Fußball

Spanisches Europa-League-Finale Atletico triumphiert, Bilbao weint

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Nach seinem Final-Doppelpack gegen Athletic Bilbao kommt Radamel Falcao nun auf die unglaubliche Bilanz von 29 Tore in 29 Europa-League-Spielen.

(Foto: dpa)

Die eingebaute Torgarantie von Radamel Falcao beschert Atletico Madrid den zweiten Sieg in der Europa League nach 2010. Im Finale gegen Athletic Bilbao erzielt der Kolumbianer schon in Hälfte eins einen Doppelpack. Den Schlusspunkt gegen offensiv zu ungefährliche Basken setzt eine Leihgabe aus der Bundesliga. Bilbao-Coach Marcelo Bielsa bleibt ungekrönt.

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Mit seinem Tor zum 3:0 beseitigte Diego kurz vor Schluss die letzten Zweifel am erneuten Sieg von Atletico Madrid.

(Foto: REUTERS)

Torgarant Radamel Falcao hat Atletico Madrid den zweiten Triumph nach 2010 in der Europa League beschert. Dank der Wettbewerbs-Tore Nummer elf und zwölf des überragenden Kolumbianers gewann der Hauptstadtclub in Bukarest das spanische Finale gegen den Liga-Rivalen Athletic Bilbao mit 3:0 (2:0) und machte seinen insgesamt dritten Europacup-Erfolg perfekt. Vor 52.347 Zuschauern im Nationalstadion war die von Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Stark souverän geleitete Partie bereits zur Pause durch einen Doppelschlag von Falcao (7/34.) zugunsten von Atletico entschieden, das im Viertelfinale Hannover 96 ausgeschaltet hatte. Der frühere Bundesliga-Profi Diego setzte den Schlusspunkt (85.).

Mit insgesamt zwölf Toren in dieser Saison setzte sich der 26-jährige Falcao, dem in der Spielzeit 2010/11 im Trikot des siegreichen FC Porto sogar 17 Treffer in der Europa League gelungen waren, in der Torjägerliste vom Schalker Klaas-Jan Huntelaar (10) ab. Schon vor einem Jahr war dem Kolumbianer im Finale gegen Sporting Braga das entscheidende 1:0 gelungen. Den Basken, die auch in ihrem zweiten europäischen Finale nach 1977 als Verlierer den Platz verließen, bleibt immer noch eine Titelchance im Endspiel um den spanischen Pokal gegen den FC Barcelona am 25. Mai.

Blitzstart dank Falcao-Traumtor

Atletico Madrid - Athletic Bilbao 3:0 (2:0)

Tore: 1:0 Falcao (7.), 2:0 Falcao (34.), 3:0 Diego (85.)
Madrid: Courtois - Juanfran, Godin, Miranda, Filipe - Suarez,  Gabi - Diego (90. Koke), Adrian (88. Salvio), Arda Turan (90.+3  Dominguez) - Falcao
Bilbao: Iraizoz - Iraola, Martinez, Amorebieta,  Aurtenetxe (46. Ibai) - Iturraspe (46. Perez) - Herrera (63.  Toquero), De Marcos - Susaeta, Llorente, Muniain
Referee: Stark Zuschauer: 52.347
Schüsse: 16:17 Ecken: 3:8 Ballbesitz: 39:61

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Vor den Augen des spanischen Kronprinzen Felipe und von Nationaltrainer Vicente del Bosque legte Atletico in dem temporeichen und gutklassigen Endspiel einen Blitzstart hin. In der 7. Minute setzte sich "Tiger" Falcao im Strafraum gegen zwei Basken durch und schlenzte den Ball unhaltbar für Torhüter Gorka Iraizoz zum 1:0 in den Winkel. Als Passgeber zeichnete sich einmal mehr der frühere Wolfsburger und Bremer Diego aus, der schon seinen siebten Assist in der Europa League verbuchte.

Der Liga-Neunte Bilbao brauchte einige Zeit, um sich vom Schock des frühen Rückstands zu erholen, zeigte aber dann ebenfalls seine offensiven Qualitäten. Durch Fernando Llorente (19.) und Iker Muniain (24.), dessen Schuss Atletico-Schlussmann Thibaut Courtois mit Mühe zu fassen bekam, besaßen die Basken gute Chancen zum Ausgleich.

Bilbao-Fehler eiskalt bestraft

Wie man seine Chancen kaltschnäuzig nutzt, bewies aber auf der Gegenseite erneut Falcao. Von Arda Turan mustergültig freigespielt tanzte der Vollblutstürmer mit dem Rücken zum Tor stehend zwei Gegenspieler aus und traf zum 2:0. Vorausgegangen war ein Ballverlust von Bilbaos Abwehrspieler Fernando Amorebieta an der eigenen Strafraumgrenze.

Bilbao startete druckvoll in die zweiten 45 Minuten und war um den schnellen Anschluss bemüht, aber die Madrilenen gaben das Heft nicht mehr aus der Hand. Und wenn doch etwas vor das Atletico-Tor kam, war der starke Abwehrspieler Joao Miranda zur Stelle, so etwa in der 46. Minute, als er Muniains scharfe Hereingabe zur Ecke lenkte.

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Der Sturmlauf von Bilbao im zweiten Durchgang wurde nicht belohnt, die Fans hofften vergebens.

(Foto: REUTERS)

In der Schlussphase setzte die Elf von Trainer Marcelo Bielsa alles auf eine Karte, doch nicht nur bei den vergebenen Möglichkeiten von Markel Susaeta (77./79.) dokumentierten die Basken ihre Schwächen im Abschluss. Auf der Gegenseite verhinderte der Pfosten den dritten Falcao-Treffer (80.), doch dann beseitigte Diego mit einem Schuss in die lange Torecke die letzten Zweifel. Für den Ex-Bremer, der das Uefa-Cup-Finale 2009 gegen Schachtjor Donezk wegen einer Sperre verpasst hatte, war der Finalsieg eine besondere Genugtuung.

Quelle: ntv.de, dpa

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