Fußball

Bochum und 1860 punkten Darmstadt zerlegt Union Berlin

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Schütze zum 5:0: Aytac Sulu (r.) Die Mitspieler treten zum Jubeln an.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Lilien aus Darmstadt nehmen Kurs auf die Fußball-Bundesliga. Und die Unioner aus Berlin stellen sich dem nicht in den Weg. Ein klares Ergebnis erspielt sich auch der VfL Bochum und darf nun wieder etwas nach oben schielen. Luft verschaffen sich die Löwen.

Der Traum vom Durchmarsch in die Fußball-Bundesliga nimmt für Aufsteiger Darmstadt 98 Konturen an. Das Überraschungsteam der 2. Liga festigte mit dem 5:0  (2:0)-Kantersieg gegen Union Berlin Platz zwei hinter Spitzenreiter FC Ingolstadt. Zumindest bis Samstagmittag beträgt der Vorsprung der Hessen auf den Tabellendritten aus Kaiserslautern drei Punkte. Derweil hat der VfL Bochum mit einem klaren Heimsieg gegen Heidenheim den Anschluss an das obere Tabellendrittel hergestellt. Im Kampf um den Klassenerhalt landet 1860 München einen "Big Point" gegen Fürth.

Seit 16 Spielen ist Darmstadt nun ungeschlagen, die letzte Niederlage (1:4 gegen Fortuna Düsseldorf) datiert vom 5. Oktober 2014. Was die Mehrzahl der 15.000 Zuschauer am Böllenfalltor beinahe noch mehr freute als der Sieg: erstmals in diesem Jahr erzielten die Lilien mehr als ein Tor, erst zum zweiten Mal in dieser Saison mehr als zwei Treffer.

Rot für Unions Keeper

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Vor dem Anpfiff ist die Welt zumeist noch in Ordnung. So auch für die Unioner.

(Foto: picture alliance / dpa)

Leon Balogun (34.) brachte Darmstadt in Führung, Romain Bregerie (45.+2) erhöhte per Foulelfmeter noch vor der Pause. Zuvor war Unions Keeper Mohamed Amsif im Strafraum gegen Marco Sailer deutlich zu spät gekommen und mit Rot vom Platz geflogen. Milan Ivana (56.) traf gegen zehn Berliner zum 3:0, Kapitän Aytac Sulu (80./83.) schoss Union ab und Darmstadt zum höchsten Saisonsieg.

Die Gäste aus Berlin enttäuschten und kamen erst in Halbzeit zwei durch Sebastian Polter (52./59.) zu torgefährlichen Szenen. Darmstadts Fans sangen den Evergreen "Nie mehr zweite Liga" und auch  Erfolgstrainer Dirk Schuster dürfte einen Gedanken ans Oberhaus  riskiert haben, obwohl er noch vor dem 25. Spieltag gesagt hatte: "Das ist kein Thema für uns."

Doppelschlag bricht Heidenheim

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Bochums Danny Latza (r) und Robert Leipertz von Heidenheim.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der VfL Bochum unter Trainer Gertjan Verbeek setzte sich gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim mit 4:1 (2:1) durch. Nach dem fünften Spiel in Folge ohne Niederlage kletterte der VfL mit nun 32 Punkten auf den neunten Platz. Heidenheim (31) rutschte auf Rang elf ab.

Simon Terodde (11.), Stanislav Sestak (20./71.) und Michael Gregoritsch (74.) schossen den Heimsieg heraus. Robert Leipertz  (41./Foulelfmeter) hatte zwischenzeitlich verkürzt.

Vor 14.639 Zuschauern an der Castroper Straße sah nach den ersten Minuten alles nach einem gemütlichen Abend für den VfL aus. Die frühe Zwei-Tore-Führung war verdient, Bochum dominierte  Heidenheim klar. Ein Foul von Danny Latza an Stürmer Florian Niederlechner im Strafraum brachte den Gast jedoch wieder ins Spiel. Nach der Pause war Heidemheims Widerstand nach dem Doppelschlag  zum 4:1 gebrochen, Terodde (83.) scheiterte per Foulelfmeter sogar noch an Heidenheims Torhüter Jan Zimmermann.

Fürth lahmt - Löwen kontern

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Der Münchner Trainer Torsten Fröhling zeigt es: Links und rechts ein Pfosten, Ball in die Mitte. Alles klar - 3:0.

(Foto: picture alliance / dpa)

Drei wichtige Punkte nahmen indes der TSV 1860 München aus Fürth mit. Bei der SpVgg Greuther Fürth gewannen die Löwen verdient mit 3:0 (1:0) und verschafften sich als 15. mit nunmehr 25 Punkten etwas Luft im Tabellenkeller. Zumindest bis Samstag beträgt der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 vier Punkte.

Die ambitionierten Fürther (28  Punkte) warten dagegen weiter auf den ersten Sieg unter Trainer Mike Büskens und müssen sich immer mehr nach unten orientieren. Matchwinner der Münchner, die erstmals seit mehr als vier Monaten wieder zu Null spielten, war Korbinian Vollmann. Zunächst bereitete der 21-Jährige das 1:0 durch Krisztián Simon (34.) stark vor, dann traf er selbst (65.). Den dritten Treffer erzielte Daniel  Adlung (70.) per Distanzschuss. Florian Trinks vergab die beste  Fürther Chance, als er nur die Latte traf (75.).

Die 13.370 Zuschauer in Fürth sahen zunächst eine Partie auf mäßigem Niveau. Beide Teams zeigten sich zwar sehr engagiert und kampfstark, in den vielversprechenden Situationen fehlte aber meist die nötige Genauigkeit. Der Treffer durch Simon fiel somit etwas überraschend. Auch danach agierten die Gastgeber erschreckend harmlos und konnten die  Münchner kaum in Bedrängnis bringen. Auf der Gegenseite zeigten sich die Löwen effektiv bei ihren Kontern.

Quelle: n-tv.de, jwu/sid

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