Fußball

Inter Miami scheidet sieglos aus Beckham-Klub meilenweit von Erfolg entfernt

imago0046802234h.jpg

Viel sportlichen Grund zur Freude gabs für Beckham und Miami bislang nicht.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Als erste Mannschaft scheidet Inter Miami beim Neustart der Major League Soccer aus. Dabei hat der von David Beckham gegründete Klub große Ambitionen. Für den ehemaligen Fußball-Superstar ist das vor allem Ansporn. Helfen könnten dabei einige alternde Stars aus Europa.

So hatte sich David Beckham das ganz bestimmt nicht vorgestellt. Kein Sieg, dafür fünf Niederlagen in den ersten fünf Spielen für Inter Miami. Sein neu gegründeter Klub, sein Herzensprojekt, stellte damit gleich mal einen Negativrekord auf: Noch nie erwischte ein Expansionsteam in der Major League Soccer (MLS) einen derart schlechten Start.

Das veranlasste den prominenten Klubbesitzer Beckham zu nachdenklichen Worten. Auch "Manchester United, Real Madrid, La Liga und die Premier League" seien ja "nicht an einem Tag gebaut" worden, "Geduld ist eine Tugend", schrieb der 45-Jährige auf Instagram unter ein Bild - kniend, in den weiß-pink-gestreiften Shorts des Teams, den Blick in die Ferne gerichtet.

"Manchmal" sei der Weg eben lang, "Mannschaften, Spieler und Klubs brauchen Zeit, um zu gedeihen. Aber wenn sie es dann tun, scheinen all die harten Zeiten weit entfernt." Die Ziele im Sonnenstaat Florida sind hoch gesteckt, möglichst bald soll Inter Miami bereits Titel und Pokale gewinnen.

*Datenschutz

Bei Fans und Verantwortlichen ist zunächst aber Geduld gefordert, die ersten sportlichen Gehversuche endeten allesamt ernüchternd. Fünf Pleiten mit nur einem Tor Unterschied geben wiederum Anlass zur Hoffnung, so viel fehlt ja nicht. "Wir leben für Herausforderungen", schrieb Beckham, "harte Arbeit und Geduld machen den Erfolg umso süßer".

Große Namen und ein pinkes Dach

Die ersten Monate der Vereinsgeschichte waren jedenfalls turbulent. Nach den ersten beiden Ligaspielen im März stoppte die Corona-Krise den Spielbetrieb, beim Restart-Turnier in Disney World im benachbarten Orlando verabschiedete sich Miami als erstes Team schon in der Gruppenphase.

Ein Rückschlag für Beckham, der als Miteigentümer in der Investorengruppe des Klubs seit der ersten Stunde mit Herzblut dabei ist. Ein mögliches Mittel, um der sportlichen Krise entgegenzuwirken? Die Verpflichtung eines Stars. Der Mannschaft von Trainer Diego Alonso fehlt noch der große Führungsspieler, zuletzt gab es Spekulationen über Routiniers wie Radamel Falcao (34), David Silva (34) oder Edinson Cavani (33).

Parallel lässt Beckham in Miami ein Vergnügungsareal bauen, inklusive Arena für 25.000 Zuschauer. Das Dach ist in der Klubfarbe pink gefärbt und erinnert an das Gefieder eines Flamingos. In zwei Jahren soll die neue Heimstätte fertiggestellt werden, bis dahin kickt Inter in Fort Lauderdale.

Auf das erste Heimspiel muss Beckham allerdings noch warten, die ersten beiden Ligaspiele fanden auswärts statt. Nach dem Restart-Turnier soll die Regular Season der MLS wieder fortgesetzt werden, vielleicht gelingt dann auf heimischem Rasen der erste Sieg der Klubgeschichte.

Quelle: ntv.de, David Ryborz, sid