Fußball

Nach verweigerter Auswechslung Chelsea-Keeper Kepa muss Geldstrafe zahlen

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Er war gekommen, um zu bleiben: Torwart Kepa Arrizabalaga.

(Foto: picture alliance/dpa)

Trotz offensichtlicher Probleme lässt sich Torwart Kepa im englischen Ligapokal-Finale gegen Manchester City nicht auswechseln. Der sture 24-Jährige bringt Chelsea-Teammanager Sarri in Rage. Der Eklat hat nun ein finanzielles Nachspiel - in sechsstelliger Höhe.

Torwart Kepa Arrizabalaga vom englischen Fußball-Spitzenklub FC Chelsea wird nach seiner verweigerten Auswechslung im Ligapokal-Finale gegen Manchester City (3:4 i.E.) mit einer Geldstrafe von einem Wochengehalt belegt. Englischen Medienberichten zufolge beläuft sich die Strafe damit auf rund 220.000 Euro. Das Geld komme einer Stiftung des Klubs zugute, hieß es weiter.

Der englische Erstligist verbreitete in der Nacht zudem eine öffentliche Entschuldigung des spanischen Keepers für den Vorfall vom Sonntag. Bei der Endspiel-Niederlage gegen Manchester City hatte der 24-Jährige kurz vor dem Elfmeterschießen die von Teammanager Maurizio Sarri geplante Auswechslung verweigert.

Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt, betonten Kepa und der Coach in dem Klub-Statement. Kepa bekannte aber auch, er habe einen "großen Fehler im Umgang mit der Situation" gemacht. Sarri hatte den Torhüter mehrfach wild gestikulierend ermahnt, den Platz zu verlassen. Ersatzkeeper Willy Caballero, der im Ligapokal-Finale 2016 drei Elfmeter gehalten hatte, stand bereit. Doch Kepa, der sich zuvor wegen Krämpfen hatte behandeln lassen, blieb stur und verließ nicht das Feld. Sarri flippte daraufhin aus und musste sogar von Nationalspieler Antonio Rüdiger zurückgehalten werden.

Er habe nun persönlich bei Sarri, Caballero, seinen anderen Teamkollegen und dem Verein um Verzeihung gebeten, sagte Kepa. "Ich werde aus dieser Episode lernen und jede Strafe oder disziplinarische Maßnahme akzeptieren, die der Klub für angemessen hält", fügte der Torwart hinzu.

Sarri versicherte, für ihn sei der Fall damit abgeschlossen. Der Trainer steht selbst wegen einer jüngsten Serie von Misserfolgen unter Druck. Torwart Kepa war zu Beginn dieser Saison für eine Ablöse von 80 Millionen Euro zu Chelsea gewechselt - noch nie zuvor war für den Wechsel eines Keepers mehr Geld geflossen.

Quelle: n-tv.de, fzö/sid/dpa