Fußball

Trotz Sperre im Innenraum Der DFB ermittelt gegen Marco Reus

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Hier hätte Marco Reus wegen seiner Rotsperre nicht sitzen dürfen.

(Foto: imago images / Team 2)

Den nervlichen Zusammenbruch seiner Borussen im Bremer Weserstadion erlebt Marco Reus im Innenraum. Dort aber darf der rotgesperrte Dortmunder Kapitän eigentlich nicht sein. Der DFB nimmt deswegen nun Ermittlungen auf. Reus droht aber im schlimmsten Fall nur eine Geldstrafe.

Kapitän Marco Reus von Borussia Dortmund muss vielleicht aus einem ungewöhnlichen Grund eine Geldstrafe zahlen. Wie der Deutsche Fußball-Bund bestätigt, ermittelt der Kontrollausschuss, weil der rotgesperrte Reus beim 2:2 des BVB beim SV Werder Bremen am Samstagabend im Topspiel des 32. Spieltags der Fußball-Bundesliga entgegen den Vorschriften auf einem Stuhl neben der BVB-Bank gesessen hatte.

In den Durchführungsbestimmungen des DFB heißt es in Paragraf 23, auf der Ersatzbank dürften "nur das technische und medizinische Personal sowie alle Auswechselspieler Platz nehmen". Das gelte nicht für "Personen, denen (...) als Spieler eine Sperre auferlegt worden ist". Der DFB hat Borussia Dortmund und Reus zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Nach seiner Roten Karte beim 2:4 im Derby gegen den Schalke 04 muss Reus auch gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag (ab 15.30 Uhr Liveticker bei n-tv.de) noch aussetzen. Am letzten Spieltag bei Borussia Mönchengladbach ist der 29 Jahre alte Nationalspieler wieder spielberechtigt. Geholfen hat seine Anwesenheit im Innenraum nicht. In einer aufregenden Partie hatte die Borussia mit 2:0 geführt, gab das Spiel dann aber nach zwei Patzern noch aus der Hand. In vier der sieben Begegnungen, die der BVB seit Jahresbeginn nicht gewann, lag er in Führung; eine Schwäche, die wahrscheinlich den Titel kosten wird. Im Meisterschaftsduell mit dem FC Bayern ist der Rückstand durch das Remis auf vier Zähler angewachsen. Zwei Spieltage sind noch zu absolvieren.

Es sei "noch nicht vorbei", sagte Trainer Lucien Favre, "auch wenn wir keine Träumer sind. Jetzt müssen wir das nächste Spiel gegen Düsseldorf gewinnen - und fertig. Weiter brauchen wir nicht zu denken". Auch Sportdirektor Michael Zorc kämpfte im Weserstadion gegen die Enttäuschung an. Aufgeben werde man nicht, aber versprechen wolle und könne man auch nichts. Ein neues Minimalziel steht nun im Vordergrund: "Wir möchten uns gegen Fortuna Düsseldorf mit einem sehr guten Spiel von unseren Fans verabschieden."

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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