Fußball

Atlético-Star schwänzt Training Der "Krieg um Griezmann" eskaliert

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Antoine Griezmann im Training von Atlético Madrid. Ein Bild aus dem Archiv.

(Foto: imago images / Marca)

Der Wechsel von Antoine Griezmann zum FC Barcelona zieht sich in die Länge, obwohl sich der Weltmeister längst mit den Katalanen einig sein soll. Jetzt gibt es Ärger zwischen Barça und Griezmanns (Noch)-Arbeitgeber Atlético - und der Spieler zündet die nächste Eskalationsstufe.

Der Transferstreit um den vom FC Barcelona umworbenen französischen Fußball-Weltmeister Antoine Griezmann spitzt sich weiter zu. Wie die spanischen Sport-Tageszeitungen "Marca" und "As" übereinstimmend berichten, wird der Stürmer nicht ins Training von Atlético Madrid einsteigen, wie es sein derzeitiger Verein gefordert hatte. Der Anwalt Griezmanns soll dies den Vereinsverantwortlichen des Europa-League-Siegers von 2018 per Mail mitgeteilt haben.

Griezmann hatte bereits Mitte Mai angekündigt, von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch zu machen und Atlético nach fünf Jahren für die festgeschriebene Ablösesumme von 120 Millionen Euro zu verlassen, wie "Marca" berichtet, hätten die Klubverantwortlichen diesem Wunsch aufgrund der großen Verdienste des Stürmers auch entsprochen. Der Weltmeister soll sich mit dem spanischen Meister FC Barcelona längst einig sein, allerdings gibt es bei der Ablösesumme offenbar Unstimmigkeiten zwischen beiden Vereinen.

"Wird wie jeder Spieler bestraft"

Zum 1. Juli reduzierte sich die vertraglich festgeschriebene Ausstiegsklausel von 200 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro, die der FC Barcelona gerne in Raten bezahlen würde. Wie der Klub mitteilte, fühlt er sich und "alle seine Fans" von seinem Spieler und besonders dem FC Barcelona "nicht respektiert" - und wirft den Katalanen unlautere Methoden vor. "Marca" schreibt auch deshalb vom "Krieg um Griezmann".

Wegen der ausbleibenden Einigung hatten die Hauptstädter am Freitag gefordert, dass Griezmann gemeinsam mit den anderen Nationalspielern am Sonntag ins Training einsteigt und am Montag mit ins Trainingslager nach San Rafael fährt. Ein Klubsprecher wollte die Ankündigung des Fernbleibens des 28-Jährigen zwar nicht bestätigen, sagte aber: "Egal, was er kommuniziert, es ändert sich nichts. Er hat bei unserem Verein einen Vertrag bis 2023 und sollte wie die anderen Spieler morgen das Training wieder aufnehmen." Sollte der Offensivspieler nicht auftauchen, kündigte der Sprecher eine Strafe an: "Er wird wie jeder Spieler bestraft, der bei einer offiziellen Veranstaltung des Vereins fehlt."

Quelle: n-tv.de, ter/sid

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