Spiel gemacht hat." Dass Veh sofort gehe, habe er nicht gewusst.

Dabei trifft sogar Cordoba

Den Kölnern war ihre Negativserie mit einem Sieg in den jüngsten acht Spielen von Beginn an anzumerken. Mit drei Neuen, darunter dem 20 Jahre alten Debütanten Ismail Jakobs, begannen sie zwar engagiert, allerdings scheuten beide Teams zunächst das Risiko. Die Gastgeber waren um Kontrolle bemüht, gingen aber zu ideenlos und zu langsam vor. Und so hatte Hoffenheims Pavel Kaderabek nach Vorarbeit von Florian Grillitsch die Chance zur Führung, wurde aber im letzten Moment geblockt (21.). Nur sieben Minuten später geriet der FC erneut in Not. Sebastian Rudy kam frei zum Schuss, verfehlte aber das Tor.

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Da war noch alles gut: Kölns Jhon Cordoba, rechts, feiert mit Louis Schaub sein Tor.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Erst der missratene Kopfballversuch von Angreifer Simon Terodde (32.), den Hoffenheims Schlussmann Oliver Baumann parierte, löste beim FC die Verkrampfung. Die nun spürbar größeren Angriffsbemühungen wurden schnell belohnt. Der in Köln umstrittene Cordoba brachte sein Team mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern in Führung. Es war das erste Bundesliga-Tor des Kolumbianers im FC-Trikot im 27. Spiel. Die Kölner verdienten sich die Führung nun mit ihrer stärksten Phase. Die Hoffenheimer agierten dagegen zu passiv.

Die neu gewonnene Stabilität schien den Gastgebern dann aber in der Pause abhanden gekommen zu sein, die Führung gab dem Team keine Sicherheit. Direkt nach Wiederanpfiff verbuchte die TSG drei Chancen binnen drei Minuten und kam durch den zuvor eingewechselten Adamyan zum Ausgleich. Zwar fingen sich die Kölner danach wieder, wirklich zwingend nach vorne wurden sie aber nicht mehr. Der Foulelfmeter für Hoffenheim nach Videobeweis in der Nachspielzeit, den Locadia verwandelte, besiegelte dann den späten sehr späten K.-o. der Kölner.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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