Fußball

"Stolz auf wundervolle Momente" Brasiliens Ex-Nationaltrainer Alvarez ist tot

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Vadão erlag einem Krebsleiden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Die sechsmalige Weltfußballerin Marta trauert: Der ehemalige brasilianische Fußball-Nationaltrainer der Frauen ist tot. Oswaldo Alvarez stirbt im Alter von 63 Jahren an Krebs. Seine berühmteste Spielerin kondoliert ihm mit einem herzlichen Dank.

Der ehemalige Nationaltrainer der brasilianischen Fußballfrauen, Oswaldo Alvarez, ist am Montag im Alter von 63 Jahren an einer Leberkrebserkrankung in São Paulo verstorben. "Danke für alles und ruhe in Frieden", kondolierte die sechsmalige Weltfußballerin Marta stellvertretend für ihre Mannschaftskolleginnen, die Alvarez noch vor einem Jahr bei der WM in Frankreich betreut hatte.

Der brasilianische Fußballverband würdigte Alvarez als "loyalen Profi", und die mehrmalige Weltfußballerin Marta schrieb: "Ich bin so stolz, so viele wundervolle Momente an deiner Seite erlebt zu haben und die Möglichkeit, so viel zu lernen. Danke für alles - und ruhe in Frieden."

Zwei Copa-Titel

Vadão, wie der beliebte Coach mit einer langen Liste von trainierten Teams daheim nur genannt wurde, hatte Marta und Co. bei den WM-Turnieren 2015 und 2019 jeweils bis ins Achtelfinale geführt. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro wurde als Vierter der erhoffte Sprung aufs Treppchen verpasst. Im Sommer vergangenen Jahres musste er sein Amt an die schwedische Erfolgstrainerin Pia Sundhage übergeben.

Zuvor gewann Vadão 2014 und 2018 mit Brasilien die Copa America der Frauen sowie Gold bei den Panamerikanischen Spielen 2015. Er trainierte auch zahlreiche Männerklubs in seinem Heimatland, war zumeist aber eher bei mittelklassigen Vereinen engagiert. Herausragend zu nennen sind die Förderung der Karrieren der späteren Weltfußballer Rivaldo und Kaka.

Das Krebsgeschwür bei Vadão war erst Anfang des Jahres entdeckt worden. Wegen Komplikationen lag er seit der vergangenen Woche auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in São Paulo. Im gleichnamigen Bundesland hatte er bei eher mittelklassigen Vereinen auch die meisten seiner Trainerstationen.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid