Fußball

Nach der Fußball-EM 2016 Del Bosque kündigt seinen Abschied an

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Vicente del Bosque hört auf - allerdings erst im Sommer 2016.

(Foto: imago/Photosport)

Vicente del Bosque macht Schluss. Zumindest als Trainer der spanischen Fußball-Nationalmannschaft. Das kündigt der Erfolgscoach in seiner Autobiografie an, die am kommenden Montag erscheint. Warum er zurücktritt, erklärt er auch.

Vicente del Bosque will sein Amt als Trainer der spanischen Fußball-Nationalmannschaft nach der Europameisterschaft 2016 in Frankreich niederlegen. Der 64-Jährige kündigt das in seiner am Montag erscheinenden Autobiografie "Gewinnen und Verlieren - die emotionale Kraft" an. Als Grund für seinen Rücktritt nennt er gesundheitliche Gründe.

"Wenn sich alles normal entwickelt, werde ich nach der Euro 2016 die Nationalmannschaft und den Verband verlassen. Es ist auch eine Frage der Gesundheit", wurde del Bosque vorab in spanischen Medien veröffentlichten Passagen zitiert. Es sei nicht seine Absicht, an Posten zu kleben. Del Bosque hatte die spanische Nationalmannschaft 2008 übernommen und die "Furia Roja" zu den Titeln bei der WM 2010 und EM 2012 geführt. Dabei wurde das Team auch für seine vom Coach verordnete Spielphilosophie international bewundert.

Im Jahr des EM-Triumphs wurde er von der Fifa zum Trainer des Jahres gekürt. Als Vereinstrainer führte del Bosque Real Madrid zu zwei Champions-League-Titeln (2000, 2002), für die Königlichen war er auch über ein Jahrzehnt als Spieler aktiv gewesen. Im Sommer trifft del Bosque mit seinem Team bei seinem dann wohl letzten Turnier in Gruppe D auf Tschechien (13. Juni), die Türkei (17. Juni) und Kroatien (21. Juni).

Mit dem angekündigten Rücktritt wird ein weiterer lukrativer Posten im internationalen Fußballgeschäft frei. Erst am Donnerstag hatte Premier-League-Meister FC Chelsea Coach José Mourinho wegen anhaltender Erfolglosigkeit entlassen. Außerdem wird erwartet, dass Josep Guardiola beim FC Bayern in Kürze bekanntgibt, dass er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. In Madrid schwindet derweil das Vertrauen in die Kompetenzen von Rafael Benitez - auch wenn bei den "Königlichen" zuletzt öffentlich betont wurde, dass über den 55 Jahre alten Spanier nicht diskutiert werde.

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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