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Aue-Fans Anfang Februar: Nazi-Beleidigungen gegen RB Leipzig
Aue-Fans Anfang Februar: Nazi-Beleidigungen gegen RB Leipzig(Foto: imago/Picture Point)
Freitag, 13. März 2015

Eklat beim Spiel gegen RB Leipzig: DFB bestraft Aue für Nazi-Banner

Beim Heimspiel gegen RB Leipzig zeigen Anhänger von Erzgebirge Aue Plakate mit Nazi-Vergleichen. Dafür ist der Verein jetzt vom DFB mit einer saftigen Geldstrafe belegt worden. Auch ein Teilausschluss droht.

Nach den Beleidigungen gegen Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz im Spiel gegen RB Leipzig Anfang Februar ist Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue zu einer Geldstrafe in Höhe von 35.000 Euro und einem Teilausschluss der Fans auf Bewährung verurteilt worden. Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der Teilausschluss wurde für zwölf Monate auf Bewährung ausgesetzt.

Während des Spiels (2:0) hatten Auer Fans Pyrotechnik gezündet und zudem ein Plakat in die Höhe gehalten, das Mateschitz in Nazi-Uniform mit der Aufschrift "Aus Österreich nur das Beste für Deutschland" zeigte. Ein zusätzlich entrolltes Spruchband schlug in die gleiche Kerbe: "Ein Österreicher ruft und ihr folgt blind, wo das endet weiß jedes Kind. Ihr wärt gute Nazis gewesen!"

Außerdem waren die Leipziger Spieler nach der Begegnung mit Schneebällen beworfen und verbal attackiert worden. Aue hatte sich unmittelbar im Anschluss distanziert, denkt aber über einen Einspruch gegen das Urteil nach. "Ich werde mich heute Abend mit meinen Vorstandskollegen und den Anwälten zusammensetzen und beraten, wie wir weiter vorgehen", sagte Klubpräsident Helge Leonhardt.

DFB ermittelt auch gegen KSC

Auch Zweitligist Karlsruher SC muss mit Konsequenzen vom DFB fürchten. Der DFB-Kontrollausschuss hat nach den Vorkommnissen beim Punktspiel am 9. März gegen RB Leipzig ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Kontrollausschuss hat den Karlsruher SC angeschrieben und zu einer Stellungnahme aufgefordert. Erst nach Vorliegen und Auswertung des Schreibens wird der Kontrollausschuss über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden.

Während der Begegnung waren im Karlsruher Zuschauerbereich zwei große Banner mit verunglimpfendem Inhalt in Richtung der Leipziger Gäste gezeigt worden. Nach Spielende war der RBL-Mannschaftsbus von Karlsruher Zuschauern an der Abfahrt gehindert worden, ebenso das Fahrzeug von Sportdirektor Ralf Rangnick, der anschließend harte Strafen verlangt hatte.

Quelle: n-tv.de