Fußball

"Das ist schlimm!"Chelsea-Trainerin wütet nach Haar-Attacke in der Champions League

02.04.2026, 11:17 Uhr
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Sonia Bompastor war nicht einverstanden. (Foto: IMAGO/Offside Sports Photography)

Die Frauen des FC Chelsea fliegen ärgerlich aus der Champions League, die Enttäuschung ist nach dem knappen Ausscheiden gegen den Stadtrivalen Arsenal groß. Ganz am Ende gibt es dann noch Ärger.

Für den FC Chelsea geht die Saison bitter zu Ende: Die Männer des Großklubs aus London rennen der Premier-League-Spitze seit Jahren hinterher und auch die Frauen müssen einen herben Nackenschlag einstecken. In der Liga ist Manchester City dem Serienmeister meilenweit enteilt, nun ist das Team auch noch im Viertelfinale der Champions League gegen den Stadtrivalen Arsenal rausgeflogen. Die Enttäuschung ist groß, aber auch der Ärger: Im Gedächtnis bleibt eine Szene tief in der Nachspielzeit des Rückspiels. Trainerin Sonia Bompastor ist wütend.

"Ich war emotional, weil ich denke, dass es für alle klar ist, und ich glaube, jeder konnte das Video sehen", sagte Bompastor nach dem 1:0-Sieg, der zu wenig war, um das 1:3 aus dem Hinspiel zu drehen. "Einer meiner Spielerinnen wurde an den Haaren gezogen, und ich kann wahrscheinlich verstehen, dass ein Schiedsrichter das manchmal nicht sehen kann, aber warum überprüft der VAR diese Situation nicht? Warum schauen sie sich das nicht noch einmal an?"

Wenige Augenblicke, nachdem die deutsche Nationalspielerin Sjoeke Nüsken mit ihrem Treffer nach 94 Minuten kurz Hoffnung bei Chelsea hatte aufkeimen lassen, riss Arsenals Katie McCabe hatte ihre Gegenspielerin Alyssa Thompson auf dem Weg in Richtung Tor rüde mit einem Griff in die schwarzen Haare um. Thompson ging fassungslos zu Boden, Schiedsrichterin Frieda Klarlund ließ weiterspielen.

Bompastor wütete und sah erst die Gelbe Karte, wenige Sekunden später flog sie schließlich nach einem erneuten Protest vom Platz. "Wenn man Fußball spielt und jemand an den Haaren zieht - ich weiß nicht, ob Sie das schon einmal erlebt haben -, aber das ist überhaupt nicht schön. Und am Ende bin ich wieder diejenige, die eine Rote Karte bekommt, obwohl ich finde, dass die Spielerin von Arsenal die Rote Karte verdient hätte."

"Das ist schlimm"

McCabe beteuerte anschließend ihre Unschuld, sie habe nach dem Shirt ihrer Gegenspielerin gegriffen und "würde niemals jemandem an den Haaren ziehen wollen", versicherte sie. Bompastor sah das in ihrem Zorn ganz anders: "Ich denke, die Absicht ist klar. Für mich hat sie versucht, an den Haaren zu ziehen. Und ich denke, aus diesem Grund ist es eindeutig eine Rote Karte." Ihre Spielerin war von dem Vorfall schwer mitgenommen: "Wenn man Fußball spielt und jemand an den Haaren zieht, ist das schlimm", sagte Bompastor. "Natürlich hat sie geweint und war angesichts dieser Situation und des Ergebnisses sehr emotional."

Schon nach dem Hinspiel hatte Bompastor die Schiedsrichterleistung und auch die deutsche VAR-Assistentin Katrin Rafalski als "nicht gut genug" kritisiert. Nun erneuerte sie nach dem Ausscheiden ihre Kritik: "Ich weiß, dass Nadine Kessler (UEFA-Chefin für Frauenfußball - Anm. der Red.) heute hier war, um sich das Spiel anzusehen. Wenn sie mit dem, was im Hinspiel und heute Abend passiert ist, zufrieden sind, finde ich, dass das nicht gut genug ist. Sie sollten damit nicht zufrieden sein. Ich denke, das ist für alle klar."

Quelle: ntv.de, ter

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