Fußball

Neuheiten zum Bundesliga-Start Der Ball bleibt rund - und sonst so?

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(Foto: dpa)

Neue Anstoßzeiten, neue Sender, neue Schiedsrichterhilfen, mehr Werbung - die Fußball-Bundesliga geht mit einigen Neuigkeiten in die 55. Saison. Die wichtigsten Änderungen im Überblick.

Was ändert sich an den Anstoßzeiten und den TV-Übertragungen?

Eurosport überträgt künftig zum Auftakt eines Spieltags die Begegnung am Freitag (20.30 Uhr) live. Das Saisoneröffnungsspiel am Freitag zwischen Bayern München und Bayer Leverkusen (20.30) ist bei Eurosport und im ZDF zu sehen. Erstmals ist neben dem Saisoneröffnungsspiel und der Auftaktbegegnung zur Rückrunde (18. Spieltag) zusätzlich die Begegnung am Freitag zum Abschluss der Hinrunde (17. Spieltag) ebenfalls auch im Free-TV (ZDF) zu sehen.

Das zweite Spiel am Sonntag beginnt um 18.00 statt wie bislang um 17.30 Uhr. Maximal je fünfmal pro Saison finden sonntags (13.30 Uhr) und montags (20.30 Uhr) Bundesliga-Spiele statt, in erster Linie unter Beteiligung von Vereinen, die zuvor in der Europa League im Einsatz waren. Maximal achtmal statt bislang sechsmal kann ein Klub kommenden Saison das Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) bestreiten.

Highlight-Clips 40 Minuten nach Ende der Begegnungen zeigt erstmals DAZN, bei RTL Nitro sind am Montagabend erstmals alle Begegnungen des Spieltags der Bundesliga und 2. Bundesliga als Zusammenfassung zu sehen. Im Audiobereich überträgt neben dem ARD-Hörfunk erstmals auch Amazon Music die Bundesliga-Spiele live.

Was ändert sich an den Trikots?

Nach Ablauf des Vertrags mit Hermes können die Vereine erstmals den linken Trikotärmel individuell vermarkten. Die Gesamtfläche für den Aufdruck darf dabei 70 Quadratzentimeter nicht überschreiten, zulässig sind eine Höhe von maximal zwölf Zentimetern und eine Breite von acht Zentimetern.

Was ist neu am Spielfeldrand?

Erstmals können die Klubs auch die Auswechseltafel auf Vorder- und Rückseite individuell vermarkten. Der untere Teil der Tafel wird für die Bewerbung von der DFL GmbH mit Hinweisen auf eigene Plattformen oder auf DFL-Aktionen genutzt. Erstmals werden in der Bundesliga jeweils zwei Auswechseltafeln eingesetzt. Der Mannschaftsverantwortliche jedes Klubs gibt die Rückennummern der Spieler während der Begegnung nunmehr selbst ein und reicht daraufhin die Tafel dem Vierten Offiziellen zum Spielerwechsel an. Dieses bei internationalen Spielen schon praktizierte Verfahren soll den Vierten Offiziellen dabei unterstützen, das Spielgeschehen vor dem eigentlichen Wechselvorgang noch aufmerksamer verfolgen zu können.

Mit welchem Ball wird gespielt?

Zum achten und letzten Mal kommt in der Bundesliga der offizielle Spielball "Torfabrik" von adidas zum Einsatz. Markante Kreuze in Türkis mit gelben und schwarzen Elementen zieren das Modell 2017/18. Für die Wintermonate gibt es ein auffälliges Ausweichdesign in Orange, auf dem das Kreuzmotiv dann statt Türkis lila gehalten ist. Ab der Spielzeit 2018/19 stellt Derbystar den Bundesligaspielball.

Was ist neu bei den Schiedsrichtern?

In Bibiana Steinhaus gehört erstmals eine Schiedsrichterin zum Kreis der Bundesliga-Referees. Seit 2007 leitete die Polizistin aus Langenhagen 80 Spiele der 2. Bundesliga. Alle 23 Bundesliga-Schiedsrichter der vergangenen Saison kommen auch als Video-Assistenten zum Einsatz, darunter auch Jochen Drees, Günter Perl und Wolfgang Stark, die ihre Schiedsrichterlaufbahn am Ende der vergangenen Saison 2016/17 wegen Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren beenden mussten. Neben Steinhaus sind Martin Petersen, Sven Jablonski und Sören Storks neu im Bundesliga-Boot.

Was soll der Videobeweis bewirken?

Der Videoassistent, der in der Zentrale in Köln sitzt, soll den Referee im Stadion unterstützen. In der Bundesliga sowie in der Relegation soll der Videobeweis für weniger Fehlentscheidungen sorgen. In Absprache mit mindestens einem Supervisor weist er den Schiedsrichter auf klare Fehler hin, dieser behält aber die letzte Entscheidung. Dabei können Szenen korrigiert werden, in denen es um erzielte Tore, Elfmeter, Platzverweise und die Verwechslung von Spielern geht.

Quelle: ntv.de, cwo/sid