Fußball

Dortmunder Meisterpläne BVB-Kader soll schrumpfen, Favre bleiben

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Soll über 2020 hinaus Borusse bleiben: Lucien Favre.

(Foto: REUTERS)

Hochzufrieden ist Borussia Dortmund mit Erfolgscoach Lucien Favre, der Schweizer soll deshalb vorzeitig verlängern. Für den BVB-Kader sind die Planungen nach der 75-Millionen-Offensive weitgehend abgeschlossen. Baustellen bleiben: der Sturm - und das Heer an Leihspielern.

Der Vertrag von Lucien Favre als Trainer von Borussia Dortmund läuft zwar noch bis 2020. Trotzdem will der BVB nach einer starken Saison mit Platz zwei in der Fußball-Bundesliga zeitnah mit dem Schweizer verlängern. "Natürlich werden wir mit ihm in die Gespräche gehen, und ich persönlich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" und betonte: "Wir alle fühlen uns in dieser Konstellation wohl." Aktuell laufen die Gespräche aber noch nicht.

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Die Borussen hatten in der abgelaufenen Saison vor allem in der Hinrunde überzeugt und zwischenzeitlich einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den FC Bayern herausgespielt. Letztlich verpassten sie die erste deutsche Meisterschaft seit 2012 aber um zwei Punkte. In der Analyse machte Zorc vor allem die immer wieder schwächelnde Defensive und zu viele individuelle Fehler aus ("Die haben uns am Ende um die Früchte der Arbeit gebracht").

Aber auch den eigenen, sehr defensivem Umgang mit dem Ziel Meisterschaft trotz zwischenzeitlich komfortablem Vorsprung auf die Münchner betrachtete Zorc rückblickend kritisch. "Aus dem Wissen, dass wir unsere Mannschaft verstärkt und sich die Spieler weiterentwickelt haben - haben wir abgeleitet, dass wir offensiver in der öffentlichen Zielsetzung werden wollen", sagte der frühere Profi: "Wir möchten zumindest versuchen, den Titel wieder nach Dortmund zu holen." Auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte bereits eine offensivere Kommunikationsstrategie der Dortmunder angekündigt.

Sieben BVB-Profis zu haben

Personell wird sich der BVB wohl von den sieben Leihspielern, die zurückkommen, trennen. Darunter ist auch Ex-Nationalspieler André Schürrle. Den früheren Kapitän Marcel Schmelzer, der zuletzt sportlich keine Rolle mehr spielte, möchte Zorc hingegen gerne halten. Ein möglicher Abgang von Mittelfeldspieler Julian Weigl sei derweil gar kein Thema.

Bislang hat der BVB die deutschen Nationalspieler Nico Schulz und Julian Brandt sowie den Belgier Thorgan Hazard für insgesamt rund 75 Millionen Euro verpflichtet. Weitere Neuverpflichtungen stehen wohl nicht auf dem Programm. "Wir werden natürlich weiter versuchen, den Kader zu optimieren. Aber das Gros ist getan", sagte Zorc.

Spekuliert wurde zuletzt über eine weitere Verstärkung für den Sturm, gehandelt werden dabei Ex-Bundesligaprofi Mario Mandzukic von Juventus Turin und Duvan Zapata von Atalanta Bergamo. Der 28-Jährige Kolumbianer hatte mit 23 Saisontoren in der Serie A maßgeblichen Anteil an Bergamos sensationeller CL-Qualifikation. Sein Vertrag läuft noch bis 2020. Auch über ein BVB-Interesse an Sebastien Haller von Eintracht Frankfurt wird immer wieder spekuliert - und neuerdings darüber, dass der Franzose im Rahmen eines Tauschgeschäfts in Dortmund landen könnte. Demnach könnte der Stürmer im Gegenzug für Sebastian Rode (diese Saison schon als Leihspieler bei der Eintracht) und Alexander Isak zur Borussia wechseln.

Quelle: n-tv.de, cwo/dpa

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