Fußball

Berater "einfach nicht sauber" Der FC Bayern hat wieder Ärger mit Pini Zahavi

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Pini Zahavi stresst den FC Bayern mal wieder.

(Foto: picture alliance / Mike Egerton/PA Photos/dpa)

Pini Zahavi ist ein gut vernetzter Berater mit einigen Edelklienten in der Fußball-Welt. Beim FC Bayern haben sie nun schon wieder Stress mit dem Israeli, der den abwanderungswilligen Torjäger Robert Lewandowski vertritt. Der letzte Ärger mit Zahavi endete für den FC Bayern mit einer bitteren Trennung.

Im Ringen um Weltfußballer Robert Lewandowski hat Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidžić den Spieleragenten des Polen attackiert. "Er hat natürlich einen Berater, der ihm den Kopf verdreht. Das ist einfach nicht sauber", sagte Salihamidžić im Sport1-"Doppelpass". Berater Pini Zahavi soll demnach treibende Kraft im Transferpoker um den 33 Jahre alten Stürmer sein, der die Münchner trotz eines noch bis 2023 laufenden Vertrags schon im Sommer verlassen möchte. Er sei "verwundert" über das Verhalten von Zahavi, sagte Salihamidžić.

Nach Aussage von Salihamidžić hat der Verein Lewandowski ein konkretes Angebot für eine Vertragsverlängerung unterbreitet. "In dem Gespräch mit seinem Berater haben wir ganz klar ihm ein Angebot gemacht. Ganz klar, dass er ein Angebot mit einer Laufzeit und einer Summe auf den Weg bekommen hat", sagte Salihamidžić am Sonntag im Sport1-"Doppelpass". "Was der dann dem Spieler gesagt hat, kann ich nicht sagen."

Lewandowski selbst hatte nach dem letzten Saisonspiel der Fußball-Bundesliga behauptet, kein Angebot bekommen zu haben. Gleichzeitig verkündete er, den deutschen Rekordmeister verlassen zu wollen. Wann, ist unklar. Der Vertrag des 33-Jährigen läuft noch bis Sommer 2023.

"Geldgieriger Piranha"

Mit dem 78 Jahre alten Zahavi waren die Bayern schon vor dem Wechsel von David Alaba zu Real Madrid aneinandergeraten. Ehrenpräsident Uli Hoeneß bezeichnete den Israeli damals als "einen geldgierigen Piranha". Zahavi wehrte sich damals bei Sky gegen Vorwürfe aus München, eine Verlängerung Alabas hänge auch an seinen - Zahavis - überzogenen Provisionsvorstellungen. "Ich habe zu keinem Zeitpunkt detailliert über eine etwaige Provisionszahlung mit den Bayern-Verantwortlichen gesprochen", betonte Zahavi. Das Thema sei nur bei einem Gespräch am Rande des Champions-League-Turniers in Lissabon aufgekommen. Dort habe Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidžić ihn gefragt, "wie ich mir das vorstellen würde. Ich sagte ihm, dass wir zunächst an einer Einigung mit dem Spieler arbeiten sollten, ich aber nicht mehr als das Übliche fordern werde."

Wenig später nahm der Bundesligist sein letztes Vetragsangebot für Alaba vom Tisch, der österreichische Nationalspieler schloss sich nach 13 Jahren beim FC Bayern Real Madrid an - und steht am kommenden Wochenende im Endspiel um die Champions League.

Verhandlungen mit dem FC Barcelona

Der FC Barcelona hat derweil einem Medienbericht zufolge ein erstes schriftliches Angebot für Lewandowski abgegeben. Wie die "Bild am Sonntag" erfahren haben will, bieten die finanziell angeschlagenen Katalanen 32 Millionen Euro Ablöse für den zweimaligen Weltfußballer. Zuletzt hatte die spanische Zeitung "Sport" berichtet, dass die Bayern ihre Forderung auf 35 bis 40 Millionen heruntergeschraubt hätten.

Einen vorzeitigen Wechsel hatte die Münchner Vorstandsriege um Oliver Kahn und Salihamidžić immer wieder ausgeschlossen. "Robert Lewandowski hat einen Vertrag bis 2023, und den wird er erfüllen - basta!", bekräftigte Kahn in der "Welt am Sonntag". Doch das "Basta!" schließt offenbar Gespräche mit Interessenten nicht kategorisch aus: "Es gibt momentan Verhandlungen" verriet Xavi Hernandez, Trainer des FC Barcelona, jüngst. Die seien nicht einfach, "da es sich um Bayern München handelt. Aber Lewandowski ist eine der Optionen."

Salihamidzic hielt sich zu einem möglichen Angebot bedeckt. "Darüber wollen wir jetzt nicht öffentlich reden, ob es irgendwelche Angebote gibt oder nicht", sagte der 45-Jährige am Sonntag im Sport1-"Doppelpass". Für den FC Bayern sei das Wichtigste, mit dem "wichtigsten Spieler" noch ein Jahr Vertrag zu haben. Ein Spieler, "den viele Vereine in Europa gerne hätten", sagte Salihamidzic.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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