Fußball

Kurioser Weg zur Nominierung DFB-Neulinge Amiri und Serdar rufen Löw an

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Oh, jetzt Nationalspieler: Suat Serdar hat das mit der Nominierung für die DFB-Elf noch nicht so richtig realisiert.

(Foto: imago images/RHR-Foto)

Von Leverkusens Nadiem Amiri hat Joachim Löw keine Telefonnummer. Beim Schalker Suat Serdar versucht's der Fußball-Bundestrainer vergeblich. Mit der erstmaligen Nominierung fürs DFB-Team klappt's dennoch. Auch wenn die beiden damit nicht unbedingt rechnen konnten.

Manchmal läuft's halt ungewöhnlich Die Nationalmannschafts-Neulinge Nadiem Amiri und Suat Serdar, beide 22 Jahre alt, mussten vor ihrer Nominierung für die Länderspiele am Mittwoch in Dortmund gegen Argentinien und vier Tage darauf in Estland (EM-Qualifikation, beide 20.45 Uhr bei RTL und im Liveticker bei ntv.de) bei Joachim Löw durchklingeln. Zuvor hatte der Bundestrainer vergeblich versucht, beide zu erreichen.

"Ich hatte einen verpassten Anruf, weil ich noch beim Training war, beim Auslaufen", sagte der Schalker Serdar bei seiner Ankunft im Teamquartier in Dortmund: "Dann habe ich zurückgerufen, Jogi war dran und hat mir die glückliche Nachricht überbracht. Das war unbeschreiblich, das kann man gar nicht gleich realisieren." Bei Leverkusens Amiri klingelte zunächst Assistent Marcus Sorg durch. "Er hat gesagt, ich soll mal den Bundestrainer anrufen, weil der meine Telefonnummer nicht hat."

Der deutsche Kader

Torhüter: Bernd Leno (FC Arsenal), Manuel Neuer (FC Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)
Abwehr: Marcel Halstenberg (RB Leipzig), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Niklas Stark (Hertha BSC), Niklas Süle (FC Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)
Mittelfeld: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Julian Brandt (Borussia Dortmund), Emre Can (Juventus Turin), Serge Gnabry (FC Bayern), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (FC Bayern München), Suat Serdar (FC Schalke 04), Marco Reus (Borussia Dortmund)
Angriff: Timo Werner (RB Leipzig), Luca Waldschmidt (SC Freiburg)

Das Mittelfeld-Duo, das im Sommer mit der U21 im EM-Finale beim 1:2 gegen Spanien gestanden hatte, ist aufgrund der zahlreichen Ausfälle dabei. "Das ist was ganz Besonderes und eine Ehre. Ich kann's kaum abwarten. Ich war sehr nervös und bin es immer noch", sagte Serdar, der auch für die Türkei spielen könnte. Gleich nach dem Telefonat habe er seine Familie informiert: "Sie haben sich sehr gefreut."

Verletztenmisere im DFB-Team

"Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen", berichtete der offensiv ausgerichtete Amiri, der in diesem Sommer erst spät von Hoffenheim zu Bayer gewechselt war. Zwar habe er nach der guten EM auf einen Anruf gehofft, "da der Bundestrainer ja auf junge deutsche Spieler baut", sagte der Sohn afghanischer Eltern. Als er dann aber tatsächlich eingeladen wurde, "waren ich und meine Familie sehr glücklich".

Neben den Mittelfeldspielern Toni Kroos (Real Madrid), Leon Goretzka (FC Bayern) und Julian Draxler (Paris St. Germain) fehlen dem Bundestrainer auch Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach) und Jonas Hector (1. FC Köln) - beide haben sich am siebten Spieltag der Fußball-Bundesliga verletzt - sowie Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (Borussia Dortmund), Thilo Kehrer (Paris St. Germain) und Leroy Sané (Manchester City).

Quelle: ntv.de, tno/dpa

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