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"Können wir nicht bestätigen"DFB kontert Hoeneß' wütende Schiri-Abrechnung

15.03.2026, 12:45 Uhr
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Uli Hoeneß rechnet auch mit der ehemaligen Bundesregierung ab (Archivbild). (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Das Bundesliga-Duell zwischen dem FC Bayern und Bayer Leverkusen lässt die Emotionen hochkochen: Uli Hoeneß will sogar die "schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams" gesehen haben, die er je erlebt habe. Beim DFB zeigt man sich irritiert.

Der Deutsche Fußball-Bund hat die scharfe Schiedsrichter-Kritik von Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß nach dem 1:1 bei Bayer Leverkusen zurückgewiesen. "Das können wir nicht bestätigen. Vor allem die Spiel-relevanten Entscheidungen waren korrekt oder zumindest vertretbar - mit Ausnahme der Gelb-Roten Karte, wie Schiedsrichter Christian Dingert ja auch selbst eingeräumt hat", sagte Schiedsrichtersprecher Alexander Feuerherdt der "AZ".

Hoeneß hatte nach der turbulenten Partie mit zwei Platzverweisen und zwei aberkannten Bayern-Toren in der "Bild"-Zeitung gepoltert: "Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe." Feuerherdt reagierte mit Unverständnis auf das vernichtende Urteil des 74-Jährigen. "Vielleicht hat es die Meinung von Uli Hoeneß beeinflusst, dass die Mehrheit dieser Spiel-relevanten Entscheidungen gegen den FC Bayern getroffen wurde. Aber wir sprechen hier ja keineswegs von skandalträchtigen Fehlern", sagte der Kommunikationschef der Schiri GmbH.

Allerdings war auch Vincent Kompany nicht gut auf Dingert zu sprechen. Vor allem die Gelb-Rote Karte für Ausgleichsschütze Luis Diaz wegen einer vermeintlichen Schwalbe erzürnte den Bayern-Trainer. "Ich habe immer großen Respekt für die Unparteiischen, aber das war eine Fehlentscheidung, die für viel Frust gesorgt hat. Warum er die Rote bekommt, weiß keiner im Stadion. Wahnsinn", kommentierte Kompany die umstrittene Szene in der 84. Minute.

"Im Leben keine Schwalbe"

"Man kann die Szene noch 300 Mal anschauen, immer sieht man: Es gab einen Kontakt. Man kann darüber diskutieren, ob Elfmeter oder nicht. Aber die Gelbe Karte war eine Fehlentscheidung", bekräftigte Kompany und klagte: "Dass er jetzt im nächsten Spiel fehlt, verstehe ich gar nicht."

Diaz war im Strafraum von Leverkusens Torwart Janis Blaswich leicht am Bein getroffen worden. Der Kolumbianer ging zu Boden, stand aber sofort wieder auf und forderte auch keinen Elfmeter. Dingert zückte dennoch die zweite Gelbe Karte für den Stürmer. "Das ist im Leben keine Schwalbe", schimpfte Joshua Kimmich.

Selbst Dingert räumte nach dem Abpfiff ein, dass "Gelb-Rot sehr hart" gewesen sei. "Aus dem Spiel heraus habe ich wahrgenommen, dass der Spieler Diaz abhebt. Den anschließenden Treffer am Fuß habe ich nicht so wahrgenommen. Wenn ich jetzt die Bilder sehe, würde ich das so nicht mehr geben", sagte der 45-Jährige.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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