Fußball

Dynamo Kiew will Sieg für sie Champions League nur dank ukrainischer Soldaten

0b06db2fe37131f484500753b0debb24.jpg

Dynamo Kiew spielte zuletzt bei einer Benefiz-Tour.

(Foto: IMAGO/PanoramiC)

Mitten im Krieg steht plötzlich Fußball an. Dynamo Kiew spielt in der Qualifikation zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul. Das Heimspiel wird in Polen ausgetragen. Es ist das erste Pflichtspiel seit 221 Tagen für den Klub. Die Spieler denken vor allem an ihre Soldaten.

Während in der Heimat weiter der Krieg tobt, steht Ukraines Rekordmeister Dynamo Kiew vor seinem ersten Pflichtspiel seit 221 Tagen. Am Mittwoch (20 Uhr MESZ) ist der ukrainische Rekordmeister in Polen in der zweiten Runde der Qualifikation zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul erstmals seit Kriegsbeginn wieder gefordert. Dabei möchte das Team auch für sein Land siegen.

"Selbstverständlich unterstützen wir unsere Soldaten und die bewaffneten Streitkräfte in der Ukraine", erklärte Kiews Verteidiger Oleksandr Syrota vor der Partie: "Wir sind nur hier, weil sie es ermöglichen. Sie leisten großartige Arbeit. Wir hoffen, dass wir für sie gewinnen werden."Ausgetragen wird das Hinspiel wegen der unsicheren Lage rund um Kiew im Miejski-Stadion im polnischen Lodz. Das Rückspiel steigt dann eine Woche später beim türkischen Vizemeister in Istanbul.

Die Stimmung innerhalb der Mannschaft sei trotz der Umstände gut, "denn wir spielen Champions League", sagte der 22 Jahre alte Abwehrspieler und drückte seine Vorfreude aus: "Wir haben uns darauf vorbereitet und ich denke, dass wir zu hundert Prozent bereit sein werden."

Konzentration aufs Spiel

Doch auch beim Spiel sei es "schwer, nicht an die Geschehnisse in der Ukraine zu denken", gab Syrota zu. Dennoch "müssen wir uns jetzt auf Fenerbahce konzentrieren." Denn auch ohne viel Wettkampfpraxis möchte die Mannschaft des rumänischen Trainers Mircea Lucescu gerne die nächste Runde erreichen und weiter von der Gruppenphase in der Champions League träumen.

Mehr zum Thema

Kiew hatte sich seit Kriegsbeginn und dem damit verbundenen Abbruch der Liga mit einigen Test- und Benefizspielen - wie beispielsweise im April bei Borussia Dortmund oder vor rund einer Woche gegen Olympique Lyon - fit gehalten. "Wir haben noch ein paar Tage Zeit. Ich denke, dass wir in perfekter Form sein werden. Zumindest hoffe ich das", erklärte Syrota mit Blick auf die Quali.

Die Pflichtspiel-Premiere in der Champions League soll dabei nur der Anfang für den ukrainischen Fußball sein. Plänen zufolge soll die Liga trotz der anhaltenden Kriegsattacken am 23. August wieder beginnen.

Quelle: ntv.de, ara/sid

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen