Fußball

Weiter ungeschlagen in EM-Quali DFB-Frauen arbeiten sich zum 5:0-Sieg

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Spielführerin Alexandra Popp erlöste die DFB-Elf in der 33. Minute mit ihrem Führungstreffer.

(Foto: imago images/Hartenfelser)

Die deutschen Fußballerinnen bleiben in der EM-Quali makellos. Das 5:0 in Griechenland ist jedoch mehr Arbeit, als es das Ergebnis vermuten lässt. Vor allem in der Anfangsphase tut sich das DFB-Team schwer. Erst in der Schlussphase wird es deutlich.

Nach einem unerwartet harten Stück Arbeit liegen die deutschen Fußballerinnen mit weißer Weste weiter voll auf EM-Kurs. In Griechenland mühte sich der Rekordeuropameister zu einem 5:0 (2:0) und führt nach vier Qualifikationsspielen mit der Idealausbeute von zwölf Punkten (31:0 Tore) die Gruppe I an. Beim Premierenduell mit den Griechinnen schraubten in Thessaloniki Kapitänin Alexandra Popp (33.), Lena Oberdorf (40.), Debütantin Sandra Starke (66.), Pauline Bremer (75.) und Klara Bühl (90.) das Torkonto auf dem Weg zur Endrunde in England in die Höhe. Nächste Aufgabe im Kampf um die EM-Tickets ist am 11. April 2020 Irland. Die neun Gruppensieger sowie die drei besten -zweiten qualifizieren sich direkt für die Endrunde.

Im Kleanthis-Vikelidis-Stadion probierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg drei Tage nach dem 8:0-Heimsieg gegen die Ukraine eine Umstellung aus. Melanie Leupolz begann in einer defensiven Dreierkette, Turid Knaak auf dem rechten Flügel. Dafür saßen Giulia Gwinn und Felicitas Rauch zunächst draußen. Gegen den wie erwartet tiefstehenden Underdog aber tat sich die unkonzentrierte DFB-Auswahl zunächst sehr schwer, gute Lücken zu finden. Erst ein Kopfball von Bühl (17.) aus kurzer Distanz sorgte für Torgefahr, doch die griechische Keeperin Anthi Papakonstantinou war auf dem Posten.

Mehr Gegenwehr als erwartet

Der Weltranglisten-66. leistete in der Anfangsphase deutlich mehr Gegenwehr als die bisherigen beiden Gegner. Bis zur Führung dauerte es so mehr als eine halbe Stunde. Nach Vorarbeit von Knaak zog die freistehende Popp aus rund 14 Metern erfolgreich ab. Auch nach der Führung fehlte es oftmals an der nötigen Dynamik. Torhüterin Merle Frohms hatte zudem Glück, dass sie nicht mit Rot bestraft wurde, weil sie die griechische Stürmerin Christina Kokoviadou abgeräumt hatte.

Nach einem Freistoß von Dzsenifer Marozsan aber durfte das 17 Jahre alte Küken Oberdorf unbedrängt einköpfen. Im elften Länderspiel verbuchte die Innenverteidigerin von der SGS Essen ihren zweiten Treffer.

Nach der Pause bescherte "MVT" der Freiburgerin Starke die Premiere im DFB-Team, das im Vorwärtsgang häufig zu harmlos blieb. Nach einem Lattentreffer von Lina Magull (48.) stachen die beiden Joker Starke und Bremer, Bühl traf aus der Distanz. Zum Abschluss des WM-Jahres mit dem enttäuschenden Viertelfinal-Aus im Sommer erwartet die DFB-Auswahl noch ein echtes Highlight. Am 9. November steht im Londoner Wembley-Stadion vor mehr als 77.000 Zuschauern das Duell mit dem EM-Gastgeber an.

Quelle: n-tv.de, Jana Lange, sid

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