Fußball

Union und Hoffenheim weiter 1. FC Saarbrücken gelingt Pokalsensation

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Nationalspieler Hector (l.) schaut nur hinterher.

(Foto: dpa)

Für den 1. FC Köln reißt die Negativserie nicht ab. Im DFB-Pokal scheitert der Bundesligist am drei Klassen tiefer angesiedelten 1. FC Saarbrücken. Auch Union Berlin gelingt beim SC Freiburg eine kleine Überraschung. Hoffenheim zeigt sich dagegen souverän beim MSV Duisburg.

1.FC Saarbrücken - 1. FC Köln 3:2 (0:0)

Dirk Lottner hat mit dem 1. FC Saarbrücken seinen Herzensverein blamiert und den 1. FC Köln aus dem DFB-Pokal geworfen. Der Spitzenreiter aus der Regionalliga-Südwest setzte sich in der zweiten Runde sensationell mit 3:2 (0:0) gegen den lange harmlosen Bundesliga-Aufsteiger durch. Vor 6800 Zuschauern in Völklingen trafen Christopher Schorch (53. Minute), Gillian Jurcher (57.) und Matchwinner Tobias Jänicke (90.) für den Außenseiter, der für den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale seit sechs Jahren vom DFB eine Prämie von 702.000 Euro erhält.

Jonas Hector (71.) und Simon Terodde (84.) konnten für die enttäuschenden Kölner vor dem Last-Minute-K.o. nur zwischenzeitlich ausgleichen. Saarbrückens Trainer Lottner, der fünf Jahre für den FC spielte, hatte die Partie gegen Köln als "Bonusspiel" bezeichnet - für seine Spieler, aber in gewisser Weise auch für sich selbst.

SC Freiburg - Union Berlin 1:3 (1:1)

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Bei Freiburg gegen Union ging es heiß her.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Der 1. FC Union Berlin steht dank eines späten Doppelpacks erstmals seit fast sechs Jahren im Achtelfinale des DFB-Pokals. Im Zweitrunden-Duell beim Bundesliga-Überrachungsdritten SC Freiburg setzte sich der Aufsteiger durch die Treffer von Robert Andrich in der 86. Minute und Christian Gentner in der Nachspielzeit überraschend mit 3:1 (1:1) durch. "Wir fahren nach Berlin", skandierten die Union-Fans.

Joshua Mees (36. Minute) hatte die Gäste-Mannschaft von Fußballlehrer Urs Fischer in Führung gebracht, noch vor der Pause war Freiburgs Nationalspieler Robin Koch (45.+2) aber der Ausgleich gelungen, ehe Andrich und Gentner vor 24.000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion für die Entscheidung sorgte. Die Berliner, die es 2001 sogar mal bis ins Finale geschafft hatten, stimmten sich damit perfekt auf das Stadtduell in der Meisterschaft am kommenden Samstag daheim gegen Hertha BSC ein.

MSV Duisburg - TSG Hoffenheim 0:2 (0:0)

Die TSG Hoffenheim setzte seine Erfolgsserie im Oktober fort und erreichte im DFB-Pokal die nächste Runde. Am Dienstag gewann das Team von Trainer Alfred Schreuder mit 2:0 (0:0) beim Drittligisten MSV Duisburg und zog erstmals nach fünf Jahren wieder ins Achtelfinale ein. Damit krönten die Hoffenheimer nach zuvor drei Siegen in der Bundesliga einen für sie goldenen Oktober.

Vor 14.306 Zuschauern in der Duisburger Arena erzielten Florian Grillitsch (53. Minute) und Sargis Adamyan (59.) die Tore für die Kraichgauer. In den zurückliegenden drei Jahren war Hoffenheim jeweils in der zweiten Pokalrunde gescheitert. Der MSV, der in der Auftaktrunde den Zweitligisten Greuther Fürth bezwungen hatte und in der Saison 2010/11 zuletzt im Pokalfinale stand, mühte sich vergeblich.

Hamburger SV - VfB Stuttgart 1:2 n. V. (1:1, 1:1)

Der VfB Stuttgart revanchierte sich dank Hamadi Al Ghaddioui für das 2:6-Debakel in der Liga und schmiss den Hamburger SV nach einem packenden Thriller aus dem DFB-Pokal. Drei Tage nach der Blamage gewannen die Schwaben Teil zwei des Doppelpacks an der Elbe mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung und zogen verdient ins Achtelfinale ein. Nicolas Gonzalez per Foulelfmeter (2.) und kurz vor Schluss dann der erst in der Verlängerung eingewechselte Al Ghaddioui (113.) trafen für die diesmal viel entschlossener auftretenden Stuttgarter zum umjubelten Weiterkommen, für den HSV war der zwischenzeitliche Ausgleich durch Aaron Hunt (16./Foulelfmeter) im Duell der beiden Top-Teams der Zweiten Bundesliga zu wenig.

Stuttgart zog wie von Trainer Tim Walter angekündigt die nötigen "Lehren" aus der Liga-Pleite und setzte sich im fünften Pokal-Duell mit dem Rivalen aus dem Norden zum fünften Mal durch. Der HSV fand hingegen im Vergleich zum Triumph am Samstag diesmal kaum Lösungen gegen die giftigen Gäste - und so platzte nach dem Halbfinal-Einzug im Vorjahr der Traum auf einen ähnlichen Pokal-Coup schon in der zweite Runde.

Quelle: ntv.de, mba/sid/dpa