Fußball

54.302 Zuschauer sehen Topspiel Arminias Soukou ernüchtert den VfB

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Gomez trifft, aber zum Heimsieg gegen Bielefeld reicht es für den VfB Stuttgart dennoch nicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Situation vor dem Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga ist klar: Gewinnt der VfB Stuttgart gegen Tabellenführer Bielefeld, verkürzen die Schwaben zum einen den Abstand auf die Arminia. Zum anderen schaffen sie einen Puffer auf Relegationsplatz drei. Doch der wirkliche Sieger ist am Ende nicht der VfB.

Inmitten der Verunsicherung über die Coronavirus-Folgen hat der VfB Stuttgart im Zweitliga-Topspiel gegen Arminia Bielefeld den erhofften Heimsieg verpasst. Die Schwaben kamen nicht über ein 1:1 (0:0) gegen die Ostwestfalen hinaus und liegen so weiter sechs Punkte hinter dem Tabellenführer. Dank des Punktgewinns vor 54.302 Zuschauern zogen die Stuttgarter Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo im Aufstiegsrennen wieder am Hamburger SV vorbei auf Platz zwei. Die Führung des ehemaligen Nationalstürmers Mario Gomez (53. Minute) für den VfB glich der eingewechselte Cebio Soukou (76.) aus.

"Das war ein Spiel, in dem beide Mannschaften Respekt voreinander hatten. Wir nehmen auch hier einen Punkt mit, das ist überragend. Wir haben den Charaktertest bestanden. An Selbstvertrauen mangelt es uns nicht. Wir müssen nur klar im Kopf bleiben. Es ist aber noch ein Weg, den wir gehen müssen", sagte Bielefelds Torjäger Fabian Klos dem TV-Sender Sky und Soukou fügte hinzu: "Die Situation ist schön. Das genießt jeder einzelne." Stuttgarts Gonzalo Castro war dagegen nicht zufrieden: "Das ist zu wenig. In der ersten Halbzeit war es ein langweiliges Spiel. Nach dem 1:0 verlieren wir die Kontrolle und kassieren ein dummes Tor."

Schon am kommenden Wochenende drohen in der Bundesliga angesichts der Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern vorerst abzusagen, Spiele ohne Publikum. Das Montagsspiel der 2. Liga war davon noch nicht betroffen. Insbesondere aus sicherheitsrelevanten Aspekte sahen die Behörden nach eigenen Angaben kurzfristig davon ab, die Zuschauer auszuschließen.

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Im Zuge des Zweitliga-Spiels zwischen dem VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld erneuern die Fans der Weiß-Roten ihre Kritik am DFB.

(Foto: picture alliance/dpa)

So konnte sich auch im Zweitliga-Topspiel die Kritik der Fans am Deutschen Fußball-Bund fortsetzen, mit kritischen Bannern und Mitte der ersten Halbzeit auch verunglimpfenden Gesängen. Auf einen Treffer warteten die Zuschauer dagegen lange vergeblich, auch gefährliche Offensivszenen kamen zunächst nur selten zustande.

Erstes Unentschieden nach sechs Heimsiegen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit war es dann Gomez, der die VfB-Fans jubeln ließ. Nach einer Flanke von Nicólas González köpfte der Routinier freistehend ein. Die Wechsel in der Startelf von VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo hatten sich damit bezahlt gemacht. González und Gomez waren ebenso wie Rückkehrer Holger Badstuber im Vergleich zum jüngsten 0:2 in Fürth neu in die erste Elf gerückt.

Gomez hatte schon in der ersten Halbzeit die beste Stuttgarter Chance gehabt. Sein Schuss in der dritten Minute wurde allerdings vom eigenen Mitspieler Nathaniel Phillips geblockt. Bei einer weiteren Szene im Strafraum rauschte der ehemalige Nationalstürmer in Arminia-Torhüter Stefan Ortega. Beide konnten aber weiterspielen. Knapp 20 Minuten vor dem Ende kam Atakan Karazor für Torschütze Gomez und sollte die Defensive stärken. Doch Bielefeld, die stärkste Auswärtsmannschaft der Liga, kam dank des eingewechselten Soukou zurück.

VfB-Torhüter Kobel war geschlagen, nachdem er zuvor noch stark gegen Toptorjäger Fabian Klos pariert hatte. Für den VfB war es das erste Unentschieden vor eigener Kulisse nach zuvor sechs Heimsiegen.

Quelle: ntv.de, hny/dpa