Fußball

Kantersieg nach dem Kantersieg DFB-Team überrennt Ukraine in der EM-Quali

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Sara Däbritz traf gleich dreimal gegen die Ukraine.

(Foto: imago images / foto2press)

Nach dem WM-Frust ist die Torlaune zurückgekehrt: Die deutschen Fußballerinnen schießen sich auf dem Weg zur Europameisterschaft 2021 zum nächsten haushohen Sieg. Sara Däbritz ist gegen die Ukraine gleich dreifach erfolgreich.

So langsam haben die deutschen Fußballerinnen sich den WM-Frust wohl von der Seele geschossen. Nach dem zweiten Kantersieg im zweiten EM-Qualifikationsspiel strahlte im strömenden Regen von Lwiw vor allem Sara Däbritz. "Wir haben viele Tore gemacht und insgesamt ein gutes Spiel", sagte die Dreifach-Torschützin nach dem 8:0 (3:0) gegen die Ukraine, den vermeintlich unangenehmsten Gruppengegner auf dem Weg zur Endrunde 2021 in England, im ZDF.

"Ich bin zufrieden mit der Mannschaft, so kann man weitermachen", befand die nicht nur wegen ihrer drei Tore herausragende Mittelfeldspielerin (5./80./88.). Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg lobte Däbritz als "Führungskraft" und war mit der Teamleistung ebenfalls einverstanden - wohlwissend, dass der Gegner noch kein echter Gradmesser war: "Wir haben sehr schnell die Tore erzielt, sodass der Gegner gemerkt hat: Hier ist heute nichts zu holen."

Erinnerung an Schweden

Denn drei Tage nach dem lockeren 10:0-Auftaktsieg gegen Montenegro waren neben Däbritz noch Lina Magull (28.), Felicitas Rauch (32.), Lena Oberdorf (54.), Svenja Huth (85.) und Leonie Maier (90.+2) für den spielfreudigen Rekordeuropameister erfolgreich. Das Rückspiel steigt am 5. Oktober (14 Uhr) in Aachen, die weiteren Gruppengegner sind Griechenland und Irland. Die neun Gruppensieger sowie die drei besten -zweiten qualifizieren sich direkt für die EM.

Im Vergleich zum leichten Aufgalopp in Kassel veränderte "MVT" ihre Startelf nur auf einer Position. Linksverteidigerin Rauch verdrängte in der Viererkette die offensivere Turid Knaak. In der Arena Lwiw, Spielort bei der Männer-EM 2012, startete die deutsche Auswahl dominant und zielstrebig in die Partie. Per Flachschuss von der Strafraumgrenze mit ihrem starken linken Fuß gelang Däbritz die frühe Führung. Voss-Tecklenburg hatte vor den Gastgeberinnen gewarnt und an den 1:0-Heimerfolg der Ukraine in der WM-Qualifikation gegen Schweden erinnert. Gegen die Skandinavierinnen war die DFB-Auswahl vor rund zwei Monaten im WM-Viertelfinale ausgeschieden (1:2).

So lauerte die Ukraine auf Konter - und Torhüterin Merle Frohms, Vertreterin der verletzten Almuth Schult, wurde nach einem weiten Ball frühzeitig geprüft. Im Eins-gegen-Eins mit Veronika Andruchiw behielt die Freiburgerin aber die Oberhand (9.). Doch das DFB-Team ließ sich nicht beirren. Die auffällige Magull schraubte das Ergebnis mit einem perfekt gezirkelten Freistoß in die Höhe. Auch das 3:0 fiel nach einem ruhenden Ball: Rauch staubte nach einem abgewehrten Handelfmeter von Alexandra Popp ab. Die Kapitänin war beim Schuss weggerutscht und beinahe umgeknickt.

Der zweimalige Weltmeister hielt auch nach der Pause das Tempo hoch. Nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsan erzielte die 17-jährige Oberdorf ihr erstes Länderspieltor. Das Küken des DFB-Teams organisierte wie gegen Montenegro unaufgeregt die Defensive, leistete sich im neunten Länderspiel allerdings ein paar riskante Abspielfehler. Vorne blieb das deutsche Team gefährlich. Däbritz mit zwei Direktabnahmen sowie Huth und die eingewechselte Maier jeweils platziert von der Strafraumgrenze legten nach.

Quelle: ntv.de, Jana Lange, sid