Fußball

Kiel schockt Freiburg Bayer kantert und kontert Gladbach raus

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Bayer-Doppelpacker: Karim Bellarabi.

(Foto: REUTERS)

Das nächste Spektakel: Nach dem vorläufigen "Krisenende" in der Fußball-Bundesliga gegen Werder kontert Bayer Leverkusen im DFB-Pokal auch Borussia Mönchengladbach gnadenlos aus. Rostock verpasst eine Überraschung, der MSV Duisburg siegt deutlich.

Borussia Mönchengladbach - Bayer Leverkusen 0:5 (0:2)

Heiko Herrlich darf nach einem furiosen Kantersieg im DFB-Pokal an Halloween aufatmen. Der zuletzt angezählte Trainer von Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen gewann den Westschlager gegen eine in der zweiten Hälfte indiskutable Mönchengladbacher Borussia verdient mit 5:0 (2:0) und sammelte weitere Pluspunkte. Während die eiskalte Werkself zum siebten Mal in acht Jahren im Achtelfinale steht, setzte sich für Gladbach ein Heimfluch fort. Julian Brandt (5.), Tin Jedvaj (45.+1), Karim Bellarabi (67./74.) und Kevin Volland (80.) trafen in einer munteren Partie für die Herrlich-Elf, die drei Tage nach der 6:2-Gala in Bremen erneut überzeugte. Vor allem bei Kontern setzte Bayer immer wieder Nadelstiche. Für die harmlosen Gladbacher endete der Traum vom Pokalsieg dagegen wie schon vor einem Jahr gegen den Rheinrivalen. Im erst neunten Pokalspiel im Borussia-Park war es die sechste Heimniederlage.

Holstein Kiel - SC Freiburg 2:1 (1:1)

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Matchwinner: Kiels Kapitän David Kinsombi.

(Foto: dpa)

Böses Erwachen im hohen Norden: Der SC Freiburg ist nach einer schwachen Vorstellung beim Zweitligisten Holstein Kiel aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Für das Bundesliga-Team von Trainer Christian Streich war nach der verdienten 1:2 (1:1)-Niederlage bereits in der zweiten Hauptrunde Endstation. Zugleich vermasselten die Breisgauer auf der weiten Dienstreise ihre Generalprobe für den Auftritt am Samstag bei Rekordmeister Bayern München. Nils Petersen sorgte vor 9361 Zuschauern für einen Start nach Maß für die Gäste. Bereits nach 43 Sekunden traf der Nationalstürmer freistehend per Kopf zum 1:0. Holstein glich aber schon in der 26. Spielminute durch Janni Serra aus, der eine präzise Flanke des starken Alexander Mühling verwertete. Kapitän David Kinsombi sorgte schließlich nach feiner Kombination für den Kieler Siegtreffer (79.).

Arminia Bielefeld - MSV Duisburg 0:3 (0:3)

Zweitligist Arminia Bielefeld hat gegen den MSV Duisburg kein Land gesehen und schlittert immer tiefer in die Krise. Das Team von Trainer Jeff Saibene unterlag dem Ligarivalen auf der heimischen Alm mit 0:3 (0:3) und kassierte damit die fünfte Pflichtspiel-Niederlage in Folge. John Verhoek (12.), Fabian Schnellhardt (39.) und Cauly Oliveira-Souza (45.) trafen für den MSV, der als Tabellen-Vorletzter im Unterhaus noch einmal drei Plätze hinter den Ostwestfalen rangiert. Für Duisburg bedeutete der klare Erfolg den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale seit 2011 - damals war erst im Endspiel Endstation (0:5 gegen Schalke 04).

FC Hansa Rostock - 1. FC Nürnberg 2:4 i.E. (2:2)

Lang gezittert, nie aufgesteckt und am Ende nervenstark vom Punkt: FBundesligist 1. FC Nürnberg ist nach einem heftig umkämpften Spiel ins Achtelfinale des DPokals eingezogen. Beim erbittert kämpfenden Drittliga-Klub Hansa Rostock gewann der Favorit in der zweiten Runde mit 2:4 im Elfmeterschießen. Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (1:1, 0:1) gestanden. Rostock verpasste somit die Runde der besten 16 (5./6. Februar) zum elften Mal nacheinander. Tim Leibold ließ mit seinem entscheidenden Versuch vom Punkt das Ostseestadion verstummen. Im Spiel hatten Pascal Breier (35.) per Slapstick-Tor und Jonas Hildebrandt (94.) mit einem direktem Freistoß für Rostock getroffen. Adam Zrelak (90.) und Federico Palacios (103.) glichen zweimal für die Franken aus. Das Breier-Tor stand am Ende einer wahren Fehlerkette. Erst überließ Nürnbergs Verteidiger Robert Bauer Hansa-Profi Merveille Biankadi leichtfertig den Ball, dessen nicht sonderlich scharfe Hereingabe verstolperte im Strafraum Simon Rhein - sodass Breier  ziemlich unerwartet leichtes Spiel hatte. 

SC Weiche Flensburg - Werder Bremen 1:5 (1:3)

Werder Bremen hat seine Pflicht erfüllt. Der Bundesligist setzte sich in Lübeck gegen den Regionalligisten SC Weiche Flensburg souverän mit 5:1 (3:1) durch. Die Bremer hatten nur in der ersten Halbzeit phasenweise Probleme gegen den Viertligisten. Insgesamt reichte eine durchschnittliche Leistung, um sicher das Achtelfinale zu erreichen.  Sturm-Oldie Claudio Pizarro (8.), Florian Kainz (38.) mit einem 20-Meter-Schuss, Davy Klaassen (44.) per Foulelfmeter und der eingewechselte Martin Harnik (76./81.) mit einem Doppelschlag trafen für den Favoriten. Weiches Ilidio Pastor Santos (27.) gelang per Freistoß der zwischenzeitliche Ausgleich.

Quelle: n-tv.de

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