Fußball

Linksverteidiger-Problem gelöst? Blitz-Einbürgerung bringt Löw neue EM-Option

imago1002388687h.jpg

Bald auch im DFB-Dress?

(Foto: imago images/Sportfoto Rudel)

Auf der linken Seite seiner Abwehrkette hat Joachim Löw für die DFB-Elf noch keine dauerhafte Lösung gefunden. Nun eröffnet sich dem Fußball-Bundestrainer wenige Tage vor der Nominierung des EM-Kaders eine neue Option. Ein Verteidiger des VfB Stuttgart ist jetzt deutscher Staatsbürger.

Bundestrainer Joachim Löw hat für die Fußball-Europameisterschaft einen Kandidaten mehr: Stuttgarts Linksverteidiger Borna Sosa hat das Einbürgerungsverfahren durchlaufen und ist ab sofort für die deutsche Nationalmannschaft spielberechtigt. "Wir können bestätigen, dass Borna Sosa die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen hat", teilte der VfB dem Sportinformationsdienst auf Anfrage mit und bestätigte damit vorangegangene Medienberichte.

"Wir kennen den Jungen und beobachten ihn. Wir glauben, dass Borna Sosa das Potenzial zum deutschen Nationalspieler hat", wurde DFB-Direktor Oliver Bierhoff von der "Bild" zitiert. Der 23 Jahre alte Kroate hat bisher nur in den Nachwuchsmannschaften seines Geburtslandes gespielt, unter anderem 19 Mal für die U21. Deshalb kann Sosa künftig für das DFB-Team auflaufen.

Sosa hatte sich in dieser Saison beim Aufsteiger in den Vordergrund gespielt. In 23 Bundesligapartien bereitete der offensivstarke Profi immerhin zehn Tore des VfB vor. Sosa, dessen Vertrag in Stuttgart noch bis 2025 läuft, hat mit seinen Leistungen auch das Interesse größerer Klubs in Europa geweckt. 2018 war er von Dinamo Zagreb zu den Schwaben gewechselt. Die Einbürgerung Sosas wurde nach Sky-Informationen nur möglich, da dessen Mutter in Berlin geboren wurde und dort aufwuchs. Sosas Opa lebte zudem lange in der Hauptstadt und betrieb dort ein Bauunternehmen.

Löw hatte zuletzt auf der linken Abwehrseite immer wieder experimentiert. Als Kandidaten auf dieser Position gelten Robin Gosens aus Bergamo oder Marcel Halstenberg von RB Leipzig. In zwei der drei vergangenen WM-Qualifikationsspiele verteidigte gar der Dortmunder Emre Can, der normalerweise zentral und bevorzugt im Mittelfeld agiert, auf links.

Knapp einen Monat vor den drei EM-Vorrundenspielen in München eröffnet sich der DFB-Elf somit eine überraschende Option für die Defensive. Für Mitte Mai ist die Nominierung des vorläufigen Kaders angekündigt, der dann ins Trainingslager nach Österreich reist. Bis zum 1. Juni muss das Aufgebot an die UEFA gemeldet werden. Vor Turnierbeginn stehen noch zwei Testspiele gegen Dänemark (2. Juni in Innsbruck) und gegen Lettland (7. Juni in Düsseldorf) auf dem Plan. Dort könnte Sosa dann erstmals zum Einsatz kommen.

Quelle: ntv.de, tsi/sid

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.