Fußball

Erste Stadt erlaubt Fan-Rückkehr Die Zeit der Geisterspiele geht zu Ende

Wer in Sachsen wohnt und eine Dauerkarte von Fußball-Bundesligist RB Leipzig besitzt, könnte davon profitieren: Denn der Klub bekommt offenbar die Zusage, beim ersten Liga-Heimspiel mehr als 8000 Fans ins Stadion zu lassen. Allerdings nur unter Auflagen.

Ohne Zuschauer kehrte die Bundesliga im Mai aus ihrer Corona-Zwangspause zurück, die Finalturniere von Europa und Champions League fanden ohne Fans im Stadion statt und auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft tritt in dieser Woche zweimal vor leeren Rängen an. Doch spätestens zum Start der neuen Bundesliga-Spielzeit in zweieinhalb Wochen soll auf den Tribünen wieder Bewegung sein - zumindest in Leipzig. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, hat das Gesundheitsamt der Stadt Leipzig die Erlaubnis erteilt, zum Auftakt gegen den FSV Mainz 05 am 20. September (Sonntag, 15.30 Uhr im Liveticker bei ntv.de) rund 8400 Fans ins Stadion zu lassen.

Die Arena im alten Zentralstadion mit knapp 43.000 Plätzen wäre damit zu etwa 20 Prozent ausgelastet. Allerdings gibt es dem Bericht zufolge noch keine Gewissheit, ob dieser Plan tatsächlich aufgeht - denn die Genehmigung hängt offenbar am Infektionsgeschehen in der 600.000-Einwohner-Stadt. Heißt: Steigt die Zahl der Neuinfektionen bis dahin deutlich, könnte die Erlaubnis wieder entzogen werden. Entscheidend sei dabei die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

In den freien Verkauf würden die sicherlich begehrten Tickets allerdings nicht gelangen. Stattdessen solle es eine Verlosung geben unter den 22.500 Dauerkarten-Inhabern des Champions-League-Halbfinalisten der erst vor Kurzem beendeten Spielzeit. Chancen habe zudem nur, wer einen Wohnsitz in Sachsen hat. Sollte es also beispielsweise Leipzig-Fans mit Dauerkarten geben, die sonst für jedes Heimspiel aus Brandenburg anreisen, würden diese dennoch leer ausgehen.

Leipzig wäre damit der erste Bundesligist, der eine Zusage für die Fan-Rückkehr bekommt. Auch andere Klubs bemühen sich darum, der 1. FC Union Berlin etwa brachte wiederholt die Möglichkeit ins Spiel, Anhänger nach Vorlage eines negativen Corona-Tests ins Stadion zu lassen. Stadtrivale Hertha BSC oder Eintracht Frankfurt befinden sich dem Bericht zufolge ebenso in Gesprächen mit den zuständigen Behörden vor Ort. So konkret wie in Leipzig sind diese allerdings augenscheinlich noch nicht.

Quelle: ntv.de, tsi

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