Fußball

CR7 kontert schweren Vorwürfen Cristiano Ronaldo macht Quarantäne im Pool

FireShot Capture 026 - Cristiano Ronaldo Quarantöne.png

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo flog trotz Corona in seine Villa in Turin zurück und genießt seinen Pool.

(Foto: instagram.com/cristiano)

Cristiano Ronaldo weiß, wie er polarisiert: Der Fußball-Superstar von Juventus Turin wird positiv auf Corona getestet, fliegt anschließend zurück nach Turin in seine Villa - und postet nun ein lässiges Pool-Foto. Es soll zeigen: Corona kann mir gar nichts und eure Schutzmaßnahmen interessieren mich wenig.

Der positiv auf das Coronavirus getestete Juventus-Fußballstar Cristiano Ronaldo hat aus seiner Quarantäne in Turin auf Instagram ein Foto verbreitet, auf dem er lässig, lachend und in Badehose in einem Indoor-Schwimmbad zu sehen ist. Dazu postete der 35-Jährige: "Lass nicht zu, dass das, was du nicht tun kannst, dem im Weg steht, was du tun kannst."

Einen Tag zuvor hatte ihm der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora vorgeworfen, die offiziellen Anweisungen der Gesundheitsbehörden nicht befolgt zu haben. Der fünfmalige Weltfußballer in Diensten von Juventus Turin sei ohne behördliche Genehmigung zur portugiesischen Nationalmannschaft und von dort wieder zurück nach Turin geflogen, hatte Spadafora im Gespräch mit Rai Radio 1 gesagt. "Ich denke schon", hatte er auf die Frage geantwortet, ob Ronaldo damit trotz seiner Corona-Quarantäne die geltenden Bestimmungen der Behörden verletzt habe.

Ronaldo wehrte sich nun gegen die Vorwürfe "Es ist eine Lüge, dass ich das Protokoll nicht respektiert habe. Ich bin aus Portugal zurückgekehrt, weil ich und Juve uns vergewissert haben, dass alle Prozeduren respektiert wurden", sagte Cr7 in einem Video auf Instagram. Ronaldo betonte, auf dem Flug nach Turin mit niemandem in Kontakt gekommen zu sein. Er befinde sich in seiner Villa in Quarantäne und könne selbst mit seinen Familienangehörigen keinen Kontakt halten. "Jetzt sonne ich mich, um die Zeit zu vertreiben", sagte Ronaldo.

Schlag ins Gesicht für Corona-Opfer

Die Gazetten hatte bereits vorher die Umstände von Ronaldos Erkrankung in den Fokus gerückt. "La Repubblica" schrieb von CR7, dem "Fußballkönig, der auf Protokolle und Isolierung gepfiffen hat". Die Tageszeitung bezog sich dabei auf die vergangene Woche. Da hatte der Torjäger trotz positiver Tests zweier Juve-Teambetreuer die angeordnete Quarantäne verlassen und war zur Nationalmannschaft gereist.

Ronaldos Foto am Pool, das wie ein Schlag ins Gesicht für alle Opfer der Corona-Pandemie und deren Helfer - gerade in Norditalien, einem der frühen Epizentren in der Pandemie - wirken könnte, dürfte für weiteren Gesprächsstoff sorgen.

Der Portugiese war am Mittwoch trotz seiner Infektion nach Italien zurückgeflogen, um dort seine Quarantäne fortzusetzen. Er war zuvor bei der portugiesischen Nationalmannschaft in Lissabon positiv auf das Virus getestet worden und hatte sich daraufhin in Isolation begeben. Für Portugals Trainer Fernando Santos war die Infektion des 35-Jährigen auf jeden Fall ein großes Rätsel. "Seit Montag sind wir hier völlig eingesperrt. Die Mitarbeiter und Spieler sind reingekommen und sonst niemand", hatte er gesagt. Die übrigen Nationalspieler waren alle negativ getestet worden.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa