Fußball

Kandidatin für Jones-Nachfolge DFB will sich in der Schweiz bedienen

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Martina Voss-Tecklenburg bestritt 125 Spiele für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft - und könnte künftig die DFB-Frauen übernehmen.

(Foto: picture alliance / Carmen Jasper)

Die Suche einer Nachfolgerin für die entlassene Fußball-Bundestrainerin Steffi Jones kommt voran. Wunschkandidatin des DFB ist Ex-Nationalspielerin Martina Voss-Tecklenburg, die im Moment die Schweiz trainiert. Erste Gespräche laufen bereits.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) befindet sich bei der Suche nach einem neuen Bundestrainer für die Frauen-Nationalmannschaft in Gesprächen mit Martina Voss-Tecklenburg. Das bestätigte der Schweizerische Fußballverband. Die 50-jährige deutsche Ex-Nationalspielerin ist derzeit Fußball-Bundestrainerin in der Schweiz. "Es gibt Gespräche, aber es ist noch nichts fix", sagte SFV-Sprecher Dominik Erb. Vor Ende der WM-Qualifikation sei ein Wechsel aber ausgeschlossen.

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte berichtet, dass Interimstrainer Horst Hrubesch daher auch bei den nächsten drei Partien der deutschen Auswahl an der Seitenlinie stehen werde, weil Wunschkandidatin Voss-Tecklenburg noch nicht verfügbar sei. Der 67 Jahre alte Coach wird dem Bericht zufolge beim Testspiel gegen Kanada im Juni sowie bei den abschließenden Qualifikationsspielen im September gegen Island und die Färöer als Bundestrainer fungieren.

Der DFB wollte auf Nachfrage keine Stellungnahme abgeben. Mit Hrubesch als Coach gewann das Team die Qualifikationsspiele gegen Tschechien und Slowenien. Nach fünf Siegen aus sechs Partien führt die deutsche Elf die Gruppe fünf derzeit mit 15 Punkten vor Island (13 Punkte/5 Spiele) an.

Auch Voss-Tecklenburg spielt mit ihrer Mannschaft derzeit eine überzeugende WM-Qualifikation und steht nach fünf Spielen mit 15 Punkten auf dem ersten Platz in der Gruppe zwei. "Wenn wir die Qualifikation zur WM schaffen, wird sich der Vertrag von Frau Voss-Tecklenburg um zwei Jahre verlängern", sagte SFV-Sprecher Erb. Er schloss allerdings nicht aus, dass sich DFB und SFV in diesem Fall auf eine Ablöse einigen könnten. "Ich denke, das wäre dann das kleinste Hindernis", sagte Erb. Eine mögliche Summe nannte er nicht.

Quelle: ntv.de, cwo/dpa

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